Kingsborough

Take The Ride

  • Artist: Kingsborough
  • Album: Take The Ride
  • Label:
  • Release: 2020-02-07
  • Medium:
  • Bewertung:1-

Enttäuschung.  

Nicht, weil die EP „Take The Ride“ (Eigenproduktion) schlecht wäre, sondern weil es eben nur eine EP mit lediglich vier Songs ist.

Kingsborough stammen aus der Nähe der kalifornischen Metropole San Francisco und versprühen mit ihrer Musik Westcoast-Flair. Relaxter Vintage-Blues für lange Autofahrten – nicht nur über die kalifornischen Highways. Schon der Opener ‚So High‘ macht extrem viel Laune mit seiner stimmungsvollen Mischung aus Southern Rock, bluesigem Rock’n’Roll und Roots. Die folgende balladenhafte Nummer ‚Open Invitation‘ explodiert nach verhaltenem Beginn im Verlauf mit groovenden Gitarren.

Frontmann Billy Kingsborough überzeugt mit seiner markanten Stimme, die amerikanische Kritiker schon mit Joe Cocker verglichen haben. Gitarrist Alex Leach liefert Großartiges: Riffs irgendwo zwischen ZZ Top, The Black Keys und Led Zeppelin.

Die Boogie-Nummer ‚Only Light‘ wird von ausgezeichneten Jam-Passagen dominiert, nicht ganz so eingängig wie die ersten beiden Songs, aber hier zeigt sich das breite songwriterische Spektrum der Amerikaner. Der vierte und leider schon wieder letzte Track ‚Across The Headlights‘ hat dann noch einmal Ohrwurmqualitäten. Mit seiner Mischung aus treibendem Rock, dezentem Country-Blues und Gute-Laune-Vibes lädt er uns Europäer ein, zumindest ein bisschen „California Dreaming“ zu betreiben. Diese EP macht Lust auf mehr Kingsborough und das nächste Studioalbum – und  natürlich auf die angekündigte Tour, wenn die Kalifornier auch bei uns ihren Roadtrip starten im Auftrag des Rock’n’Blues.

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Michael

Michael kam über die Konzertfotografie zu Whiskey-Soda und verbindet das Bildermachen gerne mit Konzertberichten und CD-Rezensionen. Als Chefredakteur für den Bereich Bluesrock mag er aber auch viele aus dem Blues entsprungene Genres wie diverse Metal-Spielarten. Daneben landen gerne Progressive- und Classic Rock und Americana auf seinem Drehteller, bevorzugt auf klassischem Vinyl. Wenn dann noch Zeit bleibt, findet ihr Michael bevorzugt im (Heim)Kino oder natürlich irgendwo da draußen zum Fotografieren. 

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