Kennt ihr schon … LAUSCH?

Lausch – das ist Alternative Rock aus Wien, der mit frischen, ungewöhnlichen Tönen und griffigen Lyrics überzeugt. Oder einfach: Alex Lausch (Gitarre, Lead Vocals) und Matthias Ledwinka (Drums, Backing Vocals) und Arnold Zanon (Bass, Backing Vocals). Alex und Matthias haben uns fünf launige Fragen beantwortet. Viel Spaß!


Gibt es eine Platte, die Ihr alle gemeinsam hören könnt, ohne Euch zu streiten?
Alex: Das ist so eine Art komplizierte Dreiecksbeziehung. Matthias und Ich haben einige Platten, die wir gemeinsam hören und alles ist gut. zb Barkmarket, Biffy Clyro oder auch Agent Fresco. Arnold und ich haben ebenfalls ein paar Platten, bei denen wir beide ausschließlich nicken. Das sind dann Scheiben aus den 80ern oder frühen 90ern. Auch Arnold und Matthias haben Musik, die sie verbindet. Aber alle drei gemeinsam haben wir kaum was, wo es nicht ausführlich etwas zu diskutieren gäbe.
Matthias: Ich denke unser gemeinsamer Nenner ist einfach die Musik, die wir gemeinsam machen. Und es gibt wohl einfach eine breite Basis an Stilelementen und Bausteinen, mit denen wir alle drei gern arbeiten. Wenn einer von uns im Proberaum etwas anspielt, dann haben die anderen im selben Moment schon ein Idee davon, was als nächstes passieren muss.

Was für Musik hört Ihr, wenn Ihr einen echten Scheißtag habt?
Alex: Da fällt mir ganz spontan Karnivool aus Australien ein. Wenn es ein richtiger Scheisstag ist, brauche ich was hartes, das in Mark und Bein geht. Derzeit macht an solchen Tagen die aktuelle Platte von Agent Fresco auch wirklich gute Laune, wenns nicht rund läuft um mich herum.
Matthias: Ich weiß gar nicht, ob ich die Musik nach meiner Laune auswähle, bei mir läuft fast immer irgendetwas. In letzter Zeit habe ich Bandcamp vermehrt für mich entdeckt, dort stöbere ich nach Gitarrenmusik und kaufe dann gern direkt bei den Bands ein. Das hebt meine Laune.

Ihr seid im Auto oder Bus unterwegs und ‚Bohemian Rhapsody‘ kommt im Radio. Was passiert?
Alex: Das ist ganz einfach. Ich dreh lauter, laber was von „Das sind Vorreiter, Pioniere, das muss man in- und auswendig, auf und ab kennen und singen.“ Arnold nickt gelassen, Matthias verdreht leicht aber bestimmt die Augen, dreht seine Kopfhörer lauter und arbeitet an seinem Laptop weiter. Typisch Grafiker. Haha.
Matthias: Ich müsste sowieso erst mal googeln was Bohemian Rhapsody eigentlich ist, vermutlich irgendeine böhmische Süßspeise. Aber wenn Alex übers Essen redet, steig ich prinzipiell aus. Und Arnold nickt dann sicher nicht gelassen, sondern teilnahmslos und verschlafen.

Wenn Ihr Songs schreibt, entsteht erst der Text, oder ist zuerst die Musik da?
Alex: Beide Fälle hatten wir schon. Es kommt schon mal vor, dass auf Grund eines Wortes oder einer Phrase die Basis für einen Song geschrieben wird. Meist gibt es aber zu Beginn ein Riff bzw einen musikalischen Part, dann ganz schnell einen Songtitel. Und von dort aus wird dann alles fertig geschrieben. Anfangs sehr assoziativ, dann später ganz konkret und ausformuliert.
Matthias: Beim neuen Album “Glass Bones” waren teilweise ungewöhnlich lang keine Vocals da, manche Songs hörte ich zum ersten Mal komplett, nachdem Alex sie im Studio eingesungen hatte. Das war spannend, weil die Songs somit vorher schon als Instrumentals perfekt funktionieren mussten und der Gesang setzte dem ganzen die Krone auf.

Wo wollen Lausch musikalisch nächstes Jahr um diese Zeit sein?
Alex: Auf Tour. Ganz klar. Hoffentlich bestellen wir auch gerade die zweite Auflage der Platte beim Presswerk. Das wird fein.
Matthias: Alex ist unser Mann für Ziele und Visionen. Ich sehe das alles eher allgemeiner und unverbindlicher. Ich möchte einfach nächstes Jahr auch noch Musik machen. Ebenso in 10 Jahren und auch in 50.

Lausch haben am 9. Oktober ihr neues Album ‚Glass Bones‘ herausgebracht. Die Rezension findet ihr an dieser Stelle.

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