Crossplane

Masturboned

  • Artist: Crossplane
  • Album: Masturboned
  • Label: 7hard
  • Release: 2015-04-10
  • Medium:
  • Bewertung:2+

„Wir sind Crossplane und wir spielen Rock’n’Roll!“ Mit dieser kernigen Aussage traten die vier Jungs aus Essen im Spätsommer 2013 mit ihrem Debütalbum „Class Of Hellhound High“ vor ihr Publikum und eroberten die Rock’n’Roll-Welt im Sturm. Rotzigen, bodendenständigen Rock mit ein paar Metal Attitüden haben sich Crossplane auf ihre Fahnen geschrieben, und genau den liefern sie erwartungsgemäß natürlich auch mit ihrem neuen Album „Masturboned“ wieder ab.

„Masturboned“, das sind 16 Songs, kaum einer länger als drei Minuten mit kaum anspruchsvolleren Texten als ‚We are Crossplane / and we live for rock’n’roll‘ oder ‚Every girl loves me / and every girl calls me masturboned‘. Aber wer hier etwas anderes sucht oder erwartet, ist schlicht und einfach bei der falschen Band gelandet. Hier geht es nicht um komplexe Texte oder verschachtelte Melodien. Wie sie selbst schon sagen: Crossplane spielen Rock’n’Roll, und den spielen sie so verdammt geradlinig, rotzig, dreckig und ehrlich, dass es einfach nur Spaß macht, ihnen dabei zu lauschen. Schnelle treibende Bässe, knallige Drums und die rauen und mehr als nur einmal an Lemmy und Motörhead erinnernden Vocals von Frontmann Celli Rockshit verbinden sich hier zu einem mitreissenden Rock’n’Roll-Paket. Der schon im Debütalbum reichlich vorhandene Groove kommt hier noch besser zur Geltung, die Songs halten sich nicht lange mit Spielereien oder überflüssigem Schnickschnack auf. Da liegt der Rock im Blut und will raus. Mit voller Lautstärke.

‚Nothing is real only illusion / nothing is real only confusion‘ heißt es im Song ‚Bumsucker‘. Da müssen wir Celli Rockshit und seinen Mannen aber mal klar widersprechen: Crossplane und ihre Musik sind sehr real, jederzeit greifbar und treffen mit „Masturboned“ mitten ins Schwarze. Sicher könnte man an dieser Stelle anbringen, dass manche Titel doch recht ähnlich gestrickt sind und die großen Überraschungen ausbleiben, dass ein paar längere Soli oder Breaks für mehr Abwechslung gesorgt hätten, dass das Genre nicht wirklich neu erfunden wird, aber im Grunde braucht so etwas auch niemand auf einem solchen Album. Vollgas und durch.

‚Now you realize / it’s the real life / everything’s gonna be allright!‘. In der Tat, alles wird gut. Gebt uns mehr. Manchmal darf man auch einfach nur abgehen, drauf los rocken und den grauen Alltag vergessen. Und dabei Crossplane hören und Spaß haben. Dieses Album sollte im Stil des derben rotzigen Rock’n’Roll eigentlich im Pack mit einer Palette Dosenbier verkauft werden.

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