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Night of the Prog Festival 2013 - Tag 2

Nach einem guten, aber auch noch steigerungsfähigen ersten Tag beim Night of the Prog Festival standen am Sonntag erneut einige Leckerbissen auf dem ausgewogenen Programm, die das Herz jedes Freundes progressiver Musik höher schlagen lassen mussten. Doch auch am zweiten Tag sollte das Publikum leider nicht gänzlich von technischen Problemen verschont bleiben. Dennoch war der zweite Tag eine Steigerung, der bereits mit einem Höhepunkt begann.

Der Sonntag startete bereits zu Mittag mit einer der wenigen Leckerbissen aus Übersee. Anima Mundi sind aus Kuba, was sie vermutlich schon an und für sich interessant macht. Aber natürlich sollte die Musik interessant machen, für die die Kubaner angereist waren, und die sprach tatsächlich für sich. Mit ihrem dritten, aktuellen Release "The Way" hatte das Quintett aus der Karibik vor gut 2 Jahren ein Ausrufezeichen gesetzt und auch der neue besetzte Posten am Mikrophon mit Emanuel Pirko Farrath änderte daran nichts. Zusätzlicher Aspekt an der Sache: Anima Mundi beginnen den zweiten Festivaltag mit einem Sound, der von den bisherigen Bands tatsächlich am ehesten an klassischen Prog erinnert. Die angenehme Stimme des Sängers klingt ähnlich wie von Veteran Greg Lake und auch sonst atmete der Sound mit beinahe jeder Note klassischen Prog à la frühe King Crimson. Mit "Time To Understand" ging es los, einer wundervollen Mischung aus bombastischen Rock, spacigen Keyboard-Sounds, schicken Gitarrensoli und einem Touch World Music. Mit dem fantastischen "The Dream Child Behind The Mask" spielten die Kubaner eines ihrer absoluten Meisterwerke in der Mitte ihres Sets. Düster-bombastisch zu Beginn und einem Frontmann, der von seiner eigenen Musik verklärt scheint, wird der Song filigran-melancholisch, verspielt mit wundervollen Gitarrensoli in der Mitte um schließlich spacig-proggig zu enden. "Cosmic Man", der Albumausklang von "The Way" beendet auch das Festival und macht mit seinem Sound dem Titel alle Ehre. Wundervolle Keyboard-Klänge und besonders ausdrucksvoller Klang qualifizieren den Auftritt zu einem der besten des Festivals.

 

Danach stand wieder Post-Rock auf dem Programm. Maybeshewill. Und bei dieser Band kann man es als nichts anderes als eine Riesenschande bezeichnen, dass sie nicht viel bekannter ist. Von den Kritikern wurden alle der bisher drei Alben hochgelobt. Und ihr sehr melodiöser Instumental-Mix aus Postrock, Postmetal und Electronica ist so eingängig und rockig, daß ein Liveauftritt ein echtes Erlebnis ist. Und absolut mehrheitsfähig, was bei progressiver Musik ja nicht immer so ist und hier als Kompliment gemeint ist. Maybeshewill grooven, sie verzücken, sie rocken mit viel Energie die Bühne und kommen dabei sehr charismatisch rüber. Ein stimmungsvoller und stimmiger Auftritt, der in manchen Momenten an die isländischen Post-Rocker Sigur Rós erinnerte, vor allem in puncto elektronische Elemente. "Critical Distance" beispielsweise, eine wundervolle Electronic-Rock-Hymne mit perfekten Laut-Leise-Wechseln. Oder "Cherubim & Seraphim", ein Riffgewitter, düster und heavy. Eine großartige Band, ein großartiger Auftritt und die persönliche Entdeckung des Festivals des Autors dieser Zeilen.

