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Vicious Rumors - Ein kurzes Sommergewitter

Starkregen, Hagel und schwere Gewitter waren angedroht für den Norden. Einiges davon durfte man bereits am Pfingstwochenende erleben, aber am Dienstag danach sollte es dann richtig dicke kommen. Doch die Wetterfrösche müssen sich geirrt haben, denn ein wenig Nieselregen war alles, was der Donnergott in Bremen zu bieten hatte. Ansonsten herrschten hochsommerliche Temperaturen vor. Aber ganz ohne Gewitter musste dennoch niemand den Abend verbringen, der ein wenig Vorliebe für Powermetal besaß. Die metallischen Urgesteine Vicious Rumors von der amerikanischen Westküste hatten sich angekündigt, um es zumindest musikalisch so richtig donnern zu lassen.

Vicious Rumors aus Kalifornien sind seit rund 35 Jahren eine feste Institution, haben schon mit Metallica, Mötley Crüe und Exodus gemeinsam auf der Bühne gestanden und inzwischen elf Studioalben veröffentlicht. Bekannt ist die Band aber auch für den steten und häufigen Wechsel im Line-up. Einzige wirkliche Konstante ist Bandleader und Gitarrist Geoff Thorpe, als letzten Neuzugang gibt es den Sänger Nick Holleman zu verzeichnen. Auf alle Fälle haben Vicious Rumors Heavy-Metal-Geschichte geschrieben. Da wundert man sich schon etwas, dass diese musikalische Legende zum wiederholten Male im Bremer Meisenfrei auftritt. Nichts gegen die Meise, wie der kleine gemütliche Rock- und Bluesclub liebevoll genannt wird, aber Bühne und Zuschauerraum sind doch eben relativ klein. Zu klein für eine Band vom Format wie Vicious Rumors, möchte man meinen. Andererseits ist es ein heißer Dienstag, und viele Metaller haben offenbar leider doch beschlossen, den Abend lieber gemütlich im Freien zu verbringen, als dem musikalischen Sommersturm zu trotzen, der heute im Bremer Meisenfrei entfesselt werden soll. Im Gepäck haben die Amerikaner ihr neues Live-Album "Live You To Death 2 - American Punishment", das in diesen Tagen auf den Markt kommt und am heutigen Abend bereits auf dem Merchandise-Tisch liegt. Hinter diesem steht übrigens niemand geringeres als Mastermind Geoff Thorpe selbst, der die Gelegenheit nutzt, vor dem Konzert noch ein wenig mit den Fans zu plaudern. Sehr sympathisch! Viel zu plaudern hat er aber nicht, denn der rustikale Bluesclub ist eine halbe Stunde nach avisiertem Konzertbeginn immer noch nur spärlich gefüllt.

 

Das stellt auch Dirk Stühmer fest, der charismatische Frontmann der Lokalmatadore Eternal Reign, die kurz darauf den Abend mit gefälligem Melodic-Metal eröffnen: "Eine überschaubare Crowd, aber eine elitäre Crowd!" Etwa 50 Metaller haben sich inzwischen in der Meise eingefunden. Sie haben mehr als genügend Platz vor der Bühne, als Bass und Gitarren laut und kraftvoll aus den Boxen donnern. Die Band aus Bremen ist zwar noch nicht so lange im Geschäft wie der heutige Hauptact, kann aber auch bereits auf eine 14jährige Geschichte zurück blicken und eröffnet nicht zum ersten Mal für Vicious Rumors ein Bremer Konzert. Entsprechend routiniert und eingespielt gibt sich die Band dann auch und wird beim Heimspiel vom Publikum mit reichlich Applaus bedacht. Eine Dreiviertelstunde dürfen Eternal Reign schnellen und abwechslungsreichen Powermetal spielen, der gut ankommt. Tatsächlich sind nach ihrem Auftritt einige "Zugabe"-Rufe zu vernehmen, doch Zugaben stehen heute nicht auf dem Programm, wie sich im weiteren Verlauf des Abends noch einmal zeigen soll. Über eine halbe Stunde dauert es dann noch, bis Vicious Rumors um kurz nach zehn die Bühne entern und mit 'Don't Wait For Me' die Verstärker zum Glühen bringen. Das Meisenfrei ist zwar auch jetzt nur etwa zur Hälfte gefüllt, aber das tut der Stimmung vor und auch auf der Bühne keinen Abbruch. Schnell schon sind die ersten Besucher kräftig am Headbangen, und es wird drinnen mindestens genauso heiß wie am vergangenen Tag draußen. In Anbetracht von nur 50-60 Zuschauern war die Meise dann wohl doch die richtige Wahl für diesen Auftritt. Schade, die sympathischen Kalifornier hätten ein größeres Publikum verdient gehabt.

