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Prog-Metal-Herbst mit Fates Warning

Der Prog-Herbst geht in die nächste Runde. Dieser Oktober und November sind eine wahre Freude für Freunde progressiver Rockmusik-Klänge. Nicht nur was Veröffentlichungen betrifft, sondern naheliegenderweise auch im Bezug auf die dazugehörigen Live-Performances. Am 12. Oktober steht auf dem Tourplan der Progressive-Metal-Veteranen Fates Warning das Z7 im schweizerischen Pratteln bei Basel. Zuletzt hatte das Quartett um Bandleader Jim Matheos den bekannten Club im Drei-Länder-Eck vor ziemlich genau eineinhalb Jahren besucht. Doch da hatten sie natürlich nicht ihr jüngst veröffentlichtes, elftes Studioalbum 'Darkness In A Different Light' im Gepäck. Doch bevor es das Live zu geniessen geben sollte, durften standesgemäss zwei Vorbands die Bühne nutzen, sich musikalisch zu präsentieren.

Den Anfang machen pünktlich um 20 Uhr für eine halbe Stunde The Omega Experiment. Die jungen Amerikaner hatten nach einer recht kurzen Anfahrt vom letzten Auftritt in Augsburg bereits um die Mittagszeit vor dem Z7 gestanden und um Einlass gebeten. Die heiss begehrte Dusche hatten die Herren zwischenzeitlich genossen - und offensichtlich auch etwas Erholungszeit und gutes Essen von Catering-Engel Babsi. Denn was die Band um die beiden zentralen Köpfe, Dan Wieten (Gesang und Gitarren) und Keyboarder Ryan Aldridge in der halben Stunde bietet, ist sehr energiegeladen und mehr als appetitanregend. Klasse Sound und Bühnenpräsenz - ganz zu schweigen von den Kompositionen. Die liegen irgendwo zwischen abgedreht-komplex und wundervoll-eingängig, mal eher das eine, dann wieder eher das andere. Immer wieder hört man Referenzen an die offensichtlichen Einflüsse Dream Theater und Devin Townsend, aber auch Mastodon oder Messhuggah heraus - trotzdem schmieden die Jungs ihr eigenes Eisen. Ihre Instrumente beherrschen die Herren aus dem Eff-Eff, hinzu kommt noch die wahrlich bewundernswert vielseitige Gesangsstimme von Wieten, der mal säuselt und mal screamt. Kein Wunder, dass Multi-Instrumentalist und Hyperkinetiker Devin Townsend zu den bekanntesten Bewunderern der beiden Musiker aus Michigan gehört. Wahrlich eine angenehme Überraschung als Auftakt!

 

Die folgenden Divided Multitude aus Trondheim in Norwegen bieten geradlinigen Prog-Metal à la Queensrÿche mit Elementen klassischer Power-Metal-Bands, an die vor allem der Gesang von Frontmann Sindre Antonsen erinnert. Der fällt in mehrerlei Hinsicht aus dem Rahmen: Optisch mit einer Attitüde irgendwo zwischen Bruce Dickinson (Grätsche) und Jon Bon Jovi (Frisur) kann sein solider Gesang nicht so richtig überzeugen. Dafür wirkt er zu bemüht, zu gewollt, zu prätentiös. Die Rhythmus-Sektion und Lead-Gitarrist Christer Haroy erledigen ihre Parts ohne jeglichen Ansatzpunkt für ernsthafte Kritik. Routiniert, aber auch ohne die ansteckende, mitreissende Bühenpräsenz. Der Funke will einfach nicht so richtig überspringen, und so hält sich auch die Begeisterung der rund 150 Metal-Freaks in Grenzen. Höflicher Applaus: Ja. Dezente Bewegung im Publikum: Ja. Aber von Extase sind die Zuschauer ebenfalls weit entfernt. Definitiv kein Auftritt, der im Gedächtnis hängenbleiben wird.

Doch schliesslich ist man ja vor allem wegen Fates Warning angereist. Die Band um Bandleader Jim Matheos und Sänger Ray Alder gilt als Mitbegründer des Progressive Metal - war aber kommerziell bei weitem nie so erfolgreich wie die Brüder im Geiste von Dream Theater. 30 Jahre hat die Band auf dem Buckel. Matheos selbst ist sich nicht sicher, ob der 30. Geburtstag dieses oder schon im letzten Jahr fällig gewesen wäre. Vor wenigen Wochen erschien Album Nummer elf - und hat es sogar in die Top 40 der deutschen Albumcharts geschafft. Dream Theater stiegen mit ihrem neuen Album auf Platz 4 ein, man steht zumindest kommerziell also nach wie vor im Schatten von Mr. Petrucci und Co. Aber warum eigentlich? Vielleicht würde ja der bevorstehende Auftritt Aufschluss geben? Die Erwartungen sind hoch, wie das bei Kult-Bands nun mal ist.