Von atmosphärischem Post-Rock wurde das Steuerrad anschließend wieder in Richtung Retro-Prog gelenkt. Änglagård zählt hier zu den großen Namen der Szene und der Veranstalter hatte sich auch hier offensichtlich von der Fachkenntnis der Redaktion des Musikmagazines Eclipsed inspirieren lassen. Dort war das 2012er Album "Viljans Öga" (übrigens das erste der Band seit 1994) auf Platz 18 der 100 besten Alben des Jahres und Comeback des Jahres gefeiert. Die Band wurde schon beim Betreten der Bühne begeistert gefeiert, vielleicht auch deshalb weil Sie nicht sehr oft im deutsprachigen Raum Live zu erleben ist. Bei der musikalischen Meisterhaftigkeit der einzelnen Bandmitgliedern mehr als verständlich. Sehr bodenständig und sympatisch, fast ein bisschen schüchtern kommt Flötistin Anna Holmgren rüber, als sie die einzelnen Songs ankündigt. Der Sound ist irgendwo zwischen Retro-Prog, Experimentellen Elementen und Psychedelischem Klang angesiedelt. In der Presse war schon gelegentlich der Vergleich zu den britischen Proggern Gentle Giant gefallen, was nicht nur im Hinblick auf den Stil, sondern auch die musikalischen Fähigkeiten der einzelnen Bandmitgliedern ein treffender Vergleich ist. Der fast meditative Einstieg mit Flöte und Keyboard bei "Längtans Klocka" vom aktuellen Album ist eine einzige fantastische Reise in die Vergangenheit. Allgemein sind die Songs von "Viljans Öga" sehr Flöten- und Keyboardlastig, die Gitarren stehen immer wieder im Hintergrund. Wie bei "Sorgmantel" - erneut ein psychedlisches Retro-Meisterwerk, verspielt-verträumt und mit viel Potential in den Sound einzutauchen.

 

Leider blieb auch am zweiten Tag das Publikum nicht von technischen Problemen verschont, dieses Mal waren Amplifier die Leidtragenden. Auch hier waren jede Menge Octopus-Shirt-Tragende Fans anwesend, die die Band aber trotz des 20 Minuten verspäteten Auftakts abfeierten. Kein Wunder, denn Frontmann Sel Balamir und seine Mannen ließen es ordentlich krachen. Mit Bandmitglied Nummer fünf, dem Keyboarder sowie Backup-Gitarristen und -drummer Charlie Barnes und der knackigen Open-Air-Anlage rockten die Jungs aus Manchester ordentlich ab. Klar, wenn der Bandname "Verstärker" lautet, oder? Das wegen dem verspäteten Beginn vom Veranstalter gekürzte Set war ohnehin recht Tintenfisch-Lastig, die ersten drei der sieben Songs stammten vom Meisterwerk der Band von 2010. "The Wheel", "The Wave" und "Interglacial Spell" bildeten den eindringlichen Auftakt des an manchen Stellen fast grungigen Live-Auftritts an der Loreley. Vom neuen, sehr ruhigen aktuellen Werk "Echo Street" kamen nur zwei Songs, bedauerlicherweise fehlte auch die melancholische Ballade "Where The River Goes", die vermutlich als Zugabe geplant war, die dann nicht mehr gespielt werden konnte. Wenn ein Brite mal sagt, daß er "wirklich sehr verärgert ist" über die Entscheidung des Veranstalters das Set zu kürzen, dann hat das schon was zu bedeuten. Belamir war "very upset" und die ganze Band offensichtlich kalt erwischt davon, daß sie sich nicht mehr angemessen vom Publikum verabschieden konnte. Sehr schade, denn durch die technischen Probleme am Anfang und den abgewürgten Abgang nach Sound of Contact am Vortag eine weitere Band, die so bei weitem nicht ihr volles Potenzial abrufen konnte auf der Loreley. Nach meinem persönlichen Geschmack und bei aller Vorliebe eines rockigen Live-Bretts konnte man auch den Eindruck erhalten, dass die atmosphärischen Spielereien, die stillen, melancholischen Parts und die allgemein sehr große Vielseitigkeit der Band im Live-Rock-Gewitter etwas unterging. Vielleicht waren ja aber auch für das Ende des Auftritts noch ruhigere Töne geplant, die dann nicht mehr gespielt werden konnten. Ein guter Auftritt dennoch, aber leider keiner der Höhepunkte dieser begnadeten Band.

Night of the Prog Festival 2013 - Tag 2 Seiten 1 2

 

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DanielF
© 07/2013 whiskey-soda.de
 


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