CELTIC FROST bringen ihre Klassiker neu heraus

In der Reihe an Wiederveröffentlichungen des Kultlabels Noise Records sind diesmal die Schweizer Avantgarde-Extreme-Thrasher von Celtic Frost, deren Backkatalog am 30. Juni in edler Verpackung nach rund 30 Jahren erneut das Licht der Welt erblickt.

Im Rahmen der „Noise lebt!“-Kampagne werden am 30. Juni die vier Celtic Frost -Klassiker „Morbid Tales“, „To Mega Therion“, „Into The Pamdemonium“ und „Vanity / Nemesis“ als hochwertiges Digibook und als Gatefold-Doppel-Vinyl mit exkluisivem Bonusmaterial wiederveröffentlicht. Zusätzlich wird am gleichen Tag die Best-Of-Doppel-CD „Innocence And Wrath“ von der imaginären Kette gelassen.

Celtic Frost mögen viel für die Entstehung der extremen Spielarten des Metal getan haben, soie aber nur darauf zu reduzieren, tut der Band definitiv Unrecht. In steter Weigerung, das zu tun, was man von ihr erwartete oder gar verlangte, änderte die Band fortwährend ihre musikalische Richtung, brachte immer wieder überraschende Einflüsse ein und ließ alle rätseln, wohin es als Nächstes gehen würde. Ihre Diskografie ist dementsprechend eindrucksvoll und abwechslungsreich. Das Debütalbum „Morbid Tales“ wurde 1984 veröffentlicht und hatte großen Einfluss sowohl auf die damals bühende Thrash Metal- als auch die wenige Jahre später aufkeimende Death- und Black Metal-Szene. Mit den Nachfolgern „To Mega Therion“ und vor allem „Into The Pandemonium“ ging es direkt in deutlich experimentellere Gefilde, sowohl elektronische Elemente als auch Gothic- und Klassik-Anleihen sorgten dafür, daß Celtic Frost in ihrer ganz eigenen Liga spielten.

Das umstrittene „Cold Lake“-Album, bei dem die Band auf eher unspektakulären traditionellen Metal umschwenkte und die ach so harten Thrash-Fans mit Glamrock-Outfits vehement in ihrer Heterosexualität bedrohte, ist einmal mehr nicht Teil dieser Re-Issue-Kampagne. Dafür dessen Nachfolger „Vanity/Nemesis“, der die Glam-Looks zwar wieder einpackte, musikalisch aber dennoch eher prosaischen, für die Zeit sehr typischen Midtempothrash bot.

Wem das zu ausführlich ist, der kann auch zur Best Of „Innocence And Wrath“ greifen, die die Highlights der Frühphase versammelt. Alle Re-Releases enthalten neue Linernotes und ausführliche Booklets unter der Art Direction von Bandboss Tom G. Warrior.

Mehr zu den Celtic Frost-Re-Releases demnächst hier bei Whiskey-Soda!

SaschaG

Verteidiger der uncoolen Musik: AOR, Symphonic Prog, Hardrock, Thrash- und Achtziger-Metal, Stax/Atlantic und Mainstream-Rock. Süchtig nach BBC-Serien und schrägem Humor. Findet, dass "Never Let Me Down" nur das viertschlechteste Bowie-Album ist und "Virtual XI" besser als alles, was Iron Maiden danach gemacht haben. 

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