Kennt ihr schon… 100 KILO HERZ?

Und plötzlich - oder sagen wir mit dem zweiten Album - sind sie da, diese Bands, für die es von allen Seiten Komplimente hagelt, deren Rauschen im Blätterwald zu einem Sturm anwächst und die allenthalben mit dem Schlagworten „Relevanz“ oder „Wichtig“ bedacht werden. Damit ihr beim next big thing mitreden könnt haben wir 100 Kilo Herz auf den Zahn gefühlt wie das so ist mit dieser Komplimente-Schmeichelei. Oder wie sich das so anfühlt irgendwo zwischen Dayjob und Musikerleben.

Wie ist eure Band entstanden, wie habt ihr zueinander gefunden?

Aus einer Schnapsidee heraus hat Clemens vor ein paar Jahren mal in seinem Bekanntenkreis rumgefragt, wer Lust hat eine Skate-Punk-Band mit Bläsern zu probieren. Das Konglomerat an Musikern nennt sich jetzt eben „100 Kilo Herz“.

Habt ihr mit dem großen Erfolg eurer Platte gerechnet? Was hat sich für euch dadurch geändert?

Wir haben auf unserem Rider jetzt einen Schokobrunnen stehen…Spaß beiseite. Der Erfolg des Albums und die Chartplatzierung auf Rang 19 waren nicht abzusehen und wir sind immer noch geflasht von den ganzen positiven Rückmeldungen. Das freut uns und fühlt sich auch unglaublich gut an. Es wird uns wieder ein paar Türen öffnen, was die erste eigene Tour für 2021 ja bereits beweist. Aber sonst ändert sich nicht viel. Wir haben weiter unsere normalen Jobs, treffen uns unregelmäßig zum Proben und freuen uns auf alles was noch vor uns liegt.

Wie habt ihr die Releasekonzerte in Leipzig empfunden, wie war das Wochenende für euch?

Die Anspannung war natürlich riesig. Unsere größten eigenen Shows die wir je gespielt haben. Dazu die coronabedingte, lange Livepause, 12 neue Songs, zusätzliche Lichttechnik, eine LED-Wand und ein bisschen Pyro und Konfetti. Dazu parallel ein paar Interviews und eine Podcast-Aufzeichnung. Mit „Lulu und die Einhornfarm“ und „Thorsten Nagelschmidt“ waren dann auch Freunde und letztlich der Namensgeber unser Band vor Ort. Perfektes Wetter. Die Crew vor Ort war mega entspannt und so unglaublich professionell, so dass wir uns das ganze Wochenende sehr wohl gefühlt haben und auch Zeit zum Genießen hatten. So konnten wir unsere Shows souverän mit ein paar obligatorischen Verspielern meistern. Das Publikum hat uns von der ersten Minute jeweils durch das Konzert getragen. Dazu kommt, dass auch die Hygieneregeln zu einem sehr großen Teil eingehalten wurden und es diesbezüglich wirklich keinen Anlass zum Ärger gab.

„Wir machen einfach die Musik, die sich für uns gut anfühlt.“

Ihr habt kürzlich die Tourdaten für 2021 veröffentlicht – wie viel Hoffnung und wie viel verhaltenes Kopfschütteln steckt darin?

Gute Frage. Wir können den Kopf nicht in den Sand stecken und warten, dass alles wieder gut wird. Wir müssen ja auch weiter planen. Und die Hoffnung stirbt zuletzt. Es würde uns freuen, wenn es wieder klappt, aber wir können das letztendlich auch nicht beeinflussen.

Warum seid ihr zu Recht die Band, von der man die nächsten Jahre noch Großes erwarten darf?

Ob wir das sind, können wir selbst nicht sagen. In vielen Besprechungen zum neuen Album durften wir lesen, dass wir wichtig sind, dass unsere Themen Relevanz haben und dass unsere Musik auf größere Bühnen gehört. Das fühlt sich natürlich gut an, sorgt aber auch für einen gewissen Druck. Letzten Endes machen wir einfach die Musik, die sich für uns gut anfühlt.

 

Fotocredit: Michael Bomke

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