Michaels Jahresrückblick 2017: Gill Landry, Ghost, Night Of The Prog Festival und anderes

Bluesrock-Chef Michael hört natürlich nicht nur Blues, sondern neben Classic- und Southern-Rock auch gerne mal energiegeladenen Metal. Der persönliche Jahresrückblick mit einigen besonders oft im Player gelandeten Alben, die Erinnerung an grandiose Konzerte und Festivals, aber auch der Ausblick auf 2018 und die Erwähnung des musikalischen Nachwuchses – das alles in Michaels kleinem persönlichem Jahresrückblick.


Los geht es auch gleich mal mit einer Scheibe, die mal so gar nicht zum Blues gehört. Ein galaktisch gutes Ding des Jahres 2017 war auf jeden Fall die letzte Veröffentlichung der skandinavischen Supergroup um Soilwork Frontmann Björn Strid: Im Mai 2017 überraschten die Schweden von The Night Fly Orchestra mit ihrem dritten Longplayer „Amber Galactic“, einer wunderbaren und hochgradig ansteckenden Mischung aus Classic-Rock, AOR und einer gehörigen Portion 80er-Jahre-Retro.

Wer es lieber ruhig, entspannt, aber auch etwas melancholisch und düster mag, dem sei noch einmal die 2017er-Scheibe „Love Rides A Dark Horse“ des amerikanischen Singer/Songwriters Gill Landry ans Herz gelegt, der es wie kein zweiter versteht, wehklagende Americana, Country und Blues zu einem unter die Haut gehenden Mix zu verschmelzen, bei dem man mehr als einmal glauben könnte, eines der späten Johnny Cash Alben zu hören. Ein Blueshighlight, das sich kein Genrefan entgehen lassen sollte.

Unlängst rezensierten wir auch das neue Album des Sängers und Gitarristen Carmen Sclafani mit seiner Band Wiser Time. Der Musiker mit dem weiblichen Vornamen legte mit „Within“ ein grandioses Bluesrock-Album im Neil Young Stil hin, das für unseren Bluesrock-Chef ebenfalls zu einem der besten des vergangenen Jahres zählt. 2017 war ein musikalisch sehr abwechslungsreiches Jahr, in dem im Bluesbereich wieder einmal vor allen Dingen die kleineren Bands mit tollen Veröffentlichungen überraschen konnten, neben den oben schon erwähnten überzeugten auch SweetKiss Momma, Seth Walker, Stray Train, Hogjaw, Rust On The Rails oder The Voodoo Fix mit neuen, tollen Scheiben.

Musik von CD oder (insbesondere auch sehr gerne) Vinyl-Schallplatte ist ja schön und gut, aber kann nicht die Energie und das transportierte Gefühl einer packenden Live-Performance ersetzen. Darum sollen hier natürlich auch Michaels persönliche Live-Highlights des vergangenen Jahres aufgelistet werden (in keiner bestimmten Reihenfolge):

Im Mai sorgten Ghost in Hamburg für eine mitreißende vorverlegte Geisterstunde an der Reeperbahn. Hier könnt ihr noch einmal unseren Konzertbericht lesen. Die Live-Auftritte vieler der bereits oben genannten kleineren Bluesrock-Bands sorgten ebenfalls immer für zufriedene Gesichter beim Rezensenten und Publikum. Im Metalbereich legten Battle Beast gemeinsam mit Majesty, aber auch die Urgesteine von Metal Church rundum gelungene Auftritte hin, die wieder einmal zeigten, dass Live-Musik durch nichts zu ersetzen ist.

IMG_5343.jpg „Auch dieses Jahr war das Progressive-Rock-Fest Night Of The Prog Festival im Loreley Amphitheater am Mittelrhein wieder DAS Erlebnis für alle Progger. Dieses Jahr überzeugten legendäre Bands wie Yes, Marillion und Drum-Genie Mike Portnoy mit energiegeladenen Auftritten, während insbesondere auch die familiäre Umgebung und Atmosphäre dieses Festival zu etwas ganz besonderem machen. Wir freuen uns auf 2018 und schon bestätigte Gäste wie Big Big Train, Camel, Gentle Knife oder The Sea Within, dem neuen Art-Rock-Projekt von und mit Roine Stolt und Daniel Gildenlöw.

Wer auf progressiven, technischen Death-Metal steht, für den war auch 2017 das Euroblast Festival in Köln die perfekte Gelegenheit, drei Tage lang die Nackenmuskulatur zu beanspruchen und großartige Auftritte von Bands und Künstlern wie Devin Townsend, Twelve Foot Ninja, Textures oder The Hirsch Effekt zu erleben. Und natürlich unser Highlight A Kew’s Tag mit ihrem grandiosen Akustik-Prog. Wer mit nur mit dem akustischen Sechssaiter bewaffnet auf ein Death-Metal-Festival fährt, ist unser persönlicher Held 2017! Auch für 2018 verspricht das Euroblast wieder ein tolles Line-Up in der Kölner Essigfabrik, unbedingt schon einmal für den Herbst vormerken.

Zum Schluss noch ein paar Geheimtipps, persönliche Highlights und Empfehlungen für das kommende Jahr:

Die Bremer Band Könige Im Exil stellte diesen Herbst ihr äußerst gelungenes Debütalbum vor, das mit rauem Alternative-Rock und insbesondere hervorstechenden lyrischen Texten überzeugen kann. Wir wünschen den Jungs alles Gute für die Zukunft und hoffen auf noch viele weitere Alben und vor allen Dingen Liveauftritte.

Wer es lieber metallisch mag und insbesondere die norddeutsche Bandszene unterstützen möchte, der kann sich schon mal den 09. und 10. November 2018 vormerken, wenn es im urigen Bremer Blues- und Rockclub Meisenfrei wieder rundgeht beim Bremer Metal Fest, einer rundum gelungenen traditionellen Veranstaltung des Local-Radio Bremen. Zwei Tage lang darf zu einer Vielzahl auftretender Bands aus allen Bereichen des Metals kräftig geheadbangt und gemosht werden. Im zurückliegenden Jahr bestritten unter anderem Clear Sky Nailstorm, Noise Forest und die italienischen Power-Metaller Tarchon Fist das Programm.

Für alle Bluesrock-Fans aus dem Norden sei des Gut Sandbeck Open Air erwähnt, ein kleines, aber hochkarätiges und sehr familiäres Bluesfestival auf einem alten Rittergut. Neben lokalen Rock- und Bluesbands sorgte dieses Jahr Udo Lindenberg Gitarrist Hannes Bauer für gute Laune und groovenden Gitarrenrock. Am 03. und 04. August 2018 steigt das Festival zum fünften Mal in der kleinen Stadt Osterholz-Scharmbeck in der Nähe von Bremen.

Es bleibt also spannend und vor allen Dingen auch musikalisch. Whiskey-Soda wird auch 2018 für euch wieder von der vordersten Front berichten. Michael freut sich auf viel Rock, Blues, Metal und die eine oder andere Überraschung.

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