Eternal (of Sweden)

Heaven’s Gate

Eternal (of Sweden) kommen, klar, aus Schweden und haben sich dem guten alten Schwedenstahl verschrieben. Doch halt, altbacken klingen die Mannen um Sänger Christer Gärds nicht, sondern bieten traditionellen, melodischen Metal mit moderner Schlagseite, viel Bombast und ein Brett von Sound (opulent von Peter Tätgren kreiert), der die Stärken der Band sehr gut in Szene setzt.

Der Opener „Ruins“ erinnert an Dream Evil, bis durch den kernigen Gesang und den mehrstimmigen Chorus der Vergleich wieder etwas verwässert und der Song mit seinen ruhigen Keyboardpassagen im Gegensatz zu den wuchtigen Parts zu einem feinen, düsteren Ohrwurm avanciert.

Flotte Nummern gibt es mit „Surrounded By Shadows“ und „The Purity Inside“, eine tolle Halbballade und weiblichem Stimmgegenpart mit „Angel“ sowie wuchtige Midtempo-Stampfer der Marke „Eternal Fire“. Schwere Riffs, hymnenhafte Melodien und Keyboardteppiche mit rauem Gesang made in Sweden funktioniert hervorragend seit den 2000ern und auch auf dem Zweitling von Eternal (of Sweden).

Die Songs gehen allesamt schnell ins Ohr und punkten durch angenehm zurückgehaltenen Kitsch, der in der Szene ja gern mal zum Einsatz kommt. Stattdessen setzt die Band auf eine dunklere Grundfarbe und abwechslungsreiche Songs. Genau so muss es sein, auch wenn Songtitel und Lyrics nicht unbedingt innovativ sind, positiv formuliert aber stilistisch passend.

Freunde des modernen Schwedenstahls der Marke Nocturnal Ritels, Tad Morose oder auch Dream Evil finden bei Eternal (of Sweden) definitiv ein akustisches Zuhause.

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