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Depeche Mode -   Playing The Angel     Artist:  Depeche Mode
    Album:  Playing The Angel
    Label:  EMI / Mute
    Release:  17.10.2005
   Medium:  Album
    Genre:  Elektro-Pop ausdrucken 
    Autor:  Uraniumstaub empfehlen/teilen 
 

Es gibt nicht viele Bands, welche seit 24 Jahren dabei sind und von denen man behaupten könnte, dass ihre beste Zeit noch nicht um ist, es gibt noch weniger, welche es seit 24 Jahren schaffen interessant und aktuell zu klingen, ohne sich Strömungen unterzuordnen oder antiquiert zu klingen. Bowie schaffte es zwischen 1972 und 1983, die Rolling Stones immerhin zwischen 1962 und 1972. Aber Depeche Mode anno 2005 entspricht – nur um Euch ein Verhältnis zu geben – dem Bowie des Jahres 1991 oder den Rolling Stones von 1987. Phasen also, als diese weder besonders angesagt, noch übertieben kreativ und schon gar nicht relevant waren, zumindest außerhalb der eingeschworenen Zirkel jener Leute, die eh jedes Werk kaufen und gut finden.
Für Depeche Mode gibt es solche Zirkel natürlich auch, aber "Playing The Angel" ist nicht auf deren Zuspruch angewiesen, die drei Briten brechen erneut mit dem ungeschrieben Gesetz, dass es schon schön ist, wenn "alte" Künstler zumindest noch eine halbwegs interessante Arbeit abliefern, deren Reiz sich vor allem bei Kenntnis des Gesamtwerkes erschliesst.

Natürlich kann man auch "Playing The Angel" nicht unvoreingenommen oder gar wie ein Debut hören, der Geist versucht permanent Querverbindungen zu Früherem herzustellen, das neue Album ins Gesamtwerk einzutakten, es zu vergleichen, allerdings – und das ist der Unterschied - wirkt es auch ohne solche intellektuellen Spielereien und wird wieder eine neue Generation an das Phänomen dieser Band heranführen, denen diese Musik frisch und aufregend erscheinen wird und die ein Album bekommen, welches bemerkenswert dunkel ist und den Hörer zum Einstieg erstmal mit einem sieben Sekunden langen, wirklich garstigen Keyboard-Sound erschreckt bevor dann "A Pain I'm Used To" wirklich losgeht. Mit "John The Revelator" schicken sie gleich noch einen rabenschwarzen, unruhig pulsierenden Elektro-Gospel hinterher und generell hat dieses Album einen unversöhnlichen, fast schroffen Grundton, der nur in wenigen Momenten wirklich abgemildert wird. Immer wieder machen sich schleppende Rhythmen breit zwischen denen allerdings durchaus Stücke und Strukturen auftauchen, die man als "typisch" bezeichnen könnte, "Suffer Well" oder die Single "Precious" etwa.
Seltsam, dass Mr. Gore mit dem Alter nicht ein wenig milder wird, irgendwie aber auch beruhigend.
Erst im allerletzten Song lockern sie dann doch noch die Schrauben etwas, bevor sie den Hörer aus ihrer majestätischen und individuellen Soundwelt entlassen.

Bleibt die Frage, was es ist, das diese Band so besonders sein lässt. Die Elektronik? Keyboards schreiben keine Songs, Songs werden von Menschen geschrieben, von Menschen wie Martin Gore und erstmals auch von Dave Gahan (glatte drei Stück!). Und Keyboards klingen – im Unterschied zu Gitarren – nicht automatisch "dreckig", wenn man ein bißchen auf ihnen rumhaut. Einen individuellen, unverwechselbaren Sound auf einem Keyboard zu kreieren ist nämlich gar nicht so einfach. Kraftwerk haben das geschafft. Und Depeche Mode auch.
So ist "Playing The Angel" erneut ein wirklich gutes, intensives Album geworden, eine Album, dessen endgültige Beurteilung erst in Monaten erfolgen kann, welches sich aber in die Achse der "dunklen" Werke – also "Black Celebration", "Violator" und "Ultra" – einzuordnen scheint.
Interessant wäre es allerdings herauszufinden, ob Depeche Mode heute den gleichen Stellenwert hätten, wenn sie eine Gitarrenband wären, aber das ist dann wohl doch ein wenig zu hypothetisch um es ernsthaft zu erörtern.


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