Die frühen Jahre von VAN HALEN im Buch

Schon in den Siebzigern definierten die Brüder Eddie und Alex Van Halen, Bassist Michael Anthony und Sänger/Sexgott David Lee Roth das, was einige Jahre später als „Glam Metal“ bekannt werden sollte: unter dem Namen Van Halen verband das kalifornische Quartett die Energie von Kiss und Montrose, die Gute-Laune-Attitude der Beach Boys, bislang ungehört virtuose Gitarrenarbeit mit ebenso ungehört fettem Sound – und dazu das Großmaul, die akrobatischen Einlagen und das Charisma der glitzernden Frontdiva „Diamond Dave“. Wie aber so oft, war nach nur wenigen Jahren bereits wieder Schluß: Egos, Drogen, Groupies und [i]noch[/i] ein paar mehr Drogen forderten ihren Tribut. Ja, Van Halen sollten zwar weiterbestehen und mit Sammy Hagar am Mikrofon gar noch erfolgreicher und musikalisch vielseitiger werden, doch für viele Fans gilt das Original-Line-Up bis heute als die definitive Inkarnation von Parties, Gute-Laune-Rock und Larger-Than-Life-Persönlichkeiten.

Unter dem Titel „Teufelspakt – Die Ära mit David Lee Roth“ (Original: „Running With The Devil“ – klar, irgendwie!) beschreibt der Autor Noel E. Monk seine Zeit mit Van Halen in den Jahren 1978 bis 1985. Monk war zuerst als Tourmanager und danach als Personal Manager für die Band tätig und hatte zuvor die Sex Pistols auf ihrer berüchtigten US-Tour betreut. Laut eigener Aussage stellten die Exzesse von Van Halen allerdings selbst die Punk-Legenden klar in den Schatten… Der österreichische Hannibal-Verlag veröffentlicht das Buch nun im März 2018 auch erstmals in deutscher Sprache. Auf 392 Seiten, davon acht Seiten mit Fotos, kann man somit die wilden Zeiten aus erster Hand erzählt miterleben, egal, ob man nun damals bereits Fan der Band war oder sich heute quasi aus „historischen“ Gründen für die zu den wegweisendsten Hardrockbands überhaupt gehörenden zählende Combo interessiert. Dazu kommt, dass „Teufelspakt – Die Ära mit David Lee Roth“ das bislang erste biografische Werk über Van Halen darstellt, welches in deutscher Sprache erscheint – sofern man nicht die (ebenfalls empfehlenswerte!) Autobiografie „Red“ von Roth-Nachfolger Sammy Hagar hinzuzählen möchte, in dem Van Halen aber nur eine der vielen Stationen markierten.

Der Rolling Stone urteilte über das Buch : „Monk malt das überzeugende Bild einer brillanten, von Drogen benebelten jungen Band, für die nur das Hier und Jetzt zählte.“

SaschaG

Verteidiger der uncoolen Musik: AOR, Symphonic Prog, Hardrock, Thrash- und Achtziger-Metal, Stax/Atlantic und Mainstream-Rock. Süchtig nach BBC-Serien und schrägem Humor. Findet, dass "Never Let Me Down" nur das viertschlechteste Bowie-Album ist und "Virtual XI" besser als alles, was Iron Maiden danach gemacht haben. 

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