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Dragonforce - United Kingdom of Power Metal?

Selten ist ein Power Metal-Album derart intensive beworben worden wie das neue Dragonforce-Werk “Inhuman Rampage”. Product placement at it´s best, würde wohl der Werbefachmann sagen. Fakt ist, dass England spätestens mit diesem Album ebenso seine Power Metal-Referenz hat und nun dem europäischen Festland in nichts mehr nachsteht. Wir fühlten Gitarrist Herman Li in einem Interview so schnell wie die Songs der Band („Ja, ich spreche sehr schnell...“) wegen des dritten Albums auf den Zahn.

„Ich hatte heut noch nicht so viele Interviews, ich bin voller Energie!“ begrüßt mich Herman und steigt gut gelaunt in das Gespräch ein. Verständlich, denn die Reaktionen auf „Inhuman Rampage“ fielen durch die Bank weg euphorisch aus. Wen verwunderts, klingt doch der dritte Streich eindeutig nach Dragonforce, also Geschwindigkeit bis zum Anschlag, Gitarren-Akrobatik und Gesangslinien, die man höchstens mit einer Feile aus den Gehörgängen bekommt. Dazu gesellt sich eine unüberhörbare Frische und etliche neue Effekte, die die Band integrierte und so ein Album erschuf, das sich ganz weit oben im qualitativen Level festsetzt. Trotzdem musste die Band erst einmal warten, denn zwischen Studioaufenthalt und Veröffentlichung lagen über drei Monate. Was macht man da in der Zwischenzeit? “Nun, wir verbringen erst einmal viel Zeit auf der Bühne, um das Album zu promoten. Wir reisen viel durch Europa, werden in Kanada und in New York spielen, dann in Brasilien und Japan. Das ist ein voller Terminkalender und das ist auch der Grund warum das Album erst nach so einer langen Zeit nach dem Studioaufenthalt rauskommt.“ erklärt Herman Li, der sich mit der Band auf einer knochenharten 18-monatigen Tour für das „Sonic Firestorm“-Album befand. Doch kurz nach der Rückkehr ging es bereits wieder ins Studio, um das neue Meisterwerk einzuspielen. Da vermutet man einen wahren Kreativitätsbrunnen bei den Engländern. “Wir hatten zwischen all den Festivals und Konzerten die Zeit neue Songs zu schreiben. Wir sind einfach nicht groß weggegangen, sondern haben neues Material geschrieben. Wir waren schon sehr beschäftigt und haben mit den ganzen Aufnahmen auch sechs Monate gebraucht.“ so Herman.

Vorab konnte man bereits einige Statements vom Gitarristen lesen, bei denen er sich nahezu enthusiastisch über das neue Material äußerte. Verständlich, direkt nach einer Produktion. Sieht er das mit einigem Abstand immer noch genau so? “Wenn man das „Sonic Firestorm“-Album sieht ist „Inhuman Rampage“ wohl die Superversion davon, weil wir auf diesem Album mehr gemacht und umgesetzt haben als jemals zuvor. Alles ist mehr als bei „Sonic Firestorm“, mehr Intensität, mehr Kontinuität, Entwicklung. Alles ist extremer geworden, aber auch melodiöser, mit mehr Keyboards und seltsamen Geräuschen, die in die Songs integriert wurden. Wir mixten Computer-Geräusche von „Pacman“ mit Gitarren und haben die progressiven Anteile noch weiter erhöht.“ beschreibt Herman das neue Werk. Dabei ist deutlich der Prozess vom ungestümen, hochmelodiösen und pfeilschnellen Debüt „Valley Of The Damned“ hin zu dem gereiften Sound erkennbar. “Ich denke immer schon an den nächsten Song den ich noch nicht geschrieben habe. Wenn das Album noch nicht einmal abgemixt ist denke ich schon an die nächsten Stücke.“ lacht Herman. “Diesmal haben wir unterwegs viel Material geschrieben und haben es erst später aufgenommen, das war schon intensiv.“

 

