Machine Head

Arrows in Words from the Sky (EP)

  • Artist: Machine Head
  • Album: Arrows in Words from the Sky (EP)
  • Label:
  • Release: 2021-06-11
  • Medium:
  • Bewertung:1-

In den letzten Jahren haben sich Machine Head nicht unbedingt im höchsten Regal ihrer musikalischen Künste bedient. Zumindest haben das bisher letzte Album „Catharsis“ und darauffolgende einzelne Singles bei manchen Fans einige Stirnfalten hervorgerufen. Die musikalische Ausrichtung sorgte unter anderem dafür, dass Schlagzeuger Dave McClain und Gitarrist Phil Demmel, mit denen Machine Head durch Alben wie „The Blackening“ oder „Unto the Locust“ einen zweiten Frühling erlebten, ausgestiegen sind. An ihre Stelle treten ihr ehemaliger Schlagzeug-Roadie Matt Alston und Decapitated-Gitrarrist Waclaw „Vogg“ Kieltyke. In dieser Besetzung präsentieren die Kalifornier mit der Drei-Track-EP „Arrows in Words from the Sky“ (Nuclear Blast) nun neues Material.

Das erste Lied „Become the Firestorm“ startet direkt mit ordentlich Blast Beats, die von Gast-Schlagzeuger Navene Koperweiss (Whitechapel, Animals as Leaders) stammen, und typischem Machine-Head-Riffing. Nach einem melodischen Refrain, in dem überraschenderweise Bassist Jared MacEachern den Gesangspart übernimmt, folgt ein Breakdown. Im anschließenden Instrumentalteil dreht das Quartett richtig auf. So viel Thrash-Metal war von ihnen lange nicht zu hören!

„Rotten“ beginnt dagegen mit der klaren Ansage „Everything ist rotten to the core!“, die sich im Refrain wunderbar mitgröhlen lässt. Es ist ein harter Mid-Tempo-Stampfer, der immer wieder in schnellen Thrash ausbricht und somit Stimmbänder und Nackenmuskulatur abwechselnd herausfordert.

Leise eröffnet dagegen der abschließende Titeltrack „Arrows in Words from the Sky“ das Ende der EP. Mit akustischem Anfang und weiterführendem ruhigem, aber groovigem Gitarrenspiel wird eine drückende Atmosphäre kreiert, in die die Zuhörer*innen direkt eintauchen können. Sie nimmt einen unweigerlich in eines der düstersten Lieder der Bandgeschichte mit.

Robb Flynn sagte, dass die drei Songs ein neues Kapitel einleiten sollen. Wenn das für die musikalische Ausrichtung steht, dann darf der Zukunft mit Spannung entgegengeblickt werden. Auf „Arrows in Words from the Sky“ bedienen sich Machine Head zwar noch nicht in der Beletage, aber zumindest wieder in den ganz hohen Regalen. Möglicherweise steht ein dritter Band-Frühling bevor.

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Dominik

Groß geworden mit Punkrock und Power-Metal, weiterentwickelt mit Alternative und Thrash-Metal, erwachsen geworden mit ein bisschen Progressive-Metal. Und dennoch bleiben die All-Time-Favorites klassisch: Bad Religion, Die Toten Hosen, Machine Head, Iron Maiden, Blind Guardian, Faith No More.... und aus unerfindlichen Gründen mit einer heimlichen Zuneigung zu J.B.O. 

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