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Helloween - Sympathisch krank

Preisfrage: Was ist das schlimmste für einen wahren Künstler an seinem Instrument? Genau, wenn er seine Darbietungen nicht im gewohnten Rahmen präsentieren kann. Genauer, wenn äußerst versierte Gitarristen wie Victor Smolski oder Michael Weikath aus ihrer Axt nur Brei ins Publikum schleudern können. So geschehen beim Auftritt des Rage/Helloween-Tourtrosses im Berliner Halford, welches sich nun in einem Einkaufszentrum neben einem Baumarkt befindet. Dementsprechend klangen die Sechssaitigen eher nach Kreissäge denn Twin Guitar-Soli.

Und so oblag es Rage, unter soundwidrigen Umständen vor gut 300 Nasen zu eröffnen. Lassen wir einmal beiseite, dass die Betonpfeiler die Sicht vor der Bühne arg einschränkten, wirkte auch durch die marginale Aktionsfläche der Auftritt der Musikuse wie ein Schulauftritt. "War Of Worlds" aus dem "Soundchaser"-Album eröffnete und zeigte, wie sehr sich Wagner, Smolski und Terrana als Einheit gefunden haben, musikalisch wie songwriterisch. Trotz übersteuertem Sound und matschigen Gitarren zeigte sich Peavy gut drauf und feuerte mit seinem Trio "Sent By The Devil" nach. Apropos Sound, Smolkis Können blitze eigentlich nur in den Soli auf, da die Riffs nicht zu identifizieren waren, sondern eher nach Black Metal klangen. Armer Mann...

Der "Firestorm" fegte über das Publikum hinweg, ebenso von dem mittlerweile kampferprobten Dreier sehr homogen vorgetragen. Technische Extraklasse zeigten natürlich das Gitarrensolo wie die Drum-Einzelleistung. Die Meute ging trotz der Umstände vollends mit und nahm "Soundchaser" wie "Set This World On Fire" gierig auf. Der Uralt-Klassiker "Don´t Fear The Winter" wurde mit ausgedehntem Mitsing-Part zelebriert, ebenso die Überhymne "Higher Than The Sky". Mit Peavy & Co. ist in dieser Form auch in Zukunft schwer zu rechnen!

Helloween ließen nicht lange auf sich warten, um ihre Dosis Matsch in Empfang zu nehmen. Ich glaube mal, es war "Just A Little Sign", womit die sympathischen Hamburger in den Gig einstiegen. Zu erkennen war davon fast nix, die Textbrocken, die ich verstand, klangen aber danach. Zudem fielen auch noch die Boxen aus, was die Jungs relativ locker wegsteckten ("Lasst uns mal bei der zweiten Strophe einsteigen...").

Andy Deris, in Original-Bundeswehr-Feldbluse gewandet, entschuldigte sich vorab bei den Fans für seine immer noch äußerst passable Sangesleistung, denn der Gute war vollgepumpt mit Antibiotika, weil er sich irgendetwas eingefangen hatte ("Ich fühle mich wie auf Drogen, ihr müsst mir heute beim singen etwas helfen!"). Dennoch fiel auf, dass der Fünfer viel Spaß hatte, im Gegensatz zur "The Dark Ride"-Tour gab es permanenten Kontakt unter den Musikern auf der Bühne, die Jungs grinsten sich unaufhörlich an und gruben sogar als dritten Song "Keepers Of The Seven Keys" in der Originallänge aus. Gänsehaut!

 

Die Neuen an Gitarre und Schlagzeug fügten sich sehr gut in die Bandvorstellung ein, auch wenn Ex-Freedom Call-Sechssaiter Sascha Gerstner ob seines Pfeifferschen Drüsenfiebers, welches starke körperliche Anstrengungen nicht gestattet, nicht allzu intensive Bühnenakrobatik darbieten konnte. "Future World" folgte, bei dem wieder die Boxen versagten, "Eagles Fly Free" glättete die Wogen und Andy Deris überzeugte wie eh und je mit gewohnt sympathischen Ansagen und witzigen Anekdoten zu den jeweiligen Songs. Helloween begriffen ihre Aufgabe mehr als Entertainer denn als bloße Musiker, einer der großen Pluspunkte der Band. Ein weiterer sind natürlich die tollen Hymnen und rasanten Speedster, die sie locker aus den Ärmels schütteln, epische Momente, schweineharte Drums, melodische Twin Guitar-Soli sowie extrem eingängige Refrains inklusive.

"Hey Lord" erschallte und es war wie immer herrlich zu sehen, wie The Weik scheinbar gelangweilt an der Box lümmelte oder seine Riffs aus dem Handgelenk zockt. Romantisches gab es natürlich auch mit "Forever And One", welches bewies, das Metaller die schönsten Balladen inne haben. "If I Could Fly" bestätigte diesen Eindruck, doch um nicht allzu rührseelig daher zu kommen, bretterte "Back Against The Wall" knüppelhart mit MG-Riffs aus den Boxen. "Power" kündigt der blonde Frontmann mit seinen speziellen Bilderrätseln an, indem er auf seinen Unterarm deutet, danach überzeugte "I Can". "Wie wäre es mit "Dr. Stein"?", was für eine Frage, immer her damit! Das metallische Kleinod wurde dankbar aufgenommen. Als Zugabe kam noch "Song 4 The World", dann verabschiedete sich der tapfere Andy ins Bett. Gute Besserung von dieser Stelle und Dank für diesen Kampfgeist (daher das BW-Outfit?).

Was bleibt festzuhalten? Im legendären "Halford" zu spielen klingt immer gut, im Einkaufszentrum aufzutreten hört sich dagegen nach absteigendem Ast an. Soundmäßig war die Vorstellung Oberliga, von der aktuellen Bestandsaufnahme der Bands befinden wir uns allerdings in der Bundesliga, weit von den Abstiegsplätzen entfernt.


 

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Ingo
© 10/2003 whiskey-soda.de
 


Kurzinfos: Helloween

Homepage:
- Helloween
- Helloween

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