Kennt Ihr schon… THE GOVERNORS?

Die Münchner Formation The Governors ist nach einigen Jahren Pause zurück, um mit ihrer neuen Single "Luck Be A Lady" das Indieversum aufzumischen. In der Hinterhand: ein Newcomer-Preis, reichlich Bühnenerfahrung, die hochgelobte EP "Apollo" und ein Plattenvertrag. Wir haben den vier Jungs anlässlich der Single-Veröffentlichung ein wenig auf den Zahn gefühlt um herauszufinden, was uns demnächst aus dem Hause The Governors erwartet.

Wie schwierig war es, nach mehreren Jahren (Zwangs-)Bandpause musikalisch wieder zusammenzufinden?

Tatsächlich war es nicht wirklich schwierig für uns, wieder zusammenzufinden, da wir schon immer nicht nur eine Band, sondern enge Freunde waren. Wir hatten seit Gründung in den ersten drei Jahren eine grandiose Zeit, die uns sehr zusammengeschweißt hat. Durch die Entfernung, die in den Jahren der Pause teilweise zwischen uns lag, war es natürlich eine Herausforderung ein Konzept zu entwickeln, an neuen Songs zu arbeiten und sich abzustimmen, um wieder voll angreifen zu können. Da es für uns aber nie ein Thema war mit der Musik aufzuhören – und aufgrund der Fülle an Kommunikationsmöglichkeiten heutzutage – ist uns das zum Glück ganz gutgelungen.


Wie hat sich Euer Sound verändert – verglichen mit der Zeit vor der Pause?

Wir haben generell Synthesizer und alles Elektronische bewusst wieder aus den Songs rausgenommen und uns entgegen dem Trend immer elektronischer zu werden wieder auf die klassische Indie-Instrumentierung Gitarre – Bass – Drums konzentriert. Damit das Ganze trotzdem auch eine gewisse Tiefe bekommt, arbeiten wir vor allem mit den Gitarren teilweise in einem sehr halligen und polytonalen Bereich mit atmosphärischen, schwebenden Sounds. Man kann eigentlich sagen, dass wir uns in unserer Anfangszeit musikalisch immer zwischen US Alternative und Indie Rock bewegt haben. Im Rahmen der Überarbeitung unseres Sounds haben wir uns dann entschieden, uns nicht auf eine Musikrichtung festzulegen sondern einfach mal unsere beiden Einschläge zu kombinieren. Was dabei rauskam, kann man sich als eine Mischung aus direkten, catchigen Refrains zu einer Instrumentalisierung in britischer Indie-Attitüde vorstellen.


Eure Comeback-EP „Apollo“ hat Euch direkt einen Plattenvertrag beschert. Was war das für ein Gefühl?

Wir waren generell von der Resonanz auf „Apollo“ überwältigt. Es waren ja nicht nur die ersten Songs mit neuem Sound, sondern auch die ersten Lieder, die wir seit 2014 veröffentlich haben. Natürlich waren wir anfangs daher auch etwas gespannt, wie unsere musikalische Entwicklung bei den Hörern ankommt. Nach viel positiver Presse und zahlreichen Auftritten war der Plattenvertrag dann das i-Tüpfelchen, das uns auch gezeigt hat, dass wir uns mit unserem musikalischen Ansatz scheinbar in die richtige Richtung bewegen. Als wir den Plattenvertrag in den Händen hielten war es für uns ein kleiner Traum, der in Erfüllung ging. Es ist einfach ein schönes Gefühl bei allem, was man macht, nicht nur die Unterstützung der Hörer sondern auch eines Partners zu haben, der berät und unterstützt.


Aktuell seid Ihr mit der Single „Luck Be A Lady“ am Start. Habt Ihr noch weitere Songs in petto, und wann wird es ein komplettes Album von Euch geben?

Ja, die haben wir. Wir waren im Oktober im Munich Sessions Studio in München und haben zwei neue Songs aufgenommen. Neben “Luck Be A Lady” folgt somit sicher eine weitere Veröffentlichung im Frühjahr 2020. Darüber hinaus haben wir in den letzten Monaten intensiv an weiteren Ideen gearbeitet, die teilweise in eine ähnliche Richtung gehen, teilweise aber auch ganz neue Elemente aufgreifen. Mittlerweile haben wir ca. 15 unveröffentlichte Nummern in petto, die wir gezielt in einem Songwriting-Urlaub Anfang kommenden Jahres weiter ausbauen wollen. 2020 wird es somit mit Sicherheit neben der zweiten Single noch weitere Veröffentlichungen geben. Ob es sich dabei um weitere Singles, eine EP oder ein Album handelt, hängt ganz von der Entwicklung der Songs und unserem Gefühl diesbezüglich ab.


Ihr hattet bereits einige Highlights in Eurer Karriere: Beste Nachwuchsband Bayerns 2014, Konzerte mit Juli und Jupiter Jones, Gigs in ganz Europa. Wie kann das 2020 noch getoppt werden?

Generell sind wir zunächst einfach unendlich dankbar für alles, war wir schon erleben durften, und dass unser musikalisches Schaffen Gehör findet. Das ist ja heute bei der Masse an Künstlern absolut keine Selbstverständlichkeit mehr. Natürlich wollen wir aber jetzt, wo wir zurück sind, auch wieder richtig Gas geben. In den nächsten Jahren ist es unser großes Ziel die gesamte Republik zu bespielen und unsere Hörerschaft deutschlandweit weiter auszubauen. Vor allem im Festivalbereich wollen wir uns weiter festsetzen. Es stehen auch bereits weitere Releases und Kooperationen an – eine zweite Deutschland-Tour steht auch im Raum. Diesbezüglich sind wir auch aktuell in diversen Gesprächen mit Booking Agenturen, um die Organisation insgesamt etwas zu erleichtern. Es ist mittlerweile einfach so, dass eine Band nicht mehr nur zusammen Musik machen bedeutet, sondern eher wie ein kleines Unternehmen mit zahlreichen Aufgaben auch fernab der Musik zu sehen ist.

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Foto: Julian Wolff

dieChris

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