NICKELBACK füttern die Maschine

Die Band, die mindestens das Ende der Zivilisation und der echten Rockmusik im Alleingang auf dem Gewissen hat, ist wieder da. Ja, Nickelback, die Band, die unter seriösen Musikfans schlimmeren Hass provoziert als Phil Collins, Chris DeBurgh und Bon Jovi zu deren unpopulärsten Zeiten – kombiniert!

Nicht, daß das die Gebrüder Chad und Mike Kroeger (bitte nicht mit dem „Nippel“-Mann verwechseln!) irgendwie stören würde – die können darüber lachen, „all the way to the bank“, wie man so schön sagt. Denn ihren Fankreis haben sie, und der stört sich gottlob nicht daran, ob die Elite die Band nun cool findet oder eher weniger. Und, ob man Nickelback nun mag oder nicht, live sind die Kanadier, wie man sich 2016 auch in Deutschland überzeugen konnte, einfach eine Macht mit ganz großem Entertainmentfaktor und weit weniger gekünstelt, als der Volksmund das glauben machen möchte.

Das gleiche Spiel wie immer wird auch am 9. Juni stattfinden, wenn das neunte Studiowerk „Feed The Machine“ erscheint. Co-produziert wurde die Scheibe von der Band und Chris Baseford (Slash, Shinedown) und dürfte, dem heute erschienen Vorabsong nach zu urteilen, die übliche Nickelback-Mixtur aus – moderat – harten Gitarren, pathosbeladenen Melodien mit Ohrwurmfaktor 10 und mit Sicherheit auch ein paar radiotauglichen Schmuseballaden enthalten, irgendwo zwischen Metallicas „Black Album“ und Def Leppards „Hysteria“ balancierend. Wahrscheinlich sind die Hater auch einfach nur sauer, daß ihnen selber nicht die Idee für eine kommerziell derart potente Mixtur gekommen ist.

Das Lyricvideo findet Ihr hier:

SaschaG

Verteidiger der uncoolen Musik: AOR, Symphonic Prog, Hardrock, Thrash- und Achtziger-Metal, Stax/Atlantic und Mainstream-Rock. Süchtig nach BBC-Serien und schrägem Humor. Findet, dass "Never Let Me Down" nur das viertschlechteste Bowie-Album ist und "Virtual XI" besser als alles, was Iron Maiden danach gemacht haben. 

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