ÓLAFUR ARNALDS & NILS FRAHM – Neue EP ‚Loon‘ und Impro-Session-Video

Neues aus der künstlerischen Kuschelzone Arnalds/Frahm: Das kongeniale Pianisten-Duo wird mit der synthie-lastigen EP ‚Loon‘ fortführen