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Metallica - Auf gutem Wege zum Rückverdienst des Bandnamens

Metallica, die kommerziell erfolgreichste Heavy-Band der Welt (und gaaaaanz früher sicherlich eine der besten, die meinen Lieblingen von Iron Maiden hätten den Titel der besten Metal-Band ever streitig machen können, aber das ist eine andere Geschichte...), schickt sich an auf Verwöhnungskurs mit ihren Oldschool-Fans zu gehen, jene, die die einzig überlebende Bay Area-Combo in den 80er Jahren erst zu dem gemacht haben, was sie heute sind: Stars. Jene Fans, die Metallica für unsterbliche Klassiker wie „Ride The Lightning“, „Master Of Puppets“ oder „...And Justice For All“ lieben und so arg enttäuscht wurden durch die schwächelnde Phase der Band in den 90ern, sollen nun mit „St. Anger“ wieder zurück gewonnen werden.

Sicher, „St. Anger“ kann definitiv nicht an die Qualität der obig aufgeführten Alben anknüpfen, die solch monumentale Machwerke sind, dass jeder Metaller, der die Texte nicht nachts um drei im Schlaf aufsagen kann, kein echter Metaller ist. Doch immerhin stellt „St. Anger“ einen ersten Schritt zur Versöhnung dar, die vielleicht irgendwann die Liebäugeleien von Hetfield und Co. mit Country oder Orchester vergessen machen. Sah man den Auftritt des Vierers bei „TV Total“, konnte man sich von einer Band überzeugen, die wieder stolz ist, „Metal“ zu sein und hartes Material zu spielen. Dies honorierten auch etliche im Studio sitzende Fans der ersten Stunden (denn die sahen wirklich nicht aus, als hätten sie den „Load“-Kram etc. toll gefunden...), die minutenlang applaudierten und zahlreich ein Heer von Pommesgabeln mit ihren Fäusten bildeten, was den Herrn Raab mächtig aus dem Konzept brachte. Eng verschweißt und mit feinem Humor ausgestattet präsentierte sich der hart rockende Vierer, göttlich die Antwort auf Raabs Frage, was denn nun die Cornuto-Geste, so die wissenschaftliche Bezeichnung für das Evil-Zeichen, den Teufelsgruß, bedeutet. Meister Hetfield (mit coolem Bart) trocken: „Two more songs!“. Das ist witzig, das ist originell, das gibt Bonuspunkte...

Doch zurück zum neuesten Machwerk der Band, die 60 Millionen Alben verkaufte. Erst einmal ein dickes Dankeschön an unsere Redaktions-Jule, die für mich auf der Metallica-Pressekonferenz war und einige Statements aufschnappte! Das Lob gebührt Dir!

 

„St. Anger“ besticht durch Riffs, Riffs, Riffs. Ach ja, und natürlich durch Riffs! Passend zur konsequenten Übersetzung des Albumstitels, der „Heilige Wut“ lautet. Da passen einfach keine Balladen... „Das Album ist eine Art Schutzpatron für die gute Seite von Aggressionen. Wut hat leider einen schlechten Ruf bekommen, da sie oft fehlgeleitet ist. Deshalb haben wir auch das Video zu “St. Anger“ in einem Gefängnis gedreht, weil sich dort die Wut in ihrer extremsten Form äußert. Die Menschen, die z.B. in St. Quentin eingesperrt sind, haben es mit ihrer Wut zwar übertrieben, weil sie mit ihr nicht richtig umgehen konnten, doch wir sollten sie deshalb nicht verurteilen, denn ihre Seele ist genauso groß wie die von uns allen.“ erklärt Sänger, Gitarrist und ein echter Kerl in Reinunion James Hetfield.

