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Theatre Of Tragedy - Geständnisse

Was würdet ihr sagen, wenn ihr das redaktionsinterne Hauen und Stechen für Euch gewinnt und quasi durch Bodychecks, knallharte linke Haken und rechte Gerade für das Interview mit der Traumfrau Liv Kristine Espenaes von Theatre Of Tragedy qualifiziert habt? Genau, das blaue Auge, von Soda verpasst bekommen, schmerzt da wenig, die Brustkorbprellung von Larson stört viel weniger, der ausgeschlagene Schneidezahn von Jack D. interessiert da nicht, denn wann hat der männliche Teil schon die Chance, mit einem solchen Kaliber von Sängerin zu kommunizieren? Also, geschwind das Blut weggewischt, die Klamotten zurecht gerückt, rasiert und gekämmt ans Telefon geschwungen und Fragen zum neuen TOT-Output ´Assembly´ gestellt.

„Hallo Ingo? Wie geht´s?” ertönt es vom anderen Ende der Leitung. Freundlich, nett, locker. Mit vier Worten ist das Eis gebrochen und obwohl ich meine richtige Traumfrau schon gefunden habe, avanciert Liv zu ihrem unerreichbaren Pendant. „Mir geht´s gut, viel zu tun. Ich hab ja jetzt schon zwei Tage Interviews hinter mir, morgen noch einen Tag, aber ich mach das ja gern...“. Smalltalk zu Beginn, der jegliches Klischee der Unnahbarkeit von Liv Kristine wegfegt. „Jaaa, ich denke, dass ´Musique´ schwerer für die Fans zu schlucken war als ´Assembly´, da es doch wesentlich rockiger und heavier ist. ´Musique´ war ja noch elektronischer.“ grenzt die Frau mit der wunderbaren Stimme beide Outputs voneinander ab. „Ein Teil der alten Fans hatte Schwierigkeiten, ´Musique´ zu schlucken. ´Assembly´ wird da nicht so schwer sein!“ orakelt Liv.
„Die Stärke von ´Assembly´ liegt im breiteren, kräftigeren Sound, die Platte klingt fetter. Mein Gesang hat sich entwickelt und die Vocal-Aufnahmen waren sehr spannend. Der Produzent hat mir sehr viel geholfen, wenn man 20 Jahre Sopran gesungen hat und dann eine Oktave tiefer singen soll.“ plaudert Liv über die Aufnahmeprozedur. „Als ich die Demos gehört habe, wusste ich, dass so etwas sein muss, da die Lieder aggressiver, fetter sind. So musste ich meinen Ausdruck ändern, das war aber ein natürlicher Entwicklungsprozess und ich bin glücklich mit dem Resultat!“ freut sich die blonde Sängerin über die abermals geglückte Änderung im Bandsound.

 

