Dunbarrow

Dunbarrow III

  • Artist: Dunbarrow
  • Album: Dunbarrow III
  • Label:
  • Release: 2021-05-28
  • Medium:
  • Bewertung:2

Dunbarrow aus Norwegen machen es sich einfach und betiteln ihre Alben einfach der Reihenfolge nach. „Dunbarrow III“ (Blues For The Red Sun / Noisolution) ist dementsprechend der dritte Longplayer in fünf Jahren Bandgeschichte des Quintetts aus Haugesund. Das düstere Cover und Songtitel wie ‚Turn In Your Grave‘ oder ‚Lost Forever‘ verraten, was man erwarten darf.

Dunbarrow liefern eine düstere und vom ersten Ton an begeisternde Mischung aus Hardrock, Proto Metal, Psychedelic Rock, Doom und jeder Menge Heavy Bluesrock ab, eine unüberhörbare Verbeugung vor den 70ern und Uriah Heep und Black Sabbath mit Tony Iommis Gitarrenspiel. Aber auch Stoner-Freunde von aktuellen Bands wie Kadaver kommen auf ihre Kosten. Die Gitarrenarbeit steht meistens im Vordergrund, und Eirik Øvregård und Kenneth Lønning liefern sich regelrechte Duelle an den Sechssaitern. Das macht so viel Spaß und lädt zum gepflegten Headbangen und Shoegazen ein, wodurch es keine Rolle spielt, dass die Innovation oft auf der Strecke bleibt. Aber das ist nicht weiter schlimm, wenn stampfende Rhythmen und knarzende Riffs und mit zurücknehmen in eine Zeit, als vieles nocheinfach gewesen sein mag.

„Dunbarrow III“ besticht durch Einfachheit, Druck und die rohe Gewalt, mit der das Quintett, in zwei Songs durch Auver Gaaren an den Keyboard zum Sextett gemacht, entschlossen zu Werke geht, wobei sich auch die langsamere Nummer ‚Worms Of Winter‘ nicht zu verstecken braucht, ist sie doch eins der Highlights des neuen Albums der Norweger. Hier überzeugen auch die interessanten Einsätze der Orgel und die an den Prog erinnernde Flöte. Da schleichen sich auch Jethro Tull und King Crimson in die Reihe der Bands, denen Dunbarrow hier die Ehre erweisen.

„Dunbarrow III“ ist ein starkes Retro-Album geworden, das mit seiner prinzipiellen Einfachheit überrascht und immer wieder dann doch überraschende Akzente setzt, in denen man sich verlieren und davonschwimmen kann, umgeben von Finsternis und gefangen im schaukelnden Wellengang der Gitarren. Freuen wir uns schon jetzt auf „Dunbarrow IV“.

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Michael

Michael kam über die Konzertfotografie zu Whiskey-Soda und verbindet das Bildermachen gerne mit Konzertberichten und CD-Rezensionen. Als Chefredakteur für den Bereich Bluesrock mag er aber auch viele aus dem Blues entsprungene Genres wie diverse Metal-Spielarten. Daneben landen gerne Progressive- und Classic Rock und Americana auf seinem Drehteller, bevorzugt auf klassischem Vinyl. Wenn dann noch Zeit bleibt, findet ihr Michael bevorzugt im (Heim)Kino oder natürlich irgendwo da draußen zum Fotografieren. 

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