Kaipa

Kaipa (Remastered)

  • Artist: Kaipa
  • Album: Kaipa (Remastered)
  • Label: Spv / Tempus Fugit
  • Release: 2015-05-29
  • Medium:
  • Bewertung:2

Progrock aus Schweden – da fallen den jüngeren Fans sicher zuerst Namen wie The Flower Kings ein, und damit wären wir auch schon bei Roine Stolt, dem fleißigen Gitarristen eben jener Blumenkönige, der nebenbei zuletzt noch mit Transatlantic auf der Bühne stand. Stolt gehört aber eben auch zur Originalbesetzung der schwedischen Progger von Kaipa. Und da sind wir dann doch wohl eher bei den etwas älteren Fans. Kaipa wurden 1975 gegründet und veröffentlichten damals auch gleich ihr erstes selbstbetiteltes Album. Zusammen mit dem Nachfolger „Inget Nytt Under Solen“ wurde diese legendäre Erstveröffentlichung jetzt neu gemastert und ist erstmalig seit zehn Jahren wieder auf CD erhältlich.

Kurz zur Musik, da vielleicht nicht jeder das Original von 1975 im Regal stehen hat: Kaipa gehören zu den unzähligen 70er-Progrock-Bands, die maßgeblich von Yes oder Genesis beeinflusst wurden. Lange Instrumentalpassagen, exzessive Keyboard-Arrangements (überwiegend Hammond-Orgel, aber auch Wurlitzer E-Piano und Davoli Synthesizer) und eingängige, zunächst noch nicht allzu komplizierte Melodien und Songstrukturen stehen hier im Vordergrund. Die Songs werden spieltechnisch brilliant vorgetragen, die wenigen Texte auf Schwedisch gesungen. Mit dem instrumentalen ‚Skogspromenad‘ enthält das Debütalbum auch gleich einen der ersten großen Radiohits der Schweden. Wer auf elegischen Prog im Yes-Stil steht, kommt hier voll auf seine Kosten.

Für Prog-Fans, die Kaipa bisher noch gar nicht im Regal stehen haben oder denen das lang vergriffene Album noch fehlt, stellt sich die Frage nach einem Kauf nicht, bietet sich hier doch die Gelegenheit, ein hervorragendes und auch heute immer noch frisches und innovatives Prog-Frühwerk einer großen Band zu erstehen. Wer das Album bereits besitzt, darf sich aber dennoch freuen: Die Remaster-Version klingt offener, druckvoller und lebhafter als die alte Veröffentlichung. Das Stereobild ist schon weit, die Instrumente und auch Hans Lundins Leadgesang sind präzise zu orten. Zusätzlich befinden sich auf dem Album noch zwei Bonustracks, die ebenfalls zur Entstehung der Platte im Jahre 1975 aufgenommen wurden und stilistisch dementsprechend wunderbar zum Rest passen.

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