Die sichtliche Freude der Fans beflügelt die Band jedoch zu Höchstleistungen. Auch wenn Nick Holleman erst seit kurzem neuer Sänger ist, interpretiert er auch die alten Bandklassiker perfekt, und mehr als einmal fragt man sich, woher der eher unscheinbar wirkende Shouter das Stimmvolumen nimmt. Mit viel Bühnenpräsenz und einigen fleißig gelernten deutschen Begrüßungsformeln hat er die kleine Menge schnell im Griff. Nick Holleman sowie natürlich Gitarrist und Bandgründer Geoff Thorpe sind eindeutig die dominierenden Musiker auf der Bühne. Larry Howe (Drums), Bob Capka (zweite Gitarre) und Tilen Hudrap (Bass) machen ihre Sache auch mehr als ordentlich, bekommen aber wenig Gelegenheit, sich im komprimierten Set durch Soli profilieren zu können. Der Sound ist druckvoll und direkt, aber immer noch differenziert, so dass alle Instrumente gut zu unterscheiden sind. Dazu ein paar bunte Lichter auf der Bühne, mehr braucht es nicht für soliden Powermetal. Im Verlauf des Konzerts scheint Geoff Thorpe aber immer wieder technische Schwierigkeiten mit seine Gitarre und dem Verstärker zu haben. Mehrmals kann man ihn an den Einstellungen schrauben sehen.

 

Als Nick Holleman nach einer guten Stunde den letzten Song ankündigt, mag ihm das natürlich niemand glauben. Der alte Bandklassiker 'Soldiers Of The Night' vom ersten Album läd noch einmal zum Mitsingen und Headbangen ein, und wohl jeder freut sich auf die Zugaben, fehlen doch noch so einige Klassiker wie zum Beispiel 'Digital Dictator'. Die Band verlässt die Bühne, die Fans klatschen und fordern die obligatorische Zugabe - und nichts passiert. Geoff Thorpe steht schon wieder am Merchandise-Stand, und plötzlich schallt 'Together We Unite' als Konserveneinspielung durch den kleinen Club. Dies ist das untrügliche Ende eines Vicious Rumors Konzertes. Keine Zugabe, und man sieht die Enttäuschung und Verwunderung in den Gesichtern der Fans. Rund 65 Minuten Spielzeit, mag man das bei einer solchen Metallegende glauben? Zum Glück läuft Nick Holleman ebenfalls noch im Club herum. Es gab, wie schon vermutet, tatsächlich ein technisches Problem mit einer der Gitarren, wie Holleman uns auf Nachfrage bestätigt. Daher wurden spontan drei Songs aus der Setlist gestrichen. Schade, aber so etwas ist dann wohl Pech. Wo war die Ersatzgitarre, wo war der zuständige Techniker?

Aber wir wollen uns nicht beschweren, denn es war trotz allem ein rockiger schwermetallischer Abend, der viel Spaß gemacht und die Nackenmuskulatur ordentlich beansprucht hat. Eternal Reign haben sicher ein paar neue Fans gewinnen können und Vicious Rumors hoffentlich nicht allzu viele verloren. Nein, ihr Auftritt war wirklich gut, aber eben auch durch die Gitarrenprobleme äußerst kurz.
Ein Metalkonzert wie ein Sommergewitter: Heftig, aber kurz. Nur, dass man am Ende nicht vom Regen, sondern vom Schweiß durchnässt war.


Setlist Eternal Reign:

Perfect Crime
Into My Own Hands
Isolation
Shadows Of The Past
Nightstalker
The Beast Within
Dress Of Society
Forbidden Path


Setlist Vicious Rumors:

Don't Wait For Me
On The Edge
The Crest
Rock Like Hell
Condemned
Out Of The Shadows
Murderball
Let The Garden Burn
You Only Live Twice
I Am The Gun
Hellraiser
Soldiers Of The Night


Die kompletten Fotostrecken findet Ihr hier:
Eternal Reign

Vicious Rumors


 

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Michael
© 06/2014 whiskey-soda.de
 


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