„Diesmal haben wir für meine Gesangsaufnahmen nur drei Tage gebraucht, dass ist persönliche Bestzeit!“ lacht Liv. „Die Band hat sich Technik und Programmieren angeeignet, was durch Raymond (der Sänger, A.d.V.) gekommen ist. Ich weiß nicht, wie viele Keyboards er hat, mittlerweile müsste er sich Gedanken machen, wo er schlafen soll, da seine ganze Wohnung mit Keyboards und elektronischem Equipment vollgestellt ist!“ verrät Liv und damit kommen wir auf die beträchtliche Entwicklung des Sound der Norweger von den Anfängen als reine Gothic Metal-Combo zu den Elektro-Ausrichtungen im Hier und Jetzt zu sprechen. „Durch Tommi Olson kamen auf ´Aegis´ die Einflüsse von Sisters Of Mercy und Fields Of The Nephilim zustande, die man deutlich hört. Tommi wurde dann Vater und hat die Band verlassen, weil er keine Zeit mehr hatte. Dann kam unser neuer Gitarrist, der einen Metal-Background besitzt und die Gitarren wurden wieder aggressiver, während sie auf ´Aegis´ eher liebevoll-romantisch waren.“ beschreibt Liv im Schnelldurchlauf weitere Gründe der Entwicklung. „Außerdem hat Raymond seine Metal-Platten in den Schrank geschlossen, seine großen Vorbilder sind jetzt Kraftwerk!“ gibt Liv weiter zu Protokoll.
Apropos Entwicklung, wie sieht es denn mit persönlichen Fortschritten in Sachen Professionalität aus? „Jaaa, Raymond hat irgendwann mal Trinkverbot bekommen, weil er einmal auf der Bühne richtig voll war. Danach haben wir ihm so etwas untersagt! Aber ein paar Bier trinkt er immer noch, weil er sehr hohes Lampenfieber hat. Für mich ist ein Auftritt dagegen ganz normal, so wie frühstücken.“ verrät Liv so manches aus dem Band-Interna weiter. „Ich könnte nicht einmal ein Glas Rotwein vor einem Auftritt trinken, ich muss 100% Kontrolle haben. Ich denke, die Fans haben bezahlt und ein Recht daraus, das Beste von uns zu sehen!“. Liv, ich verneige mich vor Dir ob dieser löblichen Einstellung.
Was hat sich in der Zeit im Umgang untereinander verändert? Wie wir alle wissen, stand ja Liv nach ´Aegis´ kurz vor dem Rauswurf bzw. wollte selbst hinschmeißen, da es scheinbar unüberbrückbare Differenzen innerhalb der Band gab. „Derzeit können wir streiten, diskutieren, ohne dass ein Bandmitglied rausgeschmissen wird. Früher war das nicht so, da traute sich niemand die Meinung zu sagen. Heute sage ich lieber: „Du bist ein Idiot!“, bevor es zu einem großen Krach kommt. Wir fühlen uns derzeit als Familie, dass ist das erste Mal...“ gesteht die in Deutschland lebende Norwegerin.
„Bei uns gibt es Teams: Die Gitarristen, die Rhythmussektion, Raymond und ich, also Programmieren und Gesang und unser Keyboarder Lorentz ist überall dabei. Jede Gruppe hat ihre Ideen und präsentiert sie den anderen. Gibt es Probleme, wird abgestimmt. Jeder hat gleiches Recht, seine Ideen einzubringen.“ definiert Liv den Songwriting-Prozess. Gestalten sich eigentlich Probleme mit den Proben und der Tourvorbereitung, da Du in Deutschland studierst? „Ich wohne jetzt seit fünf Jahren in Deutschland, jeder bereitet sich auf eine Tour oder Festivals vor, wie er denkt. Wir treffen uns eine Woche vorher und proben. Wenn wir Ende April auf Tour gehen, bereiten sich die Jungs in Norwegen vor, ich muss das hier alleine machen, weil ich ja Examen habe. Wir gehen dann einen Tag nach meiner mündlichen Prüfung auf Tour. Es geht gleich los, da habe ich keine Möglichkeit, nach Norwegen zu fliegen. Die Generalprobe wird hier in Deutschland sein, vielleicht in Bochum!“ berichtet die Studentin der Anglistik und Germanistik von der Doppelbelastung. „Ich habe gehofft, dass ich mein Studium schnell hinter mich bringe, damit ich mich auf die Musik konzentrieren kann. Einige Kommilitonen erkennen mich, wenn der Dozent am Anfang des Semesters die Namen durchgeht. Da passiert es, dass danach einige zu mir kommen. Ich finde das schön!“ erzählt Liv über ihre Popularität und ihrer Liebe zur Musik.

Meist heißt es ja Liebesentzug der Fans, wenn sich der Sound einer Band so arg wandelt, wie der von Theatre Of Tragedy. Wie gestaltet sich da das Songwriting, wenn man einem solchen Problem gegenübersteht? „Man sollte als Künstler nicht darüber nachdenken, was die Fans wollen und was das Label will oder wie man in die Top Ten kommt. All das schränkt ein, die Musik funktioniert nicht mehr und dann ist es auch keine Kunst mehr.“. Klare Worte von Liv. Dann ist unsere halbe Stunde leider auch schon herum, schade. Aber ein Zuckerli gab es von ihr dann noch zum Schluss: „Danke, dass du angerufen hast. Wäre schön, wenn wir uns auf Tour sehen.“. Kann man so eine Einladung abschlagen? Antwort: Nein, auch wenn einen die Redaktion wieder krankenhausreif schlägt...


 

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Ingo
© 03/2002 whiskey-soda.de
 


Kurzinfos: Theatre of Tragedy

Homepage:
- Theatre Of Tragedy

Artikel:
- Theatre Of Tragedy - Geständnisse
- Tiamat - Gemeinsam mit Pain, Sirenia und Theatre Of Tragedy auf Tour

Rezensionen:
- [mju:zik]
- Assembly
- Storm


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