Wolf Down

Incite & Conspire

  • Artist: Wolf Down
  • Album: Incite & Conspire
  • Label: End Hits Records
  • Release: 2016-02-20
  • Medium:
  • Bewertung:3

Die Krawallmacher von Wolf Down sind wieder da. Nachdem die Ruhrpottler die Politik wieder in den Hardcore zurückgebracht haben, sind sie noch lange nicht am Ende angelangt. Es gibt wohl noch einiges, über das es sich aufzuregen gilt. Mit ‚Incite & Conspire‘ macht die Band auch gleich wieder eine Ansage, wo es hingeht. Wolf Down rufen Gleichgesinnte zusammen, um gegen die Missstände in der Welt vorzugehen.

Textlich nehmen sie dabei kein Blatt vor den Mund. Bei Titeln wie ‚Against The Grain‘ und ‚Invisible War‘ dürfte klar sein, wo der Hase lang läuft. Musikalisch, sprich instrumental ist das Album recht homogen. Fette Gitarrenriffs, treibendes Schlagzeug und der erhobene Mittelfinger in Form von fiesen Shoutings von Sänger Dave. Wolf Down haben sich dem Kampf der Entpolitisierung des Hardcore verschworen – gegen dumpfes Gerumpel und leere Phrasen. ‚Incite & Conspire‘ ist also auch so etwas wie Kritik am eigenen Genre. Vielleicht auch an sich selbst? Instrumental kommt die Platte nämlich nicht gerade innovativ daher. Es sind brutale, direkte Bollwerke von Songs, die sich aneinanderreihen, ohne dass jemals ein Detail, ein Refrain oder eine Zeile herausragen. Der metallische Sound und die einfache Struktur der Songs erinnern an Hatebreed, als sie noch gehypt wurden.

Live werden diese Songs eine geballte Ladung Energie freisetzen. Zuhause, im Wohnzimmer verpufft diese Energie jedoch von Song zu Song mehr. Ab und an ist hier der ein oder andere Beatdown-Einfluss zu hören, was wiederum an Nasty erinnert. Die schaffen es jedoch mit ihren Songs zu überraschen und etliche Elemente aus Metal und Punk mit einfließen zu lassen. Wolf Down wirken schwermütig, schließlich geht es auch um ernste, teilweise traurige Themen. Eine punkige Sing-A-Long-Hymne würde wohl auch nicht zur aktuellen Lage der Flüchtlingsdebatte passen. Dennoch hören sich die Songs zu ähnlich an. Das macht das Album zwar recht rund, aber eben nicht besonders aufregend. Kurzum: ‚Incite & Conspire‘ klingt wie Hatebreed, nur mit Aussage und Inhalt.

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