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Dimmu Borgir -  Death Cult Armageddon     Artist:  Dimmu Borgir
    Album:  Death Cult Armageddon
    Label:  Nuclear Blast
    Release:  08.09.2003
   Medium:  Album
    Genre:  Metal ausdrucken 
    Autor:  Ingo empfehlen/teilen 
 

Haben wir hier bereits das Black Metal-Album des Jahres vorzuliegen? Haltet ein, Black Metal-Puristen, ich rede hier natürlich nicht vom Oldschool-Geknüppel mit notwendiger mieser Produktion und Tonnen von Blastbeats. Dies sei gewiss, Dimmu Borgir haben schon lange nichts mehr mit dem ursprünglichen Black Metal zu tun, haben für sich ihre Variante des schwarzen Musizierens entdeckt. Ähnlich wie das grelle Vampir-Theater Cradle Of Filth brachen die Dimmus verkrustete Grenzen der Stilistik auf, verbanden die schroffe Ästhetik des nordischen Sounds mit kommerziellen Strukturen, ohne dabei zum Ausverkauf zu verkommen. Sicher, vom Underground gehasst, polarisieren wie keine andere Band die Mannen um Sänger Shagrath, doch nach dem Überalbum "Enthroned Darkness Triumphant" und spätestens mit dem Nachfolger "Spiritual Black Dimensions" ist durch die Norweger der Black Metal (wenn auch speziell in dieser bombastischen Form) salonfähig geworden. Das Monster wurde an das Tageslicht gezerrt.
Die Tradition der scheinbar sinnlosen Kombination der Drei-Wort-Titel blieb natürlich erhalten und nachdem Cradle Of Filth auf "Damnation And A Day" eine neue Runde im immer pompöseren Einsatz von organischen Orchestern einläuteten, fahren nun Shagrath, Galder, Mustis, Silenoz, Simen und Nicholas Barker ein ebenso mächtiges Geschütz mit "Death Cult Armageddon" auf: Das Prager Ensemble mit 48 Musikern veredelte die Kompositionen, geben quasi auf die eh schon üppigen Songs die klassische Adligung wie der Zuckerguss eine achtstöckige Cremetorte nochmals versüßt. Doch macht man nicht den Fehler, durch den Orchestereinsatz zahmer zu klingen, da sich die Herren Musiker aus der Goldenen Stadt damit auseinandersetzen durften, Blastbeats zu spielen...
Und so klingt "Death Cult Armageddon" wieder entschieden melodischer als das etwas überproduzierte und mit zu lautem Schlagzeug versehende "Puritanical Euphoric Misanthropia", kommt von der Eingängigkeit und Hymnenhaftigkeit an eben jene Überwerke heran, die die dunkle Burg, so der Name der Dimmus aus dem isländischen übersetzt und laut Legende Eingang zum Tor der Hölle, über Nacht zu Black Metal-Ikonen machten.
Der Opener "Allegiance" kommt als Black Metal-Schlachtross daher geritten, zu dem eine Armee von Fanfaren, Streichern zum diabolischen Tanz aufspielt. "Progenies Of The Great Apocalypse" setzt dem Wahnsinn noch mal eins drauf und hätte in Sachen Bombast und Härte gut und gerne die "Herr der Ringe"-Trilogie akustisch schmücken können. Grandios, besonders durch den Zusatz vom sehnsüchtigen Gesang Simen´s, der im reizvollen Kontrast zu Shagraths Gurgeln steht! Auf "Vredesbyrd" zeigt sich dann endlich die Herkunft der Band, seit langem mal wieder ein norwegisch "gesungenes" Stück der Band, das grob übersetzt soviel wie "Bürde Des Zorns" bedeutet.
"Blood Hunger Doctrine" setzt dann alle erotischen schwarzmetallischen Fantasien beim Hörer frei, böse und lüstern. "Cataclysm Children" lugt in Richtung Satyricon und Goldkehlchen Shagrath vergewaltigt erneut seine Stimmbänder. "Eradication Instincts Defined" zeigt dann erneut große Kunst, mehr Bombast, Majestätik und Brimborium ist schwerlich zu realisieren und der Beweis, das Black Metal mehr ist als nur stupider Krach: Black Metal ist Fantasie, ein mitreissendes Musical. Definitiv eines der besten Stücke der Band. Der herbe Ausklang "Heavenly Perverse" bietet dann ein anprangerndes Thema: Kindesmissbrauch durch Priester, was durch die Opulenz des restlichen Albums etwas nüchtern daherkommt.
"Death Cult Armageddon" ist ausgewogen produziert, hervorragend arrangiert, vielfältig, bunt, schillernd, voller Dramatik, Bombast, Leidenschaft, Fantasie, Sexappeal. Unnötig zu sagen, dass dieses Werk ein Pflichtkauf für alle Fans darstellt, ebenso für alle, die dunklen Bombast mögen. Optisch möge dieses Album gleichzusetzen sein mit einem gigantischen, spektakulären Vergnügungspark in der Hölle. Also Platz nehmen in dieser Black Metal-Kutsche und volle Fahrt aufnehmen. Das diabolische Grinsen stellt sich dann von selbst ein...


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Dimmu Borgir - Death Cult Armageddon
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- Dimmu Borgir
- Dimmu Borgir - MySpace-Seite

Artikel:
- Dimmu Borgir - Der freie Wille ist Gesetz

Rezensionen:
- Puritanical Euphoric Misanthropia
- Death Cult Armageddon
- Stormblast 2005
- In Sorte Diaboli
- Abrahadabra


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