Kennt ihr schon … ENTORIA?

Entoria sind eine jugendlich-frische Metalband aus München. Das rein männliche Schwermetall-Sextett versucht ihr ganz eigenes Ding zu machen, unter anderem mit deutschen Texten. Nach einer Findungsphase, einer Demo und zwei Musikvideos, beachtlichen Platzierungen bei regionalen Bandwettbewerben und jeder Menge Gigs haben die Herren Anfang des Jahrs ihr Debütalbum "Aschheim" herausgebracht. Gitarrist Marco hat uns einige Fragen beantwortet, um seine Band vorzustellen.

Whiskey-Soda: Stellt euch doch mal vor, wie habt ihr zusammengefunden?

Marco: Als die Besetzung noch unvollständig war, haben Steff und ich uns eines Abends zufällig in einer Bar am Tresen kennengelernt. Wir wollten beide etwas bestellen und während der Wartezeit sagte ich zu ihm, dass Jägermeister mit Fanta ziemlich gut schmeckt. Er hat mir nicht geglaubt, wir haben es zusammen getrunken und er gab mir recht. Einige Zeit später fragte er mich, ob ich als Gitarrist in seiner Band einsteigen wollte.

WS: Wie würdet ihr selbst euren Stil beschreiben. Was ist typisch, möglicherweise einzigartig an eurer Musik?

Manu: Eigentlich wollen wir uns auf keinen Substil festlegen. Unsere wichtigsten Einflüsse kommen aber aus dem Melodic-Death-Bereich, und weil viele Leute uns sagen dass wir auch nach Blackmetal klingen, geben wir als Genre meist MeloDeath/Black an. Aus dem Metal Bereich sollte man Bands wie Wintersun, Mercenary, Sylosis, Elvenking, Abrogation und Eisregen als Einflüsse nennen, sowohl lyrisch als auch musikalisch.

Ich als unser Komponist höre Musik aber wirklich querbeet, und man kann echt von überall her Inspiration bekommen. Interessante Melodieführung in einem Walzer aus der Frühromantik? Wird gemerkt. Spezielle Atmosphäre in einem alten Pop Song? Das bringt mich auf eine Idee! Besondere Klangtextur in einem Filmsoundtrack? Super, in der Richtung muss ich was entwickeln!

WS: Gibt es etwas, worauf ihr bei eurem Album besonders stolz seid, abgesehen natürlich von der Tatsache, dass ihr es auf die Beine gestellt habt?

Manu: Wir finden, für ein Erstlingswerk (und es ist für die meisten von uns auch die erste Band!) kommt es schon recht solide daher. „Aschheim“ ist abwechslungsreich und bildet uns stilistisch hoffentlich ganz umfassend ab, und macht vielleicht Lust auf alles, was da noch kommen mag.

WS: Was hat es mit dem Bandnamen auf sich?

Marco: Unsere Namenspatronin Entoria ist eine Figur aus der griechischen Mythologie. Sie war die Tochter eines italienischen Landmannes und Geliebte des Gottes Saturnus, mit dem sie vier Kinder hatte. Eines Tages brachte sie ihrem Vater bei, wie Wein gebraut wird. Als der Vater dem Rest des Dorfes das neue Getränk zu trinken gab, dachten die Dorfbewohner, durch den Alkohol berauscht, der Wein würde sie vergiften. Also haben sie Entorias Vater getötet. Später bestrafte Saturnus die Mörder, indem er die Pest über das Land schickte. Alles sehr tragisch!

WS. Hat es Vor- oder Nachteile, eine süddeutsche Death Metal Band mit deutschen Texten zu sein?

Manu: Unsere „weißwurschtige“ Herkunft hat bisher keine Rolle gespielt, weder positiv noch negativ. Ende 2019 und Anfang 2020 sind wir erstmals ein bisschen in Deutschland unterwegs, vielleicht könnnen wir dann was berichten. Wie wir von einer befreundeten Band mit ebenfalls deutschsprachigen Texten hörten, wird man tatsächlich schneller in eine gewisse Schublade gesteckt und unter Umständen entsprechend behandelt. Man muss sich nur ansehen, welche Vorbehalte es beispielsweise gegen Rammstein gibt. Uns selbst ist in der Richtung bisher zum Glück nichts widerfahren. Ein Nachteil, den wir bewusst in Kauf nehmen, ist natürlich die Beschränkung der Reichweite, die man sich auferlegt durch eine Sprache, die nicht so weitläufig verstanden wird wie Englisch. Der klare Vorteil aber ist, dass Deutsch nunmal unsere Muttersprache ist, und in
der textet es sich einfach unendlich viel besser!

WS: Was möchtet ihr unseren Lesern zum Abschluss mitteilen?

Entoria: In Bayern gibt’s koa schlechts’ Bier, weil a jeda’ Bierbraua’ stets schaugt, a guads‘ Bier zum brau’n.

Entoria sind:

Sven Mehrens: Vocals
Manuel Riffler: Gitarre
Marco Eichhammer: Gitarre
Stefan Deml: Bass
Thomas Huber: Keyboard
Armin Kiermeier: Schlagzeug

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DanielF

Harte Schale, weicher Kern. Chefredakteur und -metalhead in Personalunion und im "Nebenberuf" Sozialarbeiter, geht Daniels Geschmack von chilligem Americana (Cracker) bis zu kauzigem Indie-Rock (Eels), von klassischem Thrash (Metallica, Megadeth) bis modernem Death Metal (Deserted Fear), von opulent-schrägem Prog-Rock (Opeth, Gojira, Pervy Perkin) bis zu heftigstem Brutal Death Metal (Defeated Sanity, Wormed), von Bluesrock (Gary Moore, Anthony Gomes) bis Classic Rock (Alice Cooper, Queen) - um nur einen Teil zu nennen. Zudem hat er seit den frühen Neunziger Jahren ein leidenschafliches Faible für christliche Rockmusik in genau dieser stilistischen Bandbreite. 

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