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Solstafir - Jenseits des Dreieinhalb-Minuten- Radiostandards

Mit ihrer aktuellen Scheibe 'Köld' hat die isländische Formation Solstafir ein herausragendes Metal-Album abgeliefert, das sich über jegliches Schubladendenken hinwegsetzt und dabei emotionale Tiefen erreicht, von denen viele andere Acts nur träumen können. Von progressiven Rocksounds über rasendes Geballer bis hin zu schweren Doompassagen enthält ihr Stil nahezu alles, was es im Metalbereich zu entdecken gibt, ohne dass das Ergebnis in irgendeiner Weise wild zusammengeschustert wirkt. Im Gegenteil - der Hörer wird von den eindrucksvollen Klanglandschaften völlig vereinnahmt, so dass der 70minütige Trip zu einem unvergleichlichen Erlebnis wird. Im Interview erklärt Drummer Gummi, wie eine solche Platte entstehen konnte, und warum immer so viele Jahre zwischen den einzelnen Veröffentlichungen ins Land gehen.


Auf dem Papier sehen vier Jahre zwischen 'Masterpiece Of Bitterness' und 'Köld' recht viel aus, doch fairerweise muss man sagen, dass ersteres zwischen Weihnachten und Neujahr erschien und somit eher als 2006er Release zu betrachten ist. 'Das ändert allerdings nichts daran, dass wir in der Tat ziemlich langsam arbeiten. Wir wollen einfach nicht überstürzt eine Reihe beschissener Songs zusammenzimmern, nur um in regelmäßigen Abständen mit einer neuen Platte aufzuwarten. Qualität statt Quantität!' Ein absolut nachvollziehbares Argument. Im Fall von 'Köld' gab es jedoch auch einige konkrete Ereignisse und Entwicklungen, die ein früheres Erscheinen der Platte verhinderten: 'Im Sommer 2007 hatten wir erst ein paar Songs fertig, beschlossen aber, uns ein wenig unter Druck zu setzen und buchten das Studio für Dezember. Also waren wir bis dahin fünf Tage pro Woche damit beschäftigt, zu proben und den Rest der Songs zu schreiben. Die Zeit im Studio selbst war schließlich verdammt hart, denn dort gab es nicht einmal eine funktionierende Dusche. Drei Wochen verbrachten wir dort Tag für Tag miteinander, und als wir am 23. Dezember die Heimreise antraten, war das Album noch nicht fertig abgemischt. Aufgrund der Strapazen der vorangegangenen Monate waren wir aber alle vollkommen fertig und konnten das Mischen lange Zeit nicht angehen, erst im September letzten Jahres hat es dann endlich geklappt.'

Was lange währt, wurde also endlich gut. Auffällig an der Musik von Solstafir ist vor allem, dass sie nicht dem typischen Strophe-Refrain -Strophe-Schema nachgeht, sondern eine ganz eigene Struktur verfolgt: 'Das ist die Art, auf die wir schon immer Songs komponiert haben - von Anfang an. Vermutlich hatten wir einfach keinen Schimmer davon, wie man tatsächlich Lieder schreibt, haha! Aber auf 'Köld' haben wir in dem Stück 'Love Is The Devil' wirklich erstmals einen Chorus, auch wenn es sich dabei immer noch nicht um dieses typische Strophe-Refrain-Strophe-Prinzip handelt. Songs nach einer Formel zu schreiben schränkt einen doch nur ein. In der Musik gibt es keine Regeln!' Weise Worte. Dennoch besteht bei einem solchen Vorgehen natürlich die Gefahr, dass viele Leute davon abgeschreckt werden, dass die Stücke so schwer zugänglich sind: 'Das mag sein, aber es ist in erster Linie deren Verlust. Und das sage ich nicht nur, weil sie dadurch unsere Musik verpassen, sondern weil sie sich bei einem solchen Denken wahrscheinlich auch in vielen anderen Aspekten des Lebens gedanklich einschränken.' Aus dieser Herangehensweise resultiert schließlich auch die Tatsache, dass ein Großteil der Songs auf 'Köld' deutlich länger als acht Minuten ist: 'Beim Schreiben lassen wir uns einfach dorthin treiben, wo unsere Musik uns hinführt. Viele Songs erfordern dann nun mal eine längere Spielzeit als den Dreieinhalb-Minuten-Radiostandard, um die richtige Atmosphäre zu entwickeln. Andererseits waren die Stücke auf 'Masterpiece Of Bitterness' noch länger, 'Ritual Of Fire' beispielsweise mit knapp 30 Minuten. Insofern fühlte es sich für uns dieses Mal eher an, als hätten wir kurze Songs geschrieben, haha!' Alles ist also relativ...

Die große emotionale Wirkung, die 'Köld' auf den Hörer ausübt, ist gewaltig. Dass diese Mischung aus finsterer Schwermut und wütender Raserei so authentisch wirkt, hat dabei einen ganz einfachen Grund: 'Die meisten von uns gingen während des Songwritings und der Aufnahmen durch persönlich schwere Zeiten. Das hört man definitiv auf dem Album.' Der Tod spielt dabei eine zentrale Rolle, dennoch werden immer wieder die unterschiedlichsten stilistischen Mittel herangezogen, um dieses Thema musikalisch zu verarbeiten. Um ein bewusstes Vorgehen handelte es sich dabei jedoch nicht: 'Wir wählen das nicht aus, das tut der Song für uns! Wir waren uns nicht einmal im Klaren darüber, dass das Album die von vielen Leuten erwähnten Prog-Rock-Parts, Post-Hardcore-Parts oder irgendwelche anderen Elemente enthält. Für uns ist das schlicht und ergreifend Rock N' Roll!'

Solstafir - Jenseits des Dreieinhalb-Minuten- Radiostandards Seiten 1 2

 

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