Opeth

Morningrise (Re-Release)

  • Artist: Opeth
  • Album: Morningrise (Re-Release)
  • Label: Candlelight / Spinefarm
  • Release: 2017-12-16
  • Medium:
  • Bewertung:0

Das Zweitwerk der Schweden Opeth, ursprünglich im Juni 1996 nur ein gutes Jahr nach dem Debüt „Orchid“ veröffentlicht, wurde im Rahmen des Aufkaufs des Original-Labels Candlelight Records durch Spinefarm Records (Universal) Ende 2016 neu aufgelegt und ist erstmals seit einer Weile auch wieder auf Schallplatte erhältlich.

Opeth hatten zu diesem Zeitpunkt eine Tour zu „Orchid“ hinter sich, bevor sie erneut ins Studio gingen. Ein großer Teil der Songs war bereits geschrieben, da zwischen der Aufnahme von „Orchid“ und dessen Veröffentlichung über ein Jahr gelegen hatte. Ein Teil des Materials stammte noch aus der Gründungsphase der Band Anfang der 90er und wurde für die Aufnahmen, die erneut von Dan Swanö co-produziert und gemastert wurden, überarbeitet. Das Album besteht aus „nur“ sechs Songs, von denen der kürzeste immer noch acht Minuten, der längste über 20 Minuten lang ist und damit das längste Lied in der kompletten Bandgeschichte darstellt. Stilistisch steht es dem Vorgänger sehr nahe, allerdings gibt es mehr im Verhältnis etwas weniger gutturalen Gesang.

Der Opener ‚Advent‘ ist heute, zwanzig Jahren nach seiner Erstveröffentlichung ein Knüller bei den Fans. Ein 14-minütiges, immer noch stark vom Black Metal (Gesang) geprägtes Kunstwerk. Langsame Instrumental-Passagen mit akustischen Gitarren und sanftem Gesang intermittieren mit wütenden Eruptionen von Blastbeats und keifenden BM-Vocals. Was für ein Album-Auftakt! Bei ‚The Night and the Silent Water‘ ist der Name Programm, gruselig kommt der Titel daher. In den entspannten Momenten NOCH ruhiger wird die sich aufbauende Spannung in einem explosiven Crescendo umso größer. ‚Nectar‘ hat einen sehr psychedelisch-progressiven Touch, ohne jedoch natürlich die typischen Metal-Ingredenzien vermissen zu lassen. Das Kernstück ist der 20-Minuten-Brocken ‚Black Rose Immortal‘ – hier lotet Akerfeldt die Dynamik des Gesangs zwischen Black- und Deathmetal aus. Auf wahrlich eindrucksvolle Weise macht dieser Spannungsbogen einen großen Teil des Reizes des Albums aus – neben seinem typischen Sound, für den die Band bekannt wurde und der entscheidend den Begriff bzw. das neue Subgenre „Progressive Death Metal“ mitprägte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.