Weiterer besonderer Punkt auf „St. Anger“ sind neben der massiven Aggression mit Sicherheit viele interessante Doublebass-Passagen und gänzlich fehlende Soli. Dabei sah es zu Beginn der Proben für das neue Album, nach absolviertem Alkoholentzug von Hetfield und neuentdeckter Freundschaft, überhaupt nicht nach einer Metal-Scheibe aus. Unverhohlen geben Metallica zu, sich über ihren ureigenen Sound lustig gemacht zu haben, dass in ihren Ohren alles so lächerlich klang. Erst als der dänische Drummer Lars Ullrich anfing, mit Doublebass-Passagen zu experimentieren, platzte der Knoten, die Finger flitzen immer flinker über die Saiten und sämtlicher Frust, sämtliche negativen Erlebnisse flossen in den großen Wutausbruch. Doch warum sind keine Solos auf dem Album... „Weil ich keine gespielt habe...“ zeigt Kirk Hammett den schlichten Grund und die verblüffend einfache Antwort auf. „Solos sind immer etwas individuelles und machen somit die Songs komplizierter, weil einer allein sein eigenes Ding durchzieht und die Band um sich herum vergisst. Dadurch geht die Energie verloren, die uns aber bei dem neuen Album besonders wichtig war. Wir wollten frische Luft in unsere Musik bringen und einfach nur rocken ohne irgend jemandem etwas beweisen zu müssen...“ umreißt der schwarzhaarige Lockenkopf, der egal was er macht aussieht wie ein mexikanischer Bankräuber, die Essenz des Albums. Drummer Lars fällt in den Tenor ein: „Außerdem weiß jeder, dass Kirk Soli spielen kann, so dass er es auch überhaupt niemandem mehr beweisen muss!“.

Die Schlammschlacht um den Ausstieg von Jason Newstedt soll an dieser Stelle nicht näher beleuchtet werden. Fakt ist, er zieht sein eigenes Ding mehr oder weniger erfolgreich durch und es sich lohnt, den neuen Mann an den dicken Saiten, seit jeher die Achillesverse von Metallica näher zu beleuchten. Der ehemalige Ozzy Osbourne-Basser Rob Trujillo besticht durch seine imposanten Live-Aktivitäten, Killerinstinkt und die recht schnelle Eingliederung in die Truppe, obwohl er immer noch sehr zurückhaltend erscheint, wenn er nicht die vier dicken Saiten malträtiert. Was bedeutet ihm sein Einstieg bei Metallica? „Für mich ist es ein Ehre und ein Privileg bei Metallica zu sein... (der Rest passte nicht zur Frage... *ggg* )“ diktiert er knapp in die Notizblöcke. Der Chef Hetfield nimmt ihm dann die Bürde des Frage-Antwort-Spiels schließlich ab: „Rob hört in letzter Zeit nur noch Metallica... *ggg*! Schließlich muss er 40 neue Songs lernen... Aber eigentlich lassen wir uns nicht von andern beeinflussen. Wir hören halt Musik, die uns gefällt und die hat dann sicherlich auch einen gewissen Einfluss auf unsere Songs, aber für uns ist der nicht offensichtlich.“ wehrt Hetfield gleich noch diesbezügliche Vermutungen ab. Der schlagwerkelnde Däne unterstützt den Sänger: „Wir lassen uns mittlerweile nicht mehr von aktueller Musik beeinflussen, sondern eher von unserer eigenen Vergangenheit!“. Man höre sich nur „St. Anger“ an und kann diese Aussage so stehen lassen...

 

Viele vermuten ja, dass das fortschreitende Alter der Band eine solche Belastung, die diese Hochgeschwindigkeits-Trash-Attacken darstellen, die Mannen vor ein Problem stellen dürfte. Wie fühlt sich denn so ein James Hetfield mit mittlerweile fast 40 Jahren... „Das werde ich nach der Tour sehen... *ggg*! Aber eigentlich denke ich immer noch, ich wäre zwanzig. Die Musik hält mich jung und am Leben und abgesehen davon achte ich seit einigen Jahren verstärkt auf meinen Körper und das macht sich bemerkbar.“ umschifft er geschickt formuliert seinen Alkoholentzug im Juli 2001. Glauben wir es, denn ein neuerlicher Rückfall in den Tourstrapazen dürfte einem totalen Absturz gleich kommen...

Schlussendlich gibt eine geläuterte und wiedererstarkte Band zu: „Wir sind als Band und als Musiker sehr kritisch, das war schon immer so. Auf jeden Fall haben wir vorher sehr viel Selbstkritik geübt und “St. Anger“ ist das, was danach übrig geblieben ist! Aber im Endeffekt liegt es nun an den Fans, zu entscheiden, ob ihnen das Album gefällt.“. Und irgendeine Nase fragt dann auch noch, warum keine einzige Ballade sich auf der Scheibe befindet. Verständlicherweise wollten Metallica diese Frage gar nicht beantworten, dann aber rafft sich James Hetfield auf: „Balladen wird es nie mehr geben. Die Zeiten sind ein für alle mal vorbei!“. Schluss, Punkt, Aus!


 

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Ingo
© 06/2003 whiskey-soda.de
 


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