 

Die Show beginnt mit dem Opener des neuen Albums 'One Thousand Fires'. Obwohl der Titel vergleichsweise eingängig ist, reagieren die rund 150 Fates-Warning-Jünger zurückhaltend auf den Start des ersehnten Konzertes. Erst mit dem auf 'Life in Still Water' folgenden 'One' bricht das Eis zumindest etwas: Der Refrain wird von den meisten der Anwesenden lauthals mitgesungen. Der Kontakt zum Publikum ist dennoch recht zurückhaltend, die Band wirkt statisch. Ein merkwürdig-skurilles Phänomen ist zu beobachten: Die anwesenden Prog-Freunde scheinen von der fast zu routinierten Performance der Band überrascht - und Alder von der zurückhaltenden Art der Schweizer Rockmusik-Anhänger. Entsprechend müsste er mehr anfeuern, was er aber nicht in dem Maße tut, wie es die Stimmung verlangen würde. Dabei ist der Band musikalisch eigentlich nur wenig anzukreiden. Drummer Bobby Jarzombek zeigt, dass er ein Meister an seinem Instrument ist, Matheos hält sich nicht nur beim Kontakt zum Publikum sondern auch mit grösseren Spielereien an seinem Instrument zurück, hat es aber natürlich absolut im Griff. Die meisten Solos überlässt er dem jungen Sessionmusiker Michael Abdow, der den fehlenden Gitarristen Frank Aresti auf dieser Tour vertritt. Abdow füllt diesen Job musikalisch tadellos aus, kann aber wegen der erforderlichen Konzentration auch nicht der Mann sein, der das Publikum mitreisst. Von Sänger Ray Alder erhält man den Eindruck, seine Stimmungslage rangiere irgendwo zwischen routiniert und enttäuscht vom alles andere als enthusiastischen Publikum. Er bringt nicht den Funken zum überspringen.

Bleibt Basser Joey Vera - dessen Bass jedenfalls druckvoll auf sich aufmerksam macht. Fast könnte man meinen, es wolle ausgerechnet das unscheinbarste Instrument in einer Metal-Band diese Lücke füllen, in die keines der Bandmitglieder zu treten gewillt scheint. Lächeln sieht man während des gesamten Auftritts nur selten einen der fünf Musiker. Natürlich sind die Kompositionen anspruchsvoll, vor allem Fates Zwölfteiliges Meisterstück 'A Pleasant Shade Of Gray' erfüllt dieses Prädikat. Die Band spielt im Laufe des Abends drei der zwölf Teile des einstündigen Songs. Ein kleiner, seltener Lichtblick des Abends geschieht, als ein Fan lautstark 'Firefly' vom neuen Album wünscht. Und Alder mit einem Grinsen genau diesen Song auf seiner Setlist stehen hat und anstimmen kann. Als der Song mit dem höchsten Wiedererkennungswert vom neuen Album singt das Publikum endlich wieder mit.

Für 10 Minuten ist der Zauber wieder da und ich frage mich, ob es dem Publikum manchmal eben doch zu frickelig zugeht. Sind Fates etwa doch zu verkopft, fehlt es an den grossen Melodien? Nein. Das ist es definitiv nicht. Fates Warning sind nicht, waren nicht und werden nie sein wie Dream Theater. Müssen sie auch nicht, immer haben die Mannen um Matheos ihr eigenes Ding gemacht - und sich dafür zu Recht viel Respekt und Bewunderung von Fans und Musikjournalisten verdient. Die Frage bleibt letztlich unbeantwortet, warum der Funke nicht überspringt an diesem Abend im Z7 in Pratteln. Ihrem Ruf als genreprägende Kult-Band wird Fates Warning an diesem Abend jedenfalls genausowenig gerecht wie dem gelungenen, neuen Album. Es bleibt ein durchschnittlicher Konzertabend einer beliebten Band mit leider nur wenigen grossen Momenten.

(Alle Fotos mit freundlicher Unterstützung von Daniel Strub)



Setliste Fates Warning (CH-Pratteln, Z7, 12. Oktober 2013)

One Thousand Fires
Life in Still Water
One
A Pleasant Shade of Gray, Part III
Another Perfect Day
Down to the Wire
A Pleasant Shade of Gray, Part VI
Pieces of Me
I Am
The Eleventh Hour
Point of View
Firefly
Through Different Eyes
A Pleasant Shade of Gray, Part XI
Monument

Zugabe:
Still Remains


 

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DanielF
© 10/2013 whiskey-soda.de
 


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