Primal Fear

Angels Of Mercy – Live In Germany

  • Artist: Primal Fear
  • Album: Angels Of Mercy – Live In Germany
  • Label: Frontiers Records
  • Release: 2017-06-02
  • Medium:
  • Bewertung:2+

Manchmal schreibt sich so ein Review fast von selbst. Zum Beispiel beim aktuellen Livealbum von Primal Fear. Denn schon bei den Studioscheiben weiß man im Voraus, was man bekommt, und niemand erwartet ernsthaft, daß die Jungs mit Bootlegsound oder massiven Spielfehlern aufwarten, oder?

So gibt’s eben 76 Minuten urtypischen Primal Fear-Stoff ohne Überraschungen oder Veränderungen, bei gutem, wenn auch für ein Livealbum zu klinischem Sound, mit so ziemlich allen Hits von ‚Final Embrace‘ (gleich als Opener) über ‚Metal Is Forever‘ und ‚Angel In Black‘ bis zu neuen Songs wie ‚Rulebreaker‘. Ralf Scheepers klingt immer noch exakt so kraftvoll und variabel wie vor über dreißig Jahren bei Tyran Pace, und auch der Rest der Band läßt nix anbrennen. Nur vom Publikum ist so gut wie nix zu hören, weshalb so richtige Party-Atmosphäre nicht unbedingt ‚rüberkommt. Aber, so ist das bei Primal Fear eben, die Studioalben klangen auch schon immer digital überzüchtet, und auch wenn ich mir persönlich ein wenig mehr Dreck wünschen wurde, passt das Ganze schon zu der Judas Priest-meets-Accept-Mucke der Band, und die Originale klingen ja schon seit Ewigkeiten genauso künstlich.

Viel mehr fällt dazu nicht ein, auch trotz fehlender Liveatmosphäre eine coole Best Of-Scheibe, die einfach Laune macht. Natürlich kein angehender Klassiker wie „Live And Dangerous“ oder „Live After Death“, aber für Primal Fear-Fans und generell alle Traditions-Teutonenmetaller ein schönes Häppchen für zwischendurch. Passt.

SaschaG

Verteidiger der uncoolen Musik: AOR, Symphonic Prog, Hardrock, Thrash- und Achtziger-Metal, Stax/Atlantic und Mainstream-Rock. Süchtig nach BBC-Serien und schrägem Humor. Findet, dass "Never Let Me Down" nur das viertschlechteste Bowie-Album ist und "Virtual XI" besser als alles, was Iron Maiden danach gemacht haben. 

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