Come Morning

Im kanadischen Winnipeg haben sich 2013 die Brüder Joey und David Landreth unter dem zugegebenermaßen nur begrenzt originellen Namen „The Bros. Landreth“ gemeinsam als Duo auf den Weg gemacht. Gleich ihr Debüt wurde 2015 prompt mit dem Juno-Award in der Kategorie „Roots & Traditional Album Of The Year“ ausgezeichnet. Da die letzten beiden Jahre pandemiebedingt weitestgehend spielfrei waren, haben die Herren die Zeit genutzt, um an neuen Lieder zu arbeiten. Nun liegt mit „Come Morning“ der dritte Longplayer der Familien-Band vor.

Eine leise akustische Gitarre, ein gemächliches Schlagzeug und die samtweiche Stimme von Joey eröffnen das gelassene „Stay“. Gezupfte Saiten und im Weiteren eine sich harmonisch einfügende Pedal-Steel-Guitar machen den Grundsound von „What In The World“ aus, der nur ganz dezent von Bass und Drums unterstützt wird. Weiter geht es mit der Liebes-Ballade „Drive All Night“. Diese besticht durch eine Kreation aus verschiedenen Gitarreneffekten und einem Mellotron in den Strophen, bevor im Chorus die gesamte Band einsetzt und das lyrische Ich seiner Angebeten erzählt: „Oh but if your hand finds mine, I can drive all night, The sun will come up tomorrow, And time is only ours to borrow, I’ll tell you this much, There won’t ever be enough“. In der Folge gibt es weitere (sehr) ruhige Nummern, meist auf der Grundbasis von akustischen Gitarren, in die sich die verschiedensten Instrumente und Sounds einfügen. Mit „Back To Thee“ klingt die Scheibe so gemächlich aus, wie sie im gesamten Verlauf war.

Wer laute Rockmusik hören will, ist bei den Bros. Landreth ganz falsch aufgehoben. Wer stattdessen 40 entspannte Minuten mit Americana-Melodien und interessanten Arrangements verbringen möchte, sollte bei „Come Morning“ auf jeden Fall einschalten. Vielleicht keine Platte für jeden Tag, aber für die ganz bestimmten Momente.

 Note: 2-

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Wollo

Altenpfleger mit didaktischer Weiterbildung. Hört Rockmusik aus verschiedenen Genres und bis zu einem gewissen Härtegrad aus allen Jahrzehnten, hin und wieder auch eher ruhigere Singer/Songwriter. Geht oft auf Konzerte, aber leider nur noch selten auf Festivals. 

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