Mindestens so intensiv sind auch die Stücke, in denen genrefremde Klänge in die Songs verwoben sind, angeblich nutze Herman diese Elemente, um die Stücke interessant zu machen. Stellt sich die Frage, ob sich für ihn der typische „Faster than the light“-Stil der Band abgenutzt hat. “Hmm, die Geschwindigkeit macht bei uns einen Song nicht schnell, sondern eingängiger und kräftiger. Wir schreiben keine schnellen Songs, um schnell zu sein. Ok, diese Midtempo-Nummern langweilen uns, wenn wir unsere schnellen Songs gehört haben. Ich bevorzuge in diesem Stil einfach die schnellen Nummern, wenn wir einen langsamen Song auf ein Album von uns packen würden, wäre er zu schleppend. Die schnellen Nummern sind da eher mein Ding.“ grinst Herman. Besonders bei „Trail Of Broken Hearts“ kommen derartige Effekte zur Geltung, bei denen man Anfangs denken würde, das es sich um Keyboards handele, doch mitnichten. Gitarrist Herman kreierte diese Klangkollage. “Viele dieser Geräusche hab ich durch das Scrappen mit dem Plektrum auf den Saiten gemacht oder durch das Handballenaufdrücken auf dem Rücken der Gitarre, alles mit verschiedenen Geschwindigkeiten. Das klingt dann wie ein 80er Jahre Videospiel. Etwa so: OOOUUUGH! Das klingt dann wie ein Geist.“ gibt der Saitenvirtuose eine kleine Lehrstunde seines Könnens. “Die Keyboards klingen auf diesem Album auch anders als auf den Vorgängern, auch in diesem Geisterstil.“ fügt Herman noch schnell hinzu, der sich als Liebhaber alter Computerspiele entpuppt. “Ja, ich mag Computerspiele, aber nur die alten aus den 80ern, die 8- und 18-Bit-Spiele, aber im Tourbus spiele ich das nicht mehr, wir haben diese Spiele zwar auf dem Laptop, ich spiele die aber eher zuhause.“ gibt der Gitarrist zu Protokoll.

„Inhuman Rampage“ wurde zuhause im eigenen Studio eingespielt, was viele Vorteile für einen Gitarristen birgt, wenn man die Produktion selbst in der Hand hat. “Wir können die Gitarren einfach so spielen wie wir es wollen und müssen auf keine externe Meinung hören. Wir wissen schon, wie es zu klingen hat. Außerdem hat man mehr Zeit, kann Pausen machen, wann man will ohne sich bewusst sein zu müssen, dass diese Pause jetzt auch bezahlte Studiozeit ist. Es ist also ein viel relaxter Prozess. Gut, auch nicht wieder so relaxt, man hat trotzdem eine Deadline die man einhalten muss.“ lacht Herman. Trotzdem fragt man sich immer wieder, wie Dragonforce-Songs überhaupt entstehen, wie die Band es schafft, aus der Melodie, Geschwindigkeit, Eingängigkeit und Chaos etwas zu zaubern, was im Endeffekt nach Dragonforce klingt und nicht wie ein außer Kontrolle geratener Xwing-Fighter. “Zu allererst beginnen wir immer mit der Melodie, dann kommen die Vocals, die Drums. Aber wir beginnen immer mit der Melodie. Für uns ist die Melodie das Hauptziel, der sich Gitarren, Drums und Riffs unterordnen. Erst dann beginnen wir darüber nachzudenken, mit welchen Effekten man z.B. einen Song interessanter machen kann.“ definiert Herman das Band-Geheimnis. “Die Texte sind auch diesmal wieder separat voneinander gehalten, jeder kann sich seinen eigenen Reim darauf machen. Außerdem verlieren sie ihre Magie, wenn man zuviel über sie redet.“ zwinkert der Gitarrist.

Die vielfältigen Herkunftsländer waren einst neben dem Hochgeschwindigkeitssound der Engländer das Markenzeichen von Dragonforce, so kommt Herman z.B. aus Hong Kong. Dementsprechend treffen die unterschiedlichsten Charaktere und Kulturen in der Band aufeinander. “Sam ist definitiv der verrückteste aus der Band, es ist sehr schwierig alle zu beschreiben, denn sie sind alle sehr unterschiedlich, aber das ist normal, weil wir aus allen Ecken der Welt kommen. Sam ist sicherlich normal für Neuseeländer Verhältnisse. Man muss alle einfach mal treffen und erleben.“ so Herman. Und wie könnte man denn die Essenz der Band mit allen Mitgliedern in einem Wort beschreiben? “Fun! Definitiv Spaß, wir sind alle so unterschiedlich und wir haben so viel Spaß miteinander.“ betont der sympathische Saitenhexer. So eine Band hat es doch verdient, mindestens genauso groß wie Iron Maiden zu werden. Herman ist da skeptisch: “Ich glaube nicht, dass wir das schaffen, denn wir spielen ja nicht unbedingt eine trendy Musik mit Vier-Minuten-Stücken für das Radio. Wir werden sehen, was das Album bringt, spielen die Tour und werden den Leute beweisen, dass wir unsere Songs auch live spielen können!“


 

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Ingo
© 01/2006 whiskey-soda.de
 


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