whiskey-soda Musikmagazin whiskey-soda Musikmagazin whiskey-soda Musikmagazin
Musikmagazin - Home whiskey-soda Musikmagazin
whiskey-soda Musikmagazin whiskey-soda Musikmagazin whiskey-soda Musikmagazin
whiskey-soda Musikmagazin zur Startseite whiskey-soda Musikmagazin zur Story Seite whiskey-soda Musikmagazin zur Rezensionen Seite whiskey-soda Musikmagazin Livekonzerte und -Interviews whiskey-soda Musikmagazin Community und Forum whiskey-soda Musikmagazin whiskey-soda Musikmagazin einfach mal suchen whiskey-soda Musikmagazin
News   
Reviews   
Stories   
Live (WS-TV)   
WS Präsentiert   
Forum   
Facebook   
 

      registrieren  

Plagues Upon Arda
Khazaddum
Plagues Upon Arda
(Deathmetal)

To The Bone
Steven Wilson
To The Bone
(Progressive Rock)

Brutalism
Idles
Brutalism
(Punk)

Give Us Extinction
All Out War
Give Us Extinction
(Metalcore)

Berdreyminn
Solstafir
Berdreyminn
(Post-Rock)

To The Moon And Back
Blackmore's Night
To The Moon And Back
(Folkrock)

Howling, For The Nightmare Shall Consume
Integrity
Howling, For The Nightmare Shall Consume
(Hardcore)

Everything Now
Arcade Fire
Everything Now
(Indie-Rock)

I Love You All The Time - Live At The Olympia In Paris
Eagles Of Death Metal
I Love You All The Time - Live At The Olympia In Paris
(Stoner Rock)

Solveig
Seven Spires
Solveig
(Metal)



David Bowie -  Nothing Has Changed.     Artist:  David Bowie
    Album:  Nothing Has Changed.
    Label:  Parlophone / Warner
    Release:  14.11.2014
   Medium:  Album
    Genre:  Artrock ausdrucken 
    Autor:  Valentin empfehlen/teilen 
 

'Nothing Has Changed.' Für sich genommen eine völlige Fehleinschätzung, ruft man sich vor Augen, welche stilistischen Hakenschläge David Bowie über die Jahrzehnte unternommen hat, um sich wiederholt in Vorreiterposition zu manövrieren. Die ultimative Ausstellung zum Künstler, die im V&A-Museum in London ihren Anfang nahm und in diesem Jahr auch in Bowies zeitweiser Heimat Berlin gastierte, legt Zeugnis über sein wahrlich weltbewegendes Wirken ab. Seit seiner geburtstäglichen Rückmeldung Anfang 2013 regnet es wieder Ruhm und die Plattenindustrie lobpreist - nicht ganz uneigennützig - das Schaffen Bowies mit dem Release von Neuauflagen und Werkschauen. Im September noch erschien mit 'Sound + Vision' der letzte fette diskographische Rundumschlag, nun folgt mit ebenjenem 'Nothing Has Changed.' der nächste, vermarktungsstrategisch möglicherweise smartere Twist.

Wo 'Sound + Vision' nichts anderes war als ein verwegener Insider-Spaziergang im muffigen Archiv, mal hier, mal dort auf der Suche nach Fortbildung ins staubige Regal greifend, stellt 'Nothing Has Changed.' die größten Schlaglichter der Diskographie zu Porzellan und Tafelsilber in die beleuchtete, mit Spiegeln ausgekleidete Wonzimmer-Vitrine. Dass sich nun 'Nothing Has Changed.' von seinem ersten und jünsten Track an Schritt für Schritt wohlbedacht weiter in die Vergangenheit vorarbeitet und damit genau gegenläufig vorgeht, ist symptomatisch. 'Sue (or In A Season Of Crime)' heißt jener erste Track, auf dem sich Bowie an der Hand von Maria Schneider und Orchester in die schwierigen Vegetationszonen des Jazz wagt - und so bald nicht mehr dort rauskommt. Saxo-Brassband-Pomp, nervöses Schlagwerk, Irrsinns-Vibrato on top und fertig sind sieben Minuten E-Musik-Hölle. Was man bei anderen Künstlern als Anflug von Größenwahn einstufen und möglicherweise gar geringschätzen würde, schluckt man bei Bowie einfach und staunt.

Von da an geht es mit Brian Eno und Tony Visconti als Wingmen weiter durch ein feudales Greatest-Hits-Spalier, tiefer und tiefer in die Historie, immer mal wieder aufgefüllt bis angereichert von forschen Re- und zurückhaltenden Alternate-Mixen, die in einem geradezu konfusen Pet Shop Boys-Mashup von 'Hallo Spaceboy' gipfeln, dem man sich einfach nicht entziehen kann. Am Ende steht - neben ein paar anderen alten beat-beeinflussten Schätzchen - 'Liza Jane' aus dem Jahre 1964, damals noch aufgenommen als Davie Jones, den Anfang machen Stücke, die jünger sind als die Jahrtausendwende (Stichwort 'Heathen' - ein sträflich unterbewertetes Album!) und bisher von keiner Bowie-Compilation abgedeckt wurden. 'Sunday', aus dessen Bridge ein Vers für den Titel der Sammlung herhielt, zählt gleichwohl nicht dazu. Dazwischen drängen sich erwartungsgemäß die Hits; von Meilensteinen wie 'Starman' - man rufe sich den wegweisenden Top Of The Pops-Auftritt von 1972 in Erinnerung - oder 'Space Oddity', dem Durchbruchs-Song schlechthin, bishin zum neuzeitlichen 'New Killer Star' vom 'Reality'-Album bedient 'Nothing Has Changed.' alle Geschmäcker - und fängt sämtliche (auch stimmliche) Wandlungen des Chamäleons ein. Hinzu kommen spannende Raritäten in maßvoller Dosierung, wie etwa 'Let Me Sleep Beside You' und 'Shadow Man', die Teil des nie offiziell veröffentlichten Albums 'Toy' aus dem Jahr 2000 ... sind? ... waren? ... geworden wären? Man weiß es nicht. Was man aber weiß: Die komische blaue 'Best Of Bowie' von 2002 kann weg.

Je nach Hitbedarf und/oder verfügbarem Abspielgerät kann der Hörer zwischen 3CD-, 2CD oder Doppel-Vinyl-Ausgabe wählen. Die volle Ladung bietet die 3-CD-Edition; jede weitere Variante dampft die Auslese weiter ein, sodass spätestens auf den zwei Schallplatten sämtliche Tracks hinlänglich bekannt und beliebt sein dürften. Wann könnte man treffender von der berühmten Crème de la Crème sprechen als im Falle dieser Compilation? Alle Bündel kommen mit verschiedenen Coverartworks gleichbleibender Motivkonstellation: David Bowie blickt in einen Spiegel und nimmt je nach Schaffensphase ein anderes Gesicht, eine andere "Ausgabe" seiner selbst wahr. Danke, Jonathan Barnbrook, aber mal ehrlich: als bräuchte es dieses Jahr noch mehr Fingerzeige auf das Bowie-Lebenswerk und seine Gewaltigkeit. Schön ist's aber allemal. Klappt man die Flügel der aufwändig gestalteten Gatefold-Box auf, prangt dort die unumgängliche Richtigstellung - und mit ihr die nächste Zeile von 'Sunday': Everything has changed. Aus nichts wird alles, aus allem nichts. Es scheint, als könne Bowie selbst mit dem Königspaar der Gegensätze ungehindert seine Spielchen spielen.


  WS-Bewertung: o.B. User-Bewertung: 0 Deine Bewertung:
0 Kommentare vorhanden Anmelden und mitmachen!
 
Deine Kritik oder dein Kommentar zu
David Bowie - Nothing Has Changed.
Meinungsbox
Du bist eingelogged als Anonymous
hier deinen Eintrag abschicken


Kurzinfos: David Bowie

Interesse?



Homepage:
- David Bowie
- David Bowie

Artikel:
- David Bowie – Who Will Love Aladdin Sane? Miss Pac-Man wird 60!
- David Bowie - Kunst essen Tod auf

Rezensionen:
- A Reality Tour
- The Next Day
- Aladdin Sane (40th Anniversary Edition)
- Sound + Vision
- Nothing Has Changed.
- Blackstar

Kurzinfos: Pet Shop Boys

Homepage:
- Pet Shop Boys - Homepage

Rezensionen:
- Elysium
- Electric


whiskey-soda RSS Feed

FACEBOOK

YOUTUBE

CD des Monats 08/17
Steven Wilson - To The Bone

Steven Wilson - To The Bone


alle Reviews hier



   
Seite/ Inhalt gefällt mir
whiskey-soda als Bookmark bei: Mr. Wong whiskey-soda als Bookmark bei: Webnews whiskey-soda als Bookmark bei: Facebook whiskey-soda als Bookmark bei: Icio whiskey-soda als Bookmark bei: Linkarena whiskey-soda als Bookmark bei: Favoriten whiskey-soda als Bookmark bei: BoniTrust whiskey-soda als Bookmark bei: Favit whiskey-soda als Bookmark bei: Linksilo whiskey-soda als Bookmark bei: Readster whiskey-soda als Bookmark bei: Folkd whiskey-soda als Bookmark bei: Yigg whiskey-soda als Bookmark bei: Digg whiskey-soda als Bookmark bei: Del.icio.us whiskey-soda als Bookmark bei: Reddit whiskey-soda als Bookmark bei: StumbleUpon whiskey-soda als Bookmark bei: Blinklist whiskey-soda als Bookmark bei: Technorati whiskey-soda als Bookmark bei: Newsvine Information

Home | News | Stories | Reviews | Live | Forum | Community | Impressum | B2B | Newsarchiv | Storyarchiv | Reviewarchiv | 1995-2017 © whiskey-soda.de