LAINEY WILSON – Exklusiver Showcase zur Albumveröffentlichung

Wenn eine Plattenfirma mit blumigen und vielversprechenden Worten den Promo-Gig einer – zumindest in Europa – weitgehend unbekannten Künstlerin bewirbt, hat eine solche Veranstaltung den Hauch einer musikalischen Wundertüte.

Die amerikanische Country-Sängerin Lainey Wilson hat zu einem Online-Showcase anlässlich der Veröffentlichung ihres zweiten Longplayers „Sayin’ What I’m Thinkin’“ (BBR Music Group) eingeladen. Um Punkt 19.00 Uhr öffnet sich das  Streaming-Fenster und ein Vertreter der Plattenfirma stellt die junge Künstlerin vor. Im dezenten Flower-Power-Styling betritt die Musikerin, begleitet von Bassist und Gitarrist, die sehr schlichte Bühne. Der Schlagzeuger wurde offensichtlich in einem Nebenraum positioniert, wie ein Kameraausschnitt andeutet.

Los geht es mit dem Song “LA”, der nicht – wie der Titel nahelegt – von der Filmstadt handelt, sondern eine Hymne auf Wilsons Heimat Louisiana ist. Ab dem zweiten Lied „Dirty Looks“ begleitet sich die Sängerin bei den modernen und leicht rockig arrangierten Country-Songs selbst an der Gitarre. Trotz fehlenden Publikums zeigt sich die Band spielfreudig, die Sängerin flirtet mit der Kamera und die Füße wippen vorm heimischen Rechner im Rhythmus mit. Einzig der fehlende Applaus am Ende der Titel holt die Zuschauer in die Realität zurück. Knapp 20 Minuten später ist nach dem Streaming-Hit „Things A Man Oughta Know“ (allein 22 Millionen Plays bei Spotify) leider schon wieder Schluss.

Was bleibt aus der Wundertüte übrig? Eine sympathische und dynamische Sängerin mit kraftvoller Stimme, die musikalisch und optisch ein wenig an die frühe Sheryl Crow erinnert. Wenn die Live-Welt wieder durchstartet, wird Lainey Wilson sich mit Sicherheit auch auf dem eigentlich wenig Country-affinen europäischen Markt zahlreiche Freunde erspielen.

Das Album „Sayin’ What I’m Thinkin’“ ist schon etwas länger digital verfügbar, nun liegt auch eine physische Version – ausschließlich auf Vinyl – vor und kann u.a. hier bestellt werden.

Setlist:

  1. LA
  2. Dirty Looks
  3. Neon Diamonds
  4. Things A Man Oughta Know

 

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Wolfgang

Altenpfleger mit didaktischer Weiterbildung. Hört Rockmusik aus verschiedenen Genres und bis zu einem gewissen Härtegrad aus allen Jahrzehnten, hin und wieder auch eher ruhigere Singer/Songwriter. Geht oft auf Konzerte, aber leider nur noch selten auf Festivals. 

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