Thundermother

Heat Wave

  • Artist: Thundermother
  • Album: Heat Wave
  • Label:
  • Release:
  • Medium:
  • Bewertung:2

Was den hart rockenden Jungs Airbourne sind, sind Rockerbräuten Thundermother. Ihr kennt Thundermother nicht? Dann wird es Zeit, daß sich das ändert! Die Gemeinsamheit der beiden Bands? Rifflastiger, angebluester Hard Rock à la AC/DC. Während Airbourne mit den beiden O’Keefe-Brüdern aus der Heimat von AC/DC kommen, stammen die vier Ladies von Thundermother aus dem Land von ABBA und Europe. Von kühlen Skandinavierinnen kann allerdings nicht die Rede sein, die Mädels rollen mit ihrem vierten Album „Heat Wave“ einen heißes Sommer-Rock-Album aus. Mit der neuen Sängerin Guernica Mancini am Mikrofon klingt der knallige Mix aus Hard Rock und Blues mit einem Schuss Metal und Punk astrein!

„Loud And Alive“ sind die vier Mädels, die in Kürze mit einem umgebauten Feuerwehrauto auf Deutschland-Tour kommen. Die Rockband von Welt mit Trucker-Genen plant für den Ernstfall vor und lässt sich nicht von einem schnöden Corona-Virus die Tour vermasseln! „Loud And Alive“ ist ein frischer Uptempo-Rocker ohne viel Schnörkel, der den Hörer aber direkt abholt. „Dog from Hell“ hat eine verrauchte Blues-Stimmung, der Vergleich zu AC/DC liegt sehr nahe. Ein wenig weicher, ein wenig melodiöser – und schon klingt das Ganze alles andere als nach einem billigen Abklatsch.

„Back In 76“ läßt den Autor dieser Zeilen natürlich schon wegen dem Titel nicht kalt. Toller Jahrgang, toller Rocker! „Into The Mud“ variiert die Mischung ein wenig. Beim Tempo noch einen Gang hochgeschaltet, ein bißchen dreckiger (Mud!!) und schon fühlen sich alle Punkrocker pogowohl. Der Titeltrack flüstert einem dann wieder „Angus, Brian, Malcolm“ zu. Perfekter Groove, tolles Summer-Feeling. Da vermisst man die Festivalbühne noch eine Spur mehr als sonst. Mit „Sleep“ und „Purple Sky“ sind außerdem chillige Rock-Balladen am Start, Trucker brettern mit „Driving In Style“ über die Landstraße, „Free Ourselves“, „Ghosts“ und „Mexico“ sind launige Blues-Rock-Nummern mit Ohrwurm-Qualitäten.

Fazit: Die vier Ladies aus dem hohen Norden bringen in diesem festivallosen Sommer die perfekte Hitzewelle für alle Rocker – und den Feuerwehrtruck zum Löschen gleich mit. Seht euch die Mädels live an, wenn ihr die Gelegenheit habt. Ansonsten: Am Besten mit einem kühlen Bierchen am Strand oder im Cabrio genießen!

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DanielF

Harte Schale, weicher Kern. Chefredakteur und -metalhead in Personalunion und im "Nebenberuf" Sozialarbeiter, geht Daniels Geschmack von chilligem Americana (Cracker) bis zu kauzigem Indie-Rock (Eels), von klassischem Thrash (Metallica, Megadeth) bis modernem Death Metal (Deserted Fear), von opulent-schrägem Prog-Rock (Opeth, Gojira, Pervy Perkin) bis zu heftigstem Brutal Death Metal (Defeated Sanity, Wormed), von Bluesrock (Gary Moore, Anthony Gomes) bis Classic Rock (Alice Cooper, Queen) - um nur einen Teil zu nennen. Zudem hat er seit den frühen Neunziger Jahren ein leidenschafliches Faible für christliche Rockmusik in genau dieser stilistischen Bandbreite. 

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