Bednja

Doline Su Ostale Iza Nas


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  • Artist: Bednja
  • Album: Doline Su Ostale Iza Nas
  • Label:
  • Release: 2019-11-29
  • Medium:
  • Bewertung:2-
Bednja - Albumcover

Immer mehr Black-Metal-Bands widmen sich ausschließlich der musikalischen Seite dieses Genres, kommen dabei ohne Schminke und die ganzen kindischen Klischees aus. Der einzige gemeinsame Nenner ist das Kreieren extremer, atmosphärischer Musik. Diesem Ziel haben sich Bednja aus Kroatien mit Leib und Seele verschrieben. Genau das erreichen sie mit ihrer Debüt-Schwarzrille „Doline Su Ostale Iza Nas“ (Transcending Obscurity Records).

Aus einem akustischen Gewitter formieren sich schneidende Gitarrenriffs und ein rasend schneller Blastbeat. Was sich zuerst in einem typischen Black-Metal-Gewand darstellt, wird immer wieder durch Passagen modernen Hardcores durchbrochen. Vor allem die auf Kroatisch wütend gebrüllten und gekreischten Vocals aus zwei Kehlen geben den sechs Songs die notwendige Hardcore-Credibility, um Bednja nicht als reine Black-Metal-Band im Regen stehen zu lassen.

Dank des antagonistischen verbal Schlagabtauschs manifestiert sich der Eindruck von verlorenen, gefolterten Seelen, die keine Ruhe finden können. Dem stehen ruhige, atmosphärische post-metallischen Segmente entgegen, die bei aller emotionsloser Aggressivität und allen aufgefahrenen Extremen für die erforderliche Abwechslung sorgen. Leider passen sich diese Teilstücke nicht nahtlos in die Songs ein, sondern sind eher Pausen, weil das Trio Infernale die Übergänge recht abrupt gestaltet. Daher erscheinen diese atmosphärischen Einschübe mehr als eigenständige Zwischenspiele als in die jeweiligen Lieder integriert. Insgesamt strahlt „Doline Su Ostale Iza Nas“ eine klinisch kalte, unangenehm psychotische Stimmung aus, die einen in den verschneiten und ausweglosen Labyrinth-Garten aus Kubricks „Shining“ versetzt.

Die extremen musikalischen Impressionen Bednjas erfahren im Drumherum mit dunklem, verwesendem Artwork und stylisch-bedrohlichen Band-Image – mit verwittertem Logo, schwarzen, unbedruckten T-Shirts und schwarz-weißen Bandfotos – eine logische Weiterführung. Insofern hat das Blackened-Trio aus Varazdin ein stimmiges Debütalbum abgeliefert.

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