MADNESS mit Karriere-Retrospektive

Die britische Band Madness ist in ihrer Heimat eine unkaputtbare nationale Institution. Seit vier Jahrzehnten (mit einer „offiziellen“ Pause von 1986 bis 1992) steht der Mix aus Ska, Punk und Pop für eine Vielzahl an Briten genauso synonym für britische Hochkultur wie Eastenders, Doctor Who, Curries und piss-ups bei O’Neills. Die Begeisterung für die Band zieht sich dabei quer durch alle Generationen: Opa und Oma waren beim Ska-Revival selbst dabei und haben ein paar Zähne eingebüßt, Papa hat Mama auf einem der dem Madstock-Festivals geschwängert, und die Kids haben die Band mit ihren letzten beiden UK-Top-Ten-Alben ins Herz geschlossen. Tourneen sind grundsätzlich ausverkauft und die von der Band initiierten mehrtägigen Festivals „House Of Common“ und „House Of Fun“ sind festgesetzte Termine in den Fankalendern. Mit der Aktion, allen Krankenpflegern, Feuerwehrleuten, Polizisten und Lehrern freien Eintritt zu den Festivals zu gewähren, zeigen die Herschaften auch ungebrochenes Arbeiterklassenbewusstsein.

Für alle, die einen Einstieg in die musikalische Welt der Band suchen, erscheint am 17. November die neue Compilation „Full House – The Very Best Of“ als Doppel-CD, als 4LP-Set auf 180 Gramm-Vinyl mit speziellem Pop-Up-Klappcover und als digitaler Download. Das Album dokumentiert mit 42 Songs die Entwicklung der Band in chronologischer Reihenfolge, von ‚The Prince‘ (1979) bis zum 2017 veröffentlichten ‚Another Version Of Me’und natürlich jede Menge Klassiker aus der Zeit dazwischen wie ‚One Step Beyond‘, ‚Nightboat To Cairo‘, ‚Our House‘ (welches sogar in Deutschland zum Hit wurde), ‚It Must Be Love‘ oder ‚Tomorrow’s Just Another Day‘. Das Artwork stammt von Paul Agar, dessen „Cut-and-Paste“-Collagen auch schon die letzten Studioscheiben der Band stilsicher verpackten.

SaschaG

Verteidiger der uncoolen Musik: AOR, Symphonic Prog, Hardrock, Thrash- und Achtziger-Metal, Stax/Atlantic und Mainstream-Rock. Süchtig nach BBC-Serien und schrägem Humor. Findet, dass "Never Let Me Down" nur das viertschlechteste Bowie-Album ist und "Virtual XI" besser als alles, was Iron Maiden danach gemacht haben. 

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