Sikth

Opacities

  • Artist: Sikth
  • Album: Opacities
  • Label: Edel / Peaceville
  • Release: 2016-01-22
  • Medium:
  • Bewertung:1-

Sikth aus England waren Anfang des Jahrtausends gemeinsam mit den Schweden von Meshuggah die Band, die Progressive Metal mit Elementen aus Hardcore, Jazz und Rock kombinierte und den Grundstein für die Djent-Bewegung legte. Mit zwei Alben erlangte das Sextett Genre-Ehren, bevor es sich 2007 nach dem Ausstieg der beiden Sänger Mikee Goodman und Justin Hill auflöste. 2014 kam es zu einer Reunion für das Download und das Euroblast Festival. Nun gibt es – der Meinung vieler nach wohl endlich, nämlich erstmals seit knapp zehn Jahren – wieder neue Musik in Form der EP „Opacities“. Diese wurde via Crowdfunding in Eigenregie produziert und im vergangenen Jahr bereits veröffentlicht. Auf einer kleinen UK-Tour hat die Band wieder Blut geleckt und hat „viel mehr Spaß als früher“. Nun hat die Band sich mit dem Label Peaceville für eine Wiederveröffentlichung zusammengetan. Beste Grundlagen für eine weitere Zukunft als Band. Denn auch „Opacities“ macht Lust auf mehr. Auf viel mehr.

Die Jungs haben es drauf, nach wie vor. Oder sollte man sagen: Mehr denn je? Das Markenzeichen der Herren war der Doppelgesang und sich abwechselnde und überlagernde melodische und komplex-dissonante Elemente. Die werden gleich zu Beginn auch heftigst aber allerliebst bemüht. Im Fall vom Opener ‚Behind The Doors‘ ist der Gesang zunächst die Mischung aus Deathcore-Growls und fiesen Screams. Die Gitarren im Hintergrund legen eine stimmungsvolle Basis, die auch immer wieder von melodisch-ruhigen Gesang ergänzt wird. Das erinnert ein wenig an die Linkin Park, ist aber schlicht um Klassen gelungenere, härtere Mucke. ‚Philistine Philosophies‘ ist die Single-Auskopplung und variiert den Gesang in Richtung Sprechgesang. Die Melodie des stimmungsvollen Refrains geht so tief ins Ohr, daß es eine schier unanständige Penetration ist. ‚Under The Sweeping Moon‘ und ‚Walking Shadows‘ sind wieder von der härteren Sorte, aber genauso gut. ‚Days Are Dreamed‘ ist tatsächlich ein Song gewordener Tagtraum, gegossen in Atmosphäre aus Keyboard-Samples und musikalischer Meisterschaft. Wunderbar, daß die Herren zurück sind. Bleibt zu hoffen, daß die Zukunft weiterhin so rosig aussieht.

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