HAMMERFALL – „Sweden Rock“ in Oberfranken

Hammerfall Konzert Live Music Bamberg Brose Arena World Dominion Tour 2020

Serious Black eröffnet den Abend. Einem Intro folgen die ersten Takte von „Akhenaton“. Der Song, welcher 2015 auf dem Longplayer „As Daylight Breaks“ veröffentlicht wurde, kann speziell die Headbanger im Infield mitreißen. Es folgen drei weitere Stücke, bevor mit „We Still Stand Tall“ ein Lied aktuellen Album „Suite 226“ erklingt.

Die international besetzte Band hat trotz geringen Bewegungsspielraumes auf der kleinen Stage sichtlich Spaß im südlichsten Bundesland. Während Sänger Urban Breed mit Frack und Zylinder eher den souveränen Part übernimmt, lassen die agilen Gitarristen permanent ihre Mähnen kreisen. Mit „High and Low“ endet das Set an diesem Abend. Wer mehr von dieser Band sehen möchte, hat ab Herbst die Gelegenheit dazu. Die Combo bespielt im Rahmen ihrer „Kings Today Tour“ zahlreiche Clubs in Deutschland.

Nach kurzer Umbaupause erlischt das Hallenlicht und die Instrumentalisten von Battle Beast entern die Bühne. Die ersten Töne von „Unbroken“ erklingen und 6.000 Hände recken sich in die Luft. Als Sängerin Noora einige Augenblicke später das Sextett komplettiert, brandet frenetischer Jubel in der ganzen Halle auf. Energiebündel, Powerfrau, Urgewalt, all diese Superlative wurden in der Vergangenheit genannt, wenn es um die Livequalitäten der finnischen Sängerin geht. Dass diese großen Worte absolut berechtigt sind, beweist sie auch am heutigen Abend. Unablässig fegt Noora über die Bühne, ist ständig in Bewegung und trifft trotz dieser körperlichen Höchstleistung jeden Ton. Die acht Songs umfassende kurze Setlist beinhaltet einige Tracks vom aktuellen Album „No More Hollywood Endings“ und sorgt beim Publikum für eine hervorragende Stimmung.

Da die Stagehands für einen schnellen Umbau sorgen, kann Hammerfall um 21:15 Uhr die Bühne betreten. Diese hat mittlerweile beachtliche Ausmaße angenommen. Der Headliner des Abends beginnt mit „Never Forgive, Never Forget. Von der ersten Minute an sind die Konzertbesucher voll dabei. Der Liederzettel lässt keine Wünsche offen.

Ältere Stücke wie zum Beispiel „Heeding the Call“, „Hector’s Hymn“ oder „Blood Bound“ werden von der Crowd genau so lautstark intoniert wie „One Against the World“ oder „Dominion“ vom aktuellen Tonträger. Die gute Laune der Fans überträgt sich direkt auf die Bühne. Sänger Joacim lächelt von der ersten bis zur letzten Note. Während Drummer Jesper Strömblad auf seinem meterhohen Podest thront und kaum zu erkennen ist, wechseln die Saitenspieler ständig ihre Positionen und legen eine ungeheure Spielfreude an den Tag. Ein einsamer Crowdsurfer wagt die Reise und landet dank vieler helfender Hände wohlbehalten vor dem ersten Wellenbrecher.

Zu „Second to One“ betritt Noora noch einmal die Bühne. Der gefühlvolle Song, als Duett mit Joacim vorgetragen, findet großen Anklang bei Publikum. Die beiden Stimmen harmonieren ungemein. Passend dazu lodern einige Feuergräben auf der Stage. Zu „Keep the Flame Burning“ wird das Tempo wieder angezogen. Pyros untermauern den Songtitel. Mit „Last Man Standing“ und „Let the Hammer Fall“ verabschiedet sich die Band in eine kleine Pause, bevor es in den Zugabenblock geht.

Das Finale beginnt mit „Hammer High“ und geht direkt in „(We Make) Sweden Rock“ über. Das Lied könnte zu einer ordentlichen Metalhymne werden. Mit „Hearts on Fire“ endet der Abend dann endgültig, bevor sich die Band zum obligatorischen Gruppenbild aufstellt. Natürlich werden vom Publikum lautstark weitere Zugaben gefordert. Die Band hätte das Repertoire dafür. Fazit: Drei gut gelaunte, spielfreudige Bands, ein sehr gut abgemischter Sound sowie tolle Licht- und Pyroeffekte sorgen für einen rundum gelungenen Abend.


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Text, Fachwissen und Fotos: Andre Schnittker

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