Tourette Boys

Zorn


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  • Artist: Tourette Boys
  • Album: Zorn
  • Label:
  • Release: 2019-05-10
  • Medium:
  • Bewertung:2+

Der Bandname hört sich auf den ersten Blick nach rotzigem Punkrock oder so an, aber weit gefehlt: Die Tourette Boys aus Dresden stehen für bluesig-angehauchten psychedelischen Artrock mit leichten Alternative-Einflüssen irgendwo zwischen The Flying Eyes, Pink Floyd, den Black Crowes und Robert Plant. Sind die Jungs bisher relativ unter dem Radar geflogen, sollte sich das mit der neuen Veröffentlichung „Zorn“ hoffentlich ändern, denn was da im Player landet, überrascht von der ersten Sekunde an mit wohlig-groovenden Sounds, ein wenig psychedelisch, ein wenig mythisch, aber immer perfekt ins Ohr treffend.

„Zorn“ ist der zweite eigene Longplayer des 2012 in Dresden gegründeten Trios, dazu kommen eine EP und drei Split-Releases mit Gaffa Ghandi und Tim Holehouse. Das neue Album überzeugt durch die Bank weg durch cleveres Songwriting und spannende Arrangements, die sich geschickt zwischen Psychedelic, Heavy Fuzz, Stoner- und Artrock bewegen. ‚Psychedelic Summoning‘ oder ‚Fuzz‘ sind dann auch absolut passende Songtitel, deren Name hier definitiv Programm ist. Das Ergebnis erinnert an die frühen Alben von Pink Floyd, ergänzt deren Sound jedoch noch um spannende Blues-Elemente und ein paar düster-dümpelnde Post-Rock-Momente. Dieser Genre-Spagat gelingt ganz hervorragend.

Manchmal liegt vielleicht ein wenig zu viel Hall auf den Vocals des Frontmannes Benjamin Butter, dann konzentriert sich der Mix zu sehr auf die instrumentalen Parts, aber im Prinzip trägt auch das zur leicht mythischen Grundstimmung des Albums bei und wird von uns mal als „künstlerisch so gewollt“ verbucht. Nach „Zorn“ wird man die Tourette Boys auf jeden Fall in näherer Beobachtung halten müssen, denn sie liefern hier ein erstklassiges Album ab, das es schafft, sowohl Artrock- als auch Stoner- und Psychedelic-Fans zu begeistern.

Michael

Michael kam über die Konzertfotografie zu Whiskey-Soda und verbindet das Bildermachen gerne mit Konzertberichten und CD-Rezensionen. Als Chefredakteur für den Bereich Bluesrock mag er aber auch viele aus dem Blues entsprungene Genres wie diverse Metal-Spielarten. Daneben landen gerne Progressive- und Classic Rock und Americana auf seinem Drehteller, bevorzugt auf klassischem Vinyl. Wenn dann noch Zeit bleibt, findet ihr Michael bevorzugt im (Heim)Kino oder natürlich irgendwo da draußen zum Fotografieren. 

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