Robert Jon and the Wreck

Last Light on the Highway

  • Artist: Robert Jon and the Wreck
  • Album: Last Light on the Highway
  • Label:
  • Release: 2020-06-12
  • Medium:
  • Bewertung:2

Das wunderbare, kalifornische Southern-Rock-Quintett Robert Jon and the Wreck besteht erst seit sieben Jahren, in denen wir bereits mehrmals über sie berichtet haben. In dieser kurzen Zeit haben die fünf Jungs geackert und geschuftet: Newcomer-Auszeichnungen, erfolgreiche nationale und internationale Touren mit Namen wie Keith Urban oder Billy Sheehan und sage und schreibe vier Studioalben. Die Jungs sind heiß!

Ab Mitte Mai hätte die musikalische Verkörperung Amerikas erneut auf einer großen Europa-Tour mit einem neuen Album antreten sollen. Doch wie wir alle wissen, ein gewisses Virus machte ab dem Frühjahr alle Live-Musik-Veranstaltungen zunichte. Sehr schade, doch das neue Album „Last Light on the Highway“ ist ein gewisser Trost. Und das gerade Mal ein Jahr nach dem Vorgänger „Take Me Higher“!

Ein neues Rezept hat der Trupp um Frontmann Robert Jon Burrison nicht auf Lager. Aber das erwartet auch kein Mensch. Die Mischung macht’s. Und bei der ist wieder alles dabei, was der Americana-Fan liebt. Schon das Album-Cover nimmt einen mit an einen einsamen Highway irgendwo im Mittleren Westen der USA. Los geht’s der Roadtrip allerdings nicht in Kalifornien, sondern an der Ostküste. Die mehrstimmig vorgetragene Southern-Rock-Ballade „Oh Miss Carolina“ hat eine charmante Steel-Guitar und ein wunderbares Piano – und natürlich einen Refrain, den man in kürzester Zeit mitsingen kann. „Work It Out“ ist Country in Reinform, „Can’t Stand It“ eine launige Mischung aus Folk und Gospel. Und natürlich haben es die fünf Herren satt, „on the road“ ganz alleine im Hotelzimmer zu trinken, wie sie in „Tired of Drinking Alone“ sehr überzeugend aber kein bißchen melancholisch besingen.

In „This Time Around“ groovt eine Hammond-Orgel rauchig im Duett mit einer einsamen Country-Gitarre. Nach dem zweiteiligen Titeltrack verabschieden sich die fünf Southerner mit dem explosiven „Don’t Let Me Go“, das einfach alles hat, was ein toller Song braucht: Knarrig-verzerrte Gitarren, souligen Background-Gesang und eine Melodie, um sich auf direktem Weg nach Kalifornien zu träumen.

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DanielF

Harte Schale, weicher Kern. Chefredakteur und -metalhead in Personalunion und im "Nebenberuf" Sozialarbeiter, geht Daniels Geschmack von chilligem Americana (Cracker) bis zu kauzigem Indie-Rock (Eels), von klassischem Thrash (Metallica, Megadeth) bis modernem Death Metal (Deserted Fear), von opulent-schrägem Prog-Rock (Opeth, Gojira, Pervy Perkin) bis zu heftigstem Brutal Death Metal (Defeated Sanity, Wormed), von Bluesrock (Gary Moore, Anthony Gomes) bis Classic Rock (Alice Cooper, Queen) - um nur einen Teil zu nennen. Zudem hat er seit den frühen Neunziger Jahren ein leidenschafliches Faible für christliche Rockmusik in genau dieser stilistischen Bandbreite. 

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