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Crematory -  Antiserum     Artist:  Crematory
    Album:  Antiserum
    Label:  Spv
    Release:  21.02.2014
   Medium:  Album
    Genre:  Gothicmetal ausdrucken 
    Autor:  Ingo empfehlen/teilen 
 

Es gibt Bands, die polarisieren und es gibt Bands, die interessieren keinen. Crematory gehören zur ersten Gattung, entweder man liebt oder man hasst sie. Dazwischen gibt es nichts. Doch auch die Kritiker müssen anerkennen, dass sich die Rheinland-Pfälzer mit jedem Album weiter entwickelt haben bzw. ihren musikalischen Output mit verschiedenem Fokus versahen.

So überrascht das neue Werk "Antiserum" mit starken elektronischen Momenten, die es in dieser Art bereits auf "Revolution" (2004) gab, die diesmal aber deutlich konsequenter genutzt werden. In Zusammenarbeit mit Elmar Schmidt von der Hamburger EBM-Band Centhron ist so eine spannende, mit eigener Atmosphäre versehende Mixtur aus den bekannten Gothic Metal-Klängen der Band und kalten, faszinierenden EBM-Keyboards mit hohem Tanz- und Melodiefaktor entstanden. Crematory wirken 2014 mit ihren ureigenen Melodien und den technoiden Klangteppichen noch eigenständiger und vielschichtiger, als sie es in der Vergangenheit sowieso schon waren.

Der Beginn "Apocalyptic Vision" mit dem Godgory-Gedächtnis-Piepen eines EKG-Gerätes und einer typischen Crematory-Melodie wirkt tatsächlich apokalyptisch, dass sich der Fan in eine Cyberpunk-Undergrounddisko nach dem atomaren Knall versetzt fühlt. "Until The End" leitet mit gleichem Thema geschickt über, sorgt mit fetten Metalgitarren, den Growls von Sänger Felix Stass sowie den breiten Keyboardlinien wie den EBM-Parts mit dem klaren Chorus-Vocals von Gitarrist Matthias Hechler für absoluten Hit-Alarm.

"If You Believe" sorgt durch die Keyboard-Melodielinie gleich für vertraute Atmosphäre, die kühlen Elektroparts stehen in intensivem Kontrast zum leidenschaftlichen Refrain. Das nachfolgende "Inside Your Eyes" schlägt in gleiche Kerbe und sollte alle Fans beglücken. "Kommt näher" zeigt mit am deutlichsten, wie sehr die neue Liaison funktioniert, deutscher Text, verzerrter Gesang und diese in den Körper gehenden Sounds bescheren einen neuen Band-Hit!

"Irony Of Fate" klingt schon vom Titel her klassisch, ist auch ein typischer Crematory-Track, der mit spannenden Soundeffekten das gewisse Etwas erhält. "Virus" wäre als Soundtrack für einen imaginären Cyber-Thriller geeignet, "Back From The Dead" ebenso. "Welcome" mit seinem großen Refrain fällt wieder traditioneller aus, mit "Antiserum" ist Crematory ein weiter eisig-verführerischer Klangbrocken gelungen, der irgendwie anders als die restlichen Songs mehr Hoffnung verstrahlt. Absoluter Hit!

Man merkt, wie viel Arbeit Crematory in die Integration der EBM-Momente in den eigenen Sound investiert haben, das Ergebnis lohnt sich aber definitiv. "Antiserum" überzeugt mit eigener Atmosphäre, ist aber typisch Crematory. Der EBM-Metal kann in seiner Erstaufführung als absolut gelungen bezeichnet werden.


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Centhron au weh. Das passt. Die sind genauso primitiv....

von The Wendigo (19.02 | 07:25)

Du und dein Problem mit Crematory :)

von Ingo (19.02 | 18:10)
 
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- Crematory - Schlecht gecovert, aber vom Drummer super gespielt
- Crematory - 'Wir sind keine alten Säcke!'

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- Infinity
- Antiserum
- Monument

Kurzinfos: Godgory

Rezensionen:
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