DEATHROW endlich auf CD und wieder als Vinyl!

Seit bekannt wurde, daß der Backkatalog von Noise Records mit einer Serie von Reissues bedacht werden würde, standen vor allem die Alben zweier Bands bei vielen Metalheads auf den Wunschlisten ganz oben. Einmal die innovativen Schweizer Coroner – offen gesagt, ein kaum realistischer Wunsch, da die Band hat die Rechte an den Alben selbst in der Hand hat und auch vor einigen Jahren – mittlerweile schon weder längst vergriffene – Neuauflagen veröffentlicht hat. Ebenfalls ganz oben: die ersten drei Alben der Düsseldorfer Deathrow, die allesamt zu den Höhepunkten des ersten nationalen Thrash-Movements gehörten. Trotz typisch „teutonischem“ Getrümmer zeigten sich Deathrow zwar genauso ultraschnell und aggressiv, aber schon in der Frühphase weit flexiber und, nun ja, weniger chaotisch als beispielsweise Kreator oder Sodom. Deathrow waren dank mitgröhlbarer Refrains und melodischer Gitarrenarbeit eher das Bindeglied zwischen frühen Tankard und den ersten beiden Rage-Alben. Zwar gab es vor ein paar Jahren die ersten beiden Alben über ein niederländisches Kleinstlabel zu kaufen, doch die geringe Auflage sorgte dafür, daß man sich auch für diese Versionen dumm und dämlich zahlen musste. Um den Ärger zu vergrößern, waren besagte Re-Releases eher von dubioser Qualität: von eher mitteltollen Quellen übernommen (sicher nicht von Original-Masterbändern!) und beim Remastern zusätzlich mit übertriebener Kompression und unangenehm geboosteten Höhen bis zum Zerren versehen worden. Kurz, den Underground-Klassikern unwürdig.

Aber, Freude, liebe Gemeinde, Freude! „Riders Of Doom“, „Raging Steel“ und das technischer, aber nicht minder fett ausgefallene „Deception Ignored“ sind ab 30. März 2018 wieder für alle Metaller erschwinglich und ganz regulär ohne Bootlegverdacht auf Vinyl und CD wieder erhältlich – und zwar im Rahmen der „Noise lebt!“-Kampagne, die uns auch die definitiven Wiederveröffentlichungen der Kreator-, Tankard-, Running Wild-, Voivod– und Celtic Frost-Backkataloge gebracht hat.

Somit sollte endlich auch in Sachen Deathrow alles in Butter sein: die bisherigen Noise-Reissues waren allesamt von oberster Qualität, und es gibt keinen Grund, anzunehmen, daß es hier anders aussehen wird. Für die aktuellen Neuausgaben wurden die Scheiben endlich neu von den Mastertapes gezogen – das Ergebnis wird also diesmal den Originalen treu bleiben. Auch in Sachen Aufmachung gibt’s die gewohnte Noise-Reissue-Qualität: wie üblich, gibt’s Linernotes von der Band, jede Menge Fotos, die Lyrics (laut Ansage erstmals komplett…) und, in der LP-Variante, farbiges Vinyl. Als CD-Bonus spendieren Deathrow und Noise noch eine ganze Reihe Demos, Livesongs und Proberaummitschnitte, so daß der Fan von knackigem Old-School-Thrash hier ein wertiges und für die Ewigkeit geschnürtes Paket in die Arme schließen darf.

Die Tracklists:

Raging Steel

1. The Dawn
2. Raging Steel
3. Scattered By The Wind (Part 1)
4. Scattered By The Wind (Part 2)
5. Dragon’s Blood
6. The Thing Within
7. Pledge To Die
8. Mortal Dread
9. The Undead Cry
10. Beyond The Light
Bonus Tracks
11. Intro. (demo)
12. Slaughtered (demo)
13. Violent Omen (demo)
14. Riders Of Doom (demo)
15. Samhain (demo)
16. Yigael’s Wall (live)

Riders Of Doom

1. Winds Of Death
2. Satan’s Gift
3. Riders Of Doom
4. Hell’s Ascent
5. Spider Attack
6. Slaughtered
7. Violent Omen
8. Dark Tales
9. Samhain
Bonus Tracks
10. Hell’s Ascent (demo)
11. Samhain (demo)
12. Riders Of Doom (demo)
13. Night of The Wolf (rehearsal)
14. Run (rehearsal)
15. Screams of Pain (rehearsal)

Deception Ignored

1. Events In Concealment
2. The Deathwish
3. Triocton
4. N.L.Y.H.
5. Watching The World
6. Narcotic
7. Machinery
Bonus Track
8. Bureacrazy

SaschaG

Verteidiger der uncoolen Musik: AOR, Symphonic Prog, Hardrock, Thrash- und Achtziger-Metal, Stax/Atlantic und Mainstream-Rock. Süchtig nach BBC-Serien und schrägem Humor. Findet, dass "Never Let Me Down" nur das viertschlechteste Bowie-Album ist und "Virtual XI" besser als alles, was Iron Maiden danach gemacht haben. 

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