Das Kurzinterview: FM

Mit dem großartigen Livealbum "The Italian Job" hat die britische AOR-Formation FM ein ziemlich feines Arbeitszeugnis abeliefert, dass auch all denen, die die Band vielleicht noch nicht - oder nicht mehr - auf dem Schirm haben, einen exzellenten Einstieg in die Welt der Band bietet. Bassist Merv Goldsworthy nahm sich die Zeit für ein Kurzinterview - dem Format angepasst, waren auch seine Antworten knapp und auf den Punkt!

WS: „The Italian Job“ ist das erste „regulär“ im Einzelhandel erhältliche FM-Livealbum seit dem 1994 veröffentlichten Akustik-Set „No Electricity Required“. Wieso habt Ihr Euch soviel Zeit gelassen?

Merv: Nun, wir haben 2016 „Indiscreet Live“ veröffentlicht (die limitierte DVD war allerdings nur über die Bandwebsite und bei Konzerten erhältlich, Anm. d. Red.). Dies ist aber das erste Liveprojekt mit Songs aus unserer ganzen Karriere. Unsere Plattenfirma Frontiers schlug uns vor, die Show mitzuschneiden und zu filmen.

WS: Das Publikum reagierte ziemlich begeistert… hast Du spezielle Erinnerungen an die Show? Und habt Ihr die Setlist an ein eventuelles Livealbum angepasst?

Merv: Das Publikum in Mailand war tatsächlich fantastisch – wir hatten mit so einer wunderbaren Reaktion nicht gerechnet. Die Setlist war einfach die, die wir auch auf dem Rest der Tour spielen.

WS: Lange Jahre waren FM für Fans außerhalb des UK eine Art „Forschungsprojekt“, da Eure Alben größtenteils nur dort veröffentlicht wurden. In den letzten Jahren scheint es aber zumindest europaweit bergauf zu gehen – was denkst Du, woran das liegt?

Merv: Ein großartiges Management und eine exzellente Plattenfirma zu haben hat uns in Europa kräftig weitergebracht. Wir haben beispielsweise eine riesige Sommertour geplant, während der wir auch auf fast allen großen Festivals vertreten sind!

WS: Euer Backkatalog ist zur Zeit fast komplett vergriffen – gibt es Pläne, die früheren Alben wieder aufzulegen?

Merv: Es wäre schön, irgendwann in der Zukunft ein Boxset mit all diesen Alben herauszubringen. Diejenigen, deren Job es dann ist, die Rechte für die verschiedenen Scheiben zu klären, beneide ich aber definitiv nicht…

WS: Nachdem in den letzten Jahren bei einigen Gigs Euer Originalkeyboarder Phil Manchester (aka Didge Digital) als Gast aufgetreten ist, wie stehen die Chancen, auch Orginalgitarrist Chris Overland neben seinem Nachfolger Jim Kirkpatrick auf der Bühne zu sehen?

Merv: Oh, wir würden Chris sehr gerne mal wieder auf der Bühne begrüßen. Wir haben ihn schon oft gefragt, und die Tür steht quasi permanent offen…

Fotos: Richard Ecclestone (Header), Beppe Scordio (Merv Goldsworthy)

Vielen Dank an Iris von CMM fürs Organisieren des Interviews!

SaschaG

Verteidiger der uncoolen Musik: AOR, Symphonic Prog, Hardrock, Thrash- und Achtziger-Metal, Stax/Atlantic und Mainstream-Rock. Süchtig nach BBC-Serien und schrägem Humor. Findet, dass "Never Let Me Down" nur das viertschlechteste Bowie-Album ist und "Virtual XI" besser als alles, was Iron Maiden danach gemacht haben. 

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