The Great Conjuration

Mit „The Great Conjuration“ (Transcending Obscurity Records) offeriert uns das multinationale Slash’n’Roll-Quartett Heads For The Dead ihre inzwischen vierte Gruselgeschichte seit ihrer Gründung 2018. Die Corona-Pandemie mit ihrer Lock-down- und Stay-at-home-Politik sorgt bei einigen Musikern für kreative Schübe, was in diesem Fall absolut zu begrüßen ist.

Die Mannen, die sonst in Bands wie Revel In Flesh, Wombbath und Sentient Horror aktiv sind, beschwören wiedermal eine düster-morbide Atmosphäre herauf, die sie mit vielen überraschenden Ideen anreichern. Sie integrieren neben den obligatorischen Samples von angstvollen Schreien und Kreischen elektronische Effekte, die die Songs herrlich in die 80er Jahre transferieren. Auch arbeitet der Vierer zum Beispiel bei ,Bloody Hammer‘ mit verzerrten Vocals, die wie aus einer anderen Welt, zu kommen scheinen. Die Hommage an ,The Fog‘ ist schlicht und ergreifend ganz großes Kino und somit eine würdige Verneigung vor Carpenters Original. Den Hall, den Heads For The Dead ihrem ansonsten staubtrockenen Sound verpasst haben, sorgt für ein schaurig-schönes Hörerlebnis, das sich aus dem Blut des klassischen Heavy Metals und Death Metal sowie Post Metal und Post Punk nährt.

Die zehn Kapitel, die „The Great Conjuration“ bilden, sind stimmungsgeladen und explosiv, effektiv und ein Leckerbissen für Fans der Alten Schule in Sachen Metal und Horror. Beim Genuss in adäquater Lautstärke setzen sich mit Sicherheit keine Spinnweben auf die Lautsprecher.

Bewertung: 2+

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