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Suede -  A New Morning     Artist:  Suede
    Album:  A New Morning
    Label:  Epic / Sony
    Release:  30.09.2002
   Medium:  Album
    Genre:  Alternative ausdrucken 
    Autor:  Birte empfehlen/teilen 
 

A new morning, ein Neubeginn für Suede? Zuerst einmal fällt Brett Andersons Stimme auf, die nicht mehr so hoch und durchdringend klingt wie früher, sondern einen rauheren Ton angenommen hat. In einem Raum mit vielen Suede-Fans würde ich mich nicht trauen dies auch nur zu flüstern, aber Brett erinnert zeitweise tatsächlich an Liam Gallagher. Das Alter, die unzähligen Zigaretten?
Unverkennbar sind die Spuren des Älterwerdens nicht nur in der Stimme, den faltigen Gesichtern und plötzlichen Beteuerungen, das Rauchen aufgeben zu wollen, sondern auch in den Texten: Der Sänger hat die Referenzen an "elephant men" hinter sich gelassen und präsentiert sich stattdessen als gedankenvoller Beobachter im Regen spielender Kinder.
Suedes pathos-erfüllte Texte haben mich von jeher entweder beflügelt oder peinlich berührt, ein Schema, das ich mit 'A New Morning' wieder erlebe. Da findet sich unglaublicher Kitsch, so zelebriert der Sänger in der Vorabsingle 'Positivity' mit den Zeilen "and the birds sing for you and your positivity" die neuentdeckte Lebensfreude. Cheesy! 'Lost in TV' ist immerhin eine interessante Gesellschaftskritik, doch das Hinzukommen einer zweiten Stimme, die auf mich wirkt wie ein süßlicher Backgroundchor, führt zu keinem wünschenswerten Effekt.
Sofort überzeugend ist der tempo- und gitarrenreiche Song 'Obsessions' mit typisch suede´schen Lyrics: "it's the t-shirts that you choose, like you're in the air force". 'Lonely Girls' beschreibt die Hoffnungen und Träume einsamer Mädchen... Mit dem Haus auf dem Land wird es für Brett wohl nichts, tendiert er doch immer noch dazu, die Großstadt zu romantisieren. Statt "day trips" gibt es daher nur der Traum von der Zukunft, in die sich Brett in der wehmütigen Ballade 'Astrogirl' flüchtet: "in the future world, with an astro girl, one on one is all you need". Musikalisch stark von Bowies Diamond Dogs-Ära geprägt, zählt dieser Song zu den Highlights des Albums.
Ein Versuch, sich selbst zu imitieren (und zwar den Song 'Metal Mickey') folgt mit dem gitarren-lastigeren 'Beautiful Loser', und mißglückt (was vorauszusehen war). Leider weckt das Riff bloss die Erinnerungen an einen genialen Bernard Butler und langweilt dann sehr schnell. Kurzweiliger ist da die Anleitung des Tracks 'Streetlife', die Straße im Beat des Beton zu beschreiten ("it's the beat of the concrete street, that you've loved for a million years"), begleitet von mitreißenden "wha hoo wha's".
Ganz überraschend folgt ein kurzes akustisches Lied namens Morning, gesungen mit zärtlicher Stimme, "sleepyhead get out of the bed, the big bad world is calling".
'One Hit to the Body' schlägt wieder einen rockigeren Ton an, wobei Suede auf dem hauchdünnen Grat zwischen zerbrechlicher Melodie und anspruchsvollem Stadionrock balancieren. Beim Refrain kippt der Song dann leider endgültig in Richtung Bon Jovi oder alternativ Hootie and the Blowfish (letzteres ein wenig tröstlicher Kommentar eines Redaktionsmitglied, das namentlich nicht genannt werden will - meine Rache sei dir gewiss). Am besten ganz schnell vergessen! Dabei hilft das bereits angesprochene 'When The Rain Falls', eine gänsehaut-taugliche Ballade, die fast schon den "euphorischen Weltschmerz" weckt, wie ihn das epische Dog Man Star-Album hervorzurufen vermochte. Ein schöner Abschluss für ein doch recht durchwachsenes Album.
Eigentlich dürften nach zwei Jahren Arbeit, während derer ein komplettes Album in den Müll gewandert ist und Gerüchten nach Gesamtkosten von einer Million Pfund aufgelaufen sind, ein paar Überraschungen doch angebracht sein - doch das Versprechen des Titels wird leider nicht eingehalten. Die neue Scheibe reiht sich fast nahtlos hinter den letzten beiden Alben, Coming Up und Head Music, ein, die eigentlich schon erschreckend schwach waren. Brett ist erwachsen geworden, nüchterner auch, was sich in der Musik nicht unbedingt positiv niederschlägt.
Fairerweise sollte aber dazu gesagt werden, dass Suede niemandem etwas beweisen müssen, haben sie doch vor zehn Jahren mit ihrem Debüt eine neue Epoche des britischen Pop eröffnet und sind seitdem, trotz aller Verliebtheit in den Erfolg, niemals unter der Räder gekommen. Wenn man daher Milde walten lässt und vielleicht sogar das Album aus dem bandhistorischen Kontext nimmt, sprich zehn Jahre für eine Dreiviertelstunde vergisst, offenbaren sich die Stärken von 'A New Morning': Was dem Album an Innovation fehlt, macht es durch Leidenschaft wieder wett. Zwar sind leider keine nennenswerten Gitarren zu hören, dafür aber ein krächzender, langvermisster Brett.


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Suede - A New Morning
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