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EELS Live in Zürich - Licht, Klang und Magie

Mr. E aka Mark Oliver Everett von den Eels ist in der Form seines Lebens. Nicht, weil er sich erst in den letzten Jahren zu einem wundervollen Musiker entwickelt hätte. Nein, der Grund ist eher, daß der kauzig-melancholische 50jährige endlich mit sich selbst in Einklag gekommen zu sein scheint. Die Songs und Texte seines aktuellen Albums klingen versöhnlicher und auch auf der Bühne wirkt der bärtige Multiinstrumentalist 2014 unbefangen wie nie zuvor. Das Konzerterlebnis in Zürich war dann dementsprechend fantastisch. Nicht, daß Eels-Konzerte nicht auch in der Vergangenheit schon etwas wundervolles gewesen wären. Doch den Abend im Zürcher Kongresshaus kann man nur als "magisch" bezeichnen.

Eines der Dinge, die ein Eels-Konzert selbst für langjährige Fans immer wieder zu etwas besonderem machen, ist die Tatsache, daß Everett seine alten Songs jeweils im Stil des aktuellen Albums neu arrangiert und interpretiert. Von daher war auf der Tour zum musikalisch sehr ruhigen, aber wundervollen, Mitte April erschienenen neuen Album "The Cautionary Tales of Mark Oliver Everett" ohnehin nicht mit rockigen Klängen zu verzerrten Gitarren zu rechnen. Dennoch verstand es der in Kalifornien lebende Musiker auch dieses Mal, seine Fangemeinde zu überraschen.

Nach dem minimalistischen, aber emotionalen Supportauftritt der belgischen Sängerin Melanie Di Biaso, eine der Shooting-Stars der europäischen Jazz-Szene mit einer Stimme irgendwo zwischen Edith Piaf und Tom Waits, erscheinen die Eels auf der Bühne des mit 1400 Besuchern knapp ausverkauften Zürcher Kongresshauses. "Seid Ihr bereit zu Rocken?" ruft Everett nach dem Piano-Intro 'Where I'm At' vor dem Vorhang aus Glühbirnen hinter ihm, nur um die begeisterten Zurufe mit einem grinsenden "Daraus wird nichts!" zu beantworten. "Seid ihr bereit für Soft-Rock?" fährt E fort. "Ich befürchte, daraus wird auch nichts. Wir bewegen uns heute abend noch eine Ebene tiefer. Ich würde sagen: 'Un-Easy-Listening' trifft es eher.", und erntet dafür vom Schweizer Publikum Gelächter und Applaus. Die Eels, die auch schon mal im Jumpsuit oder mit Stock und Zigarre auf der Bühne erscheinen, kleiden sich heute abend gediegen in Anzug und Krawatte. Gitarrist "Pe-Boo" spielt entsprechend des aktuellen Albums bei beinahe jedem Lied gefühlvoll seine Trompete und "Honest Al" streicht seinen Kontrabass mehr mit dem Bogen, als daß er ihn zupft. "The Chet" brilliert neben Gitarre mit Pedal-Steel, Melodica und Begleitgesang und ohnehin hat man fast den Eindruck, daß die Herren ihre musikalischen Stärken viel mehr als früher einbringen können. Zum absoluten Gewinn des Gesamterlebnisses: Drummer "Knuckles" spielt nicht nur mal zurückhaltend, mal energiegeladen sein Schlagzeug, sondern auch Vibraphon und Röhren-Glockenspiel.

 

So kommt erneut ein neuer Eels-Klang zustande, bei dem lediglich zu kritisieren wäre, daß er für den Rock-Attitüde zu recht vermissen lassenden Sound an manchen Stellen doch fast eine Spur zu laut ist. Geschenkt, die Präsentation des Band-Katalogs ist glänzend und bis zum groovigen 'Mansions Of Los Feliz' sehr zurückhaltend, während E von Klavier zu Mikrophon wechselt. Auf 'Line In The Dirt' folgt nostalgisch vertontes Heimweh mit 'Where I'm From' und das wunderschön-wehmütige und vom Riesenstreicher untermalten 'Lockdown Hurricane'. 'Daisy Through Concrete' hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel, passt aber wundervoll in die Setliste. Mit 'Fresh Feeling' und 'I Like Birds' wird die Stimmung etwas fröhlicher und das Tempo schneller, eine willkommende Abwechslung, wenngleich der Applaus nach jedem Titel groß ist und lange anhält. Die Titel vom neuen Album sind überwiegend kurz und dementsprechend viele kann das eingespielte Quintett aus Kalifornien präsentieren, ganze sieben Titel stammen von "The Cautionary Tales". 'My Beloved Monster', ebenfalls ein älterer Titel und auch schon im Soundtrack des erfolgreichen Trickfilms "Shrek" benutzt, erstrahlt in seiner neuen, mehrstimmig gesungenen Interpretation wunderbarer als je zuvor.



Nach den weiteren drei neuen Liedern 'Gentlemen's Choice', 'Mistakes Of My Youth' und 'Where I'm Going', ist der reguläre Teil des Konzert bereits zu Ende, das Publikum spendet lautstark und begeistert stehende Ovationen, so daß der Abgang von der Bühne nicht lange anhält. Everett kehrt zurück, sichtlich erfreut vom Applaus wendet er sich dankend ans noch stehende Publikum: "Ich möchte euch am liebsten alle umarmen!" monologisiert der Frontmann, um dann zum Erstaunen des Publikums die Bühne zu verlassen und ihm Saal die Besucher seines Konzertes zu umarmen. Nicht wenige Fans verlassen ihre Plätze und rennen dem 'Friendly Ghost' entgegen, hoffend, auch ein 'hug' zu ergattern. Nach einigen Minuten und zahlreichen Umarmungen klettert Mr. E wieder zurück auf die Bretter, die er musikalisch so hervorragend auszufüllen versteht und beginnt mit den ebenfalls lautstark gefeierten Zugaben. Mit 'Last Stop: This Town' und 'The Look You Give That Guy' folgen zwei absolute Hits des Band-Oeuvres und zum Abschluss die Cover-Version von Elvis 'Can't Help Falling In Love' am Piano vorgetragen. Der Applaus hält an und ein paar wenige Begeisterte klatschen noch, als die Bühnencrew den Abbau begonnen hat. Was für ein magischer Abend voller Klang und Licht!




Setliste Eels (Zürich, Kongresshaus, 7. Juli 2014)

Where I'm At
When You Wish Upon a Star (Leigh Harline cover)
The Morning
Parallels
Mansions of Los Feliz
A Line in the Dirt
Where I'm From
It's a Motherfucker
Lockdown Hurricane
A Daisy Through Concrete
Grace Kelly Blues
Fresh Feeling
I Like Birds
My Beloved Monster
Gentlemen's Choice
Mistakes of My Youth
Where I'm Going

Zugabe:
The Look You Give That Guy
Last Stop: This Town
Can't Help Falling in Love (Elvis Presley cover)
Turn On Your Radio (Nilsson Cover)


Die Fotos wurden uns freundlicherweise von Stephane Kaeser zur Verfügung gestellt.

Live Video Rotterdam mit freundlicher Genehmigung von Lars Noback.




 

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DanielF
© 05/2018 whiskey-soda.de
 


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