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Manowar -  The Lord Of Steel     Artist:  Manowar
    Album:  The Lord Of Steel
    Label:  Magic Circle Music
    Release:  16.06.2012
   Medium:  Album
    Genre:  Metal ausdrucken 
    Autor:  The Wendigo empfehlen/teilen 
 

Was soll man zu Manowar noch sagen? Heavy Metal in Reinkultur, peinlich, laut, hart, von nackten Mädchen umgeben, Alkohol, Motorräder - es gibt wirklich kein einziges Klischee, das die Amerikaner noch nicht weidlich ausgereizt hätten. Von martialischen Texten und einem Auftreten, das mit 'gesundes Selbstbewusstsein' noch zurückhaltend beschrieben ist, getragen, hat sich der Vierer seit 1980 eine riesige Fangemeinde erspielt – und mindestens ebensoviele Leute belächeln die Band und finden die ganze Sache nur albern. Manowar polarisieren, und das ist ja auch nichts Schlechtes. Man kann ja Edel-Trash mögen, wenn man sich bewusst ist, DASS es Trash ist.

Die Band selbst nimmt sich stellenweise zu ernst – was auch in den Ankündigungen zum neuen Album 'The Lord Of Steel' deutlich wurde, als Mr. Selbstinszenierung Himself, Joey DeMaio, mal wieder Superlative spuckte wie das Guiness Buch der Rekorde. Ist 'The Lord Of Steel', das zwölfte Album der Band, diese Superlative wert? Zunächst einmal gibt es Änderungen. Eigentlich war ja 'The Asgard Saga' geplant gewesen, mit den üblichen Themen, mit den üblichen Texten und dem üblichen Bombast. Irgendetwas hat die Band allerdings in den vergangenen drei Jahren seit 'Thunder In The Sky' veranlasst, umzudenken.

Primär fällt ersteinmal auf, dass das Album weltweit nur als digitaler Download erscheint – mal abgesehen davon, dass es als physische Beilage einer limitierten Metal Hammer-Edition beiliegt, die man im Internet erstehen kann. Im Selbstverständnis von Manowar dürfte es zwar eher so sein, dass das Album in einer streng limitierten Sonderausgabe erscheint, welcher in Großbritannien der Metal Hammer beiliegt - aber das liegt sicher im Auge des Betrachters.

Die Abkehr von der noch zur Jahrtausendwende mit Verve von der Band bemühten physischen Ausschließlichkeit hin zum reinen digitalen Download mutet schon etwas seltsam an. Immerhin wird Anfang September noch eine echte CD erscheinen, da kann man dann den Fans zweimal das Geld aus der Tasche ziehen.

Musikalisch ist das, was auf 'The Lord Of Steel' zu finden ist – oh Wunder! – gewöhnungsbedürftig. War bisher immer von vorneherein klar, was man bei Manowar bekommt, ist das auf 'The Lord Of Steel' nicht so. Auf den letzten Alben bis hin zum völlig überladenen, an Peinlichkeit kaum zu überbietenden 'Gods Of War' war eine klare Linie hin zu 'immer größer' erkennbar. Damit ist es jetzt vorbei.

Die Band hat wirklich jedes Keyboard über Bord geworfen und honoriert damit einen Keyboard-ablehnenden Wahlspruch, den sie vor Jahrzehnten mal aufgestellt hatte, zwischenzeitlich aber wohl verdrängt hat. Die Tracks sind kurz, knallhart und sehr geradlinig. Es fehlt jeder Bombast. An zweiter Position gibt es den Fansong, heute 'Manowarriors' genannt (warum bloß die Band auf dieses naheliegende Wortspiel nicht früher gekommen ist...?), an Position Vier die Ballade - 'The Lord Of Steel' ist ein schwermetallischer Rückfall in die 80er Jahre. Ganz in der Tradition der wirklich großen Scheiben der Band wie 'Into Glory Ride' und 'Kings Of Metal' dröhnt hier reinblütiger traditionalistischer Metal aus den Boxen, den die Band in den letzten 15 Jahren offensichtlich vergessen hatte. Natürlich werden bei der extrem nah an 'Heart Of Steel' gehaltenen Ballade 'Righteous Glory' die zum Himmel fliegenden Walküren bemüht, aber in den meisten Stücken hat das pseudonordische Gebrabbel ein Ende. 'Expendable' beschäftigt sich offensichtlich mit demselben Thema wie Stallone's gleichnamiger Film und auch 'Black List', 'Annihilation' und das bereits bekannte, für einen Filmsoundtrack geschriebene 'El Gringo' haben mit dem üblichen Thema der Band wenig zu tun. Klar: 'Fight', 'Kill', 'Die', 'Hail', 'Steel' - ohne das läuft bei Manowar auch nach einer Generalüberholung nichts, aber es wurde auf ein nur noch etwas albernes und somit sehr akzeptables Niveau zurückgefahren. Auch wunderbare Textzeilen wie 'Live one day like an eagle or a lifetime as a fly' dürfen nicht fehlen. Das Riffing und insbesondere das Drumming werden wohl nie mehr besonders exquisit und komplex ausfallen – aber der Titeltrack 'The Lord Of Steel', sowie 'Hail, Kill And Die', das die Tradition der Band, alle Albentitel hintereinander in eine Textzeile zu pressen wiederaufleben lässt, sowie auch 'El Gringo' sind Stücke, die auch in den besten Zeiten der Band gute Songs gewesen wären.

Was dieses Album so gewöhnungsbedürftig macht, ist Joey deMaios Bassspiel. Der Bass ist so extrem in den Vordergrund gemischt, dass man zunächst rätselt, ob es sich tatsächlich um den endgültigen Mix handelt, danach verzweifelt an seinen Soundeinstellungen herumdreht, bloß um dann irgendwann irritiert aufzugeben. Das Ganze klingt bassmäßig ein wenig nach 'Pulling Teeth' von Metallica's Debut 'Kill'em All', und das ist klangtechnisch wirklich mühsam. Dadurch hat das Album fast bekifft und psychedelisch anmutende Momente wie bei dem extrem zurückgefahrenen 'Black List', das vor Uneingängigkeit und Sperrigkeit nur so strotzt, oder dem wie ein klassischer Stoner-Song beginnenden 'Born In A Grave'. Ähnliches gilt für Teile von 'Touch The Sky' - nur Drums, Bass und Gesang kann zunächst etwas an den Nerven zerren, wird dann aber von einem Manowar-typischen Refrain aufgelöst. Der Fokus des Albums liegt so extrem wie noch nie auf den Vier- und Sechssaitern und ihren Soli. Ein reinrassiges Metal-Album ist das auf jeden Fall, ja - wenn auch anders als der übliche Drachen-Titten-Alkohol-Wahn und somit allemal ungewöhnlich für Manowar'sche Verhältnisse.

Klangtechnisch ist 'The Lord Of Steel' so absonderlich und so anders, dass man manchmal fast bezweifeln möchte, dass es sich wirklich um Manowar handelt. Spätestens bei Eric Adams' gleichbleibend gutem Gesang und dem extrem simplen Drumming ist dann aber wieder klar – ja, hier ist Manowar. Mit Sicherheit werden viele Fans der letzten drei Alben immense Probleme mit 'The Lord Of Steel' haben – Fans der allerersten Stunde werden sich an der Rückbesinnung auf uralte Tugenden unglaublich erfreuen. Manowar haben mit 'The Lord Of Steel' den richtigen Weg eingeschlagen – auch wenn die Superlative für dieses Album wirklich unpassend sind. Ganz im Gegenteil – 'The Lord Of Steel' ist ein kleines, fieses Album mit starkem Hang zur Basis. Ein Segen!


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Beschissener Sound, beschissene band, beschissenes Album.....

von Morphie (17.06 | 10:59)

Jau, auch diese Einstellung kann man voll und ganz nachvollziehen. Bei Manowar gibts wohl nur JA oder NEIN. Polarisierer halt.

von The Wendigo (17.06 | 11:21)

Wobei Manowar zu ihren anfangszeiten (Battle Hymns) eigentlich ganz gut fand aber heutzutage kann ich es in keinster Weise nachvollziehen wie man diese Band rund um Obervollpfosten Joy DeMaionese auch nur ansatzweise ernst nehmen kann, jedes Mal wenn der den Mund aufmacht kommen nur selbstverherrlichende Möchtegernsprüche heraus, mit Kritik kann der anscheinend nicht wirklich umgehen. Armseliges Verhalten einer in meinen Augen armseligen Band, Sprüche wie "Whimps and Posers leave the hall" oder "Other bands play, Manowar kill" findet man im Alter von 16 Jahren vielleicht noch cool aber mit meinen mittlerweilen 37 Jahren finde ich das nur mehr lächerlich. Auch musikalisch können Manowar mich nicht mehr wirklich überzeugen, hab mal in "The Lord Of Steel" reingehört aber alleine produktionstechnisch ist das wohl der letzte Dreck was einen Joy DeMaio hier vorsetzt. Ne sorry aber wie man Manowar für so einen Sch... unterstützen kann ist mir ein Rätsel, für mich sind die nix weiter als eine Beleidigung für die Heavy Metal Szene...

von Morphie (22.07 | 21:26)
 
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