Impending Doom

The Sin and Doom Vol. II

  • Artist: Impending Doom
  • Album: The Sin and Doom Vol. II
  • Label: Entertainment One / SPV
  • Release: 21/06/2018
  • Medium:
  • Bewertung:4+

Fünf Jahre nach ihrem letzten Werk „Death Will Reign“ legen die kalifornischen Deathcore-Herren von Impending Doom ihr sechstes Studioalbum mit dem etwas sperrigen Titel „The Sin and Doom Vol. II“ vor. Der Titel spielt auf die von der Band selbst veröffentlichten EP „The Sin and Doom of Godless Men“ von 2005 an bzw. schliesst an diesen an.

Metalcore bzw. Deathcore ist dieser Tage ein Massenphänomen, bei dem sich Bands schwer tun, durch Eigenständigkeit aus der Flut an Bands und Veröffentlichungen hervorzustechen. Impending Doom zählen nach August Burns Red und As I Lay Dying zu den bekannteren Bands aus der christlichen Metalszene, dementsprechend ist die Auseinandersetzung mit christlichen Texten oder Themen aus christlicher Perspektive durchaus ein Alleinstellungsmerkmal. Und natürlich das von der Band selbst entworfene „Repentagramm“, ein neunzackiger Stern in Abwandlung des okkulten Pentagramms, das sich auch auf dem stimmungsvollen Cover Artwork von Colin Marks (Fleshgod Apocalypse, Whitechapel) wiederfindet. So weit, so gut. Doch wie sieht es mit der Musik aus?

Während viele Metalcore-Bands ihren Reiz aus der Wechsel von Growls und klarem Gesang sowie melodischen Zwischensequenzen ziehen (teils auch im Deathcore-Genre), bleiben Impending Doom durchgehend bei Growls und Screams und auch von Melodik ist nicht viel zu hören. Das ist nicht per se ein Problem, den aufregende Variationen sind auch bei aller Härte möglich. Leider gelingt den Jungs aus Kalifornien das aber auch auf ihrem neuesten Album nicht. Klar, es gibt Riffs, Growls, Breakdowns und sogar mal einen eingestreuten Synthesizer und ähnliches, aber alles in allem bleibt „The Sin and Doom“ dennoch sehr blass. Wer ohnehin nicht genug vom Genre kriegen kann, wird diese Einschätzung womöglich nicht teilen, schlecht ist das Album nicht, aber doch sehr durchschnittlich. Fazit: Es gibt zahlreiche bessere Genre-Bands wie All Shall Perish, Killswitch Engage, August Burns Red, Architects oder The Acacia Strain.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.