Withem

The Unforgiving Road

  • Artist: Withem
  • Album: The Unforgiving Road
  • Label: Frontiers Records
  • Release: 2016-06-03
  • Medium:
  • Bewertung:2

Withem stammen aus Norwegen und wurden dort vor fünf Jahren von dem Gitarristen Øyvind Voldmo Larsen, dem Keyboarder Ketil Ronold und dem Schlagzeuger Frank Nordeng Røe gegründet. Gemeinsam mit dem Frontmann Ole Aleksander Wagenius veröffentlichte die Melodic Progressive Metal-Band vor drei Jahren ihr erstes Album „The Point Of You“. Es folgten Auftritte auf den ProgPower Festivals in Norwegen und den USA, wo die Band mit Genre-Größen wie Symphony X und Dream Theater oder auch den norwegischen Kollegen von Circus Maximus verglichen wurde.

Jetzt haben die Skandinavier nachgelegt und mit „The Unforgiving Road“ den Nachfolger produziert, der gleich mal mit einem elegischen Keyboard-Intro beginnt, das zusammen mit dem Outro Assoziationen an eine Trauerfeier aufkommen lässt. Aber weit gefehlt, hier geht es alles andere als traurig zu. Schon kurz darauf legen die Jungs mit ‚Exit‘ los, das tatsächlich mit seinen melodischen Piano-Kapriolen und Wagenius‘ markanter Stimme an die frühen Alben von Symphony X erinnert. Der Trend geht hier eindeutig zu eingängigen Melodien und starken Riffs, weniger zu endlosem Gefrickel. Dazu kommen sofort ins Ohr gehende Hooklines, schöne Chöre wie zum Beispiel im Songhighlight ‚The Eye In The Sky‘ und eine saubere und druckvolle Produktion. Damit zweigen Withem eindrucksvoll, wie moderner melodischer Metal klingen muss. Zwischendurch wird es auch gerne einmal ruhiger mit der vom Piano getragenen Ballade ‚Riven‘. Gegen Ende der Spielzeug vermögen die Titel nicht mehr ganz so zu zünden, aber unterm Strich liefern die Norweger eine höchst solide Leistung ab und machen den Landsleuten von Circus Maximus große Konkurrenz.

Oben haben wir schon die Prog-Giganten Dream Theater erwähnt, und man muss Withem tatsächlich mit den New Yorker Königen des Prog-Metal vergleichen, denn streckenweise erinnert „The Unforgiving Road“ an deren Erstling „When Dream And Day Unite“. also an die Zeiten, als Dream Theater technisch noch nicht ganz so ausgereift wie heute, dafür mit spürbar mehr Herzblut zur Sache gegangen sind. Wer weiß also, wo Withem in zehn oder zwanzig Jahren stehen? Sicher ist, dass diese Band ihre Weg im Genre des melodischen Prog-Metal gehen wird, unbeirrbar und zielstrebig.

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