Thulsa Doom

Ambition Freedom

  • Artist: Thulsa Doom
  • Album: Ambition Freedom
  • Label:
  • Release: 2021-11-12
  • Medium:
  • Bewertung:2+

Heavy, stoned, angejazzt, überraschend, fast schon progressiv, all das und noch viel mehr ist „Ambition Freedom“ (Drabant Music), das neueste Werk von Thulsa Doom. Die 1999 gegründete Band (nach Auszeit und Rückkehr des Sängers immer noch in Originalbesetzung) ist schon lange eine große Nummer im heimischen Norwegen. Benannt nach dem Bösewicht in Robert E. Howards Conan bzw. Kull Geschichten haben die fünf Bandmitglieder lustige Namen wie Papa Doom, El Doom oder auch Doom Perignon.

Musikalisch wurde die Band aus Oslo beeinflusst durch die frühen Black Sabbath oder auch die Stoner-Rocker von Kyuss, man wird aber auch ein wenig Thin Lizzy oder frühe Deep Purple entdecken. Auf „Ambition Freedom“ kommen zusätzlich Einflüsse aus dem Jazz und Psychedelic Rock hinzu. Heavy Rock trifft Classic- und Stoner-Rock trifft nordisch-unterkühlten, aber ausgesprochen groovenden Alternative. Dabei schwingen oft 70er Jahre Attitüde mit, so im Opener ‚Endless, Unless‘. Zwischendurch wird es fast schon poppig mit dem energiegeladenen ‚Man With Ambition‘. Der Song ‚Die Like An Aviator‘, ein heimliches Highlight des Albums, das durch die Bank weg mit starken Songs aufwartet, hat einen ganz starken Refrain, der Erinnerungen an schwedischen Hard Rock weckt, aber auch mit jazzigen Parts aufwartet, die der Platte an dieser, aber auch an vielen anderen Stellen eine ganz besondere Note geben. Besonders spannend sind ohnehin die kleinen Details am Rande: Hier eine Slide Guitar, dort orgelnde Keys. Kleine Akzente lockern den schweren Rock auf und sind begeisternde Zeugen von großartigem Songwriting.

Bei manchen Titeln denkt man sich beispielsweise am Anfang, dass man genau weiß, was als nächstes kommt. Doch weit gefehlt! Das norwegische Quintett überrascht immer wieder mit dem Bruch sämtlicher Konventionen, mit unerwarteten Effekten auf den Vocals und einer dichten, modernen Produktion. Das Ergebnis: Acht faszinierende Songs, ein starkes Album für alle Heavy-Rock-Freunde.


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Michael

Michael kam über die Konzertfotografie zu Whiskey-Soda und verbindet das Bildermachen gerne mit Konzertberichten und CD-Rezensionen. Als Chefredakteur für den Bereich Bluesrock mag er aber auch viele aus dem Blues entsprungene Genres wie diverse Metal-Spielarten. Daneben landen gerne Progressive- und Classic Rock und Americana auf seinem Drehteller, bevorzugt auf klassischem Vinyl. Wenn dann noch Zeit bleibt, findet ihr Michael bevorzugt im (Heim)Kino oder natürlich irgendwo da draußen zum Fotografieren. 

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