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Coldplay -  X & Y     Artist:  Coldplay
    Album:  X & Y
    Label:  EMI / Parlophone
    Release:  06.06.2005
   Medium:  Album
    Genre:  Britrock ausdrucken 
    Autor:  Tobiohnebo empfehlen/teilen 
 

Zunächst sollte der warme Mai-Abend ganz im Zeichen des Jazz stehen. Das kleine kreuzberger Regenbogen-Kino zeigte die Label-Doku "Blue Note - A Story Of Modern Jazz". Im Hinterkopf hatte ich allerdings, dass später am Abend die Premiere von "Speed Of Sound", der neuen Coldplay-Single, bei Radio 1 laufen sollte. Hastig wieder zu Hause angekommen, wurde also das Radio angeknipst und auf dem Sofa gewartet. Und dann erklangen sie, die ersten Klaviertöne, die Vorbote für das dritte, nicht nur von den Parlophone/EMI-Aktionären lang erwartete Colplay-Album "X & Y". Eine gewisse Enttäuschung war nicht zu verhehlen. Das ganze war zu durchschaubar, zu banal, zu sehr wie eine bloße Variation von "Clocks", einer der Hitsingles vom zweiten Album "A Rush Of Blood To The Head".

Der Dämpfer hatte allerdings den Vorteil, dass die nicht zuletzt durch bandeigene Zitate wie "bestes Album aller Zeiten" hochgeschossenen Erwartungen an das rund einen Monat später erscheinende Album ein wenig gebremst wurden. Darüber hinaus: neben dem Ausdruck "grower" findet sich in jedem englischen Lexikon eine Abbildung eines Coldplay-Albums. Ähnlich wie AROBTTH (mal abgesehen von "In My Place" oder "Politik") entfaltet auch "X & Y" seine Tiefe, seine haften bleibenden Melodien, seine Vielschichtigkeit aus Gitarrenelementen, Streichern, elektronischen Sounds und dergleichen mehr erst nach mehrmaligem Hören.

Hat man sich auf "X&Y" erst einmal eingelassen, erreicht man einen Punkt, an dem alles andere egal ist. Es ist nicht mehr von Belangen, welcher Schlaumeier welche und wie viele U2-Riffs entdeckt haben will, wie viele Monate die Arbeiten an der Scheibe gedauert haben, wie sehr die Existenz von EMI, dem letzten unabhängigen Major Label in Großbritannien, an den Verkaufszahlen hängt oder wie viele Paparazzi -Shots von Gwyneth Paltrow und Apple wieder durch den Boulevard gegeistert sind. Am Ende gibt es nur noch Chris Martins Stimme, die feinfühlige- und gliedrige Gitarre von Jonny Buckland und Lyrics wie "Is there anybody out there who/is lost and hurt and lonely too" ("Square One"), die einen nicht mehr verlassen. Hat man diesen Punkt erreicht, kann man nur noch müde lächeln über Kritiker, die, kaum ist eine Scheibe mal nicht roh und live a la Madsen oder Maximo Park in einer Woche im Studio hingerotzt, "überproduziert" schreien. Darf denn eine Band keine Arbeit mehr in Details und opulenten Sound investieren?

Politische Themen wie fair trade, für die Martin sich engagiert, werden bei der Musik bewusst ausgeklammert. Hier geht es vor allem um Persönliches - Unsicherheiten, Verlustängste ("What If"). Dies drückt sich auch im Albumtitel aus: "In der Mathematik liefern X und Y immer die Antworten, aber im Leben bleibt alles offen", so Chris Martin. "Für mich behandelt das Album die nicht zu beantwortenden Fragen und wie man damit umgeht, dass man die ganzen unbekannten Variablen nicht erklären kann." Genau wie zu Beginn seiner Karriere schreibt der Kopf der Band die Lyrics sehr intuitiv: "The lyrics just pour out, and it's best not to tamper with them." Ein gutes Beispiel hierfür sei auch das ältere Stück "Yellow": "Those lyrics just came out. They don't entirely make sense. But any other words, they just wouldn't feel right." Ein anderes großes Thema ist natürlich wieder die Liebe ("Fix You", "A Message", "Swallowed In The Sea").

Ganz nebenbei ist "X & Y" Coldplays vielseitigste Album geworden, auf dem sich hämmernde Rock-Sounds, genreübergreifende Stücke und die typischen in der Tradition von "Parachutes" stehenden Coldplay-Balladen ("A Message") zu einer Einheit verbinden. Zum Abschluss gibt es dann noch das für Johnny Cash bestimmte Akustikstück "Til´Kingdom Come", welche er für seine American Recordings allerdings nicht mehr aufzunehmen schaffte. Dies hätte Chris Martin insofern auch persönlich viel bedeutet, da The man in black der einzige musikalische Link zwischen ihm und seinem Vater war.

Schlussendlich bleibt nur zu hoffen, dass Martin und seine Mannen den Weg weitergehen, und gerade deswegen eben nicht erreichen, was eigentlich erklärtes Ziel war: einen Status wie U2 zu erreichen. Denn der Truppe um Bono fehlt schon seit Jahren das gewisse Etwas. Coldplay ist eine der wenigen Massen-Bands, die es auf unerklärliche Weise schafft, intim zu klingen. Mag sein, dass sie auch diesmal wieder über 10 Millionen Platten verkaufen. Aber wenn ich mir die Stöpsel meines mp3-Players in die Ohren stecke, gehört die Musik nur mir alleine.


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