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Disquiet

Therapy? standen in den 90ern für den Megaseller „Troublegum“ mit Hits wie „Nowhere“, „Screamager“ oder „Trigger Inside“ sowie die verstörenden Cover. Nach „Infernal Love“ (1995) wurde es etwas ruhiger um die Band, man veröffentlichte zwar noch fleißig Alben, doch an die großen Erfolge konnten Andy Cairns und Michael McKeegan nicht mehr anknüpfen. Stattdessen gab es diverse Besetzungswechsel und andere Quälereien.

Mit „Disquiet“ veröffentlichen die Nordiren nun das 13. Album, welches weniger noisig und sperrig als die Vorgänger ist, der Opener „Still Hurts“ erinnert sogar an seelige „Troublegum“-Zeiten. Schräge, spleenige Parts sind ebenso vertreten wie eingängige Refrains und geradlinige punkige Nummern, der etwas dumpfe, unkommerzielle Sound ist gewollt und geht wieder einmal als Beweis durch, dass die Jungs es so machen, wie sie es wollen und worauf sie Bock haben.

Therapy? zeigen erneut, dass sie eingängig und kommerziell klingen können, wenn sie wollen. Songs wie „Fall Behind“ oder „Idiot Cousin“ hinterlassen jedenfalls das wohlige Gefühl der Mittneunziger, den die Band damals entfacht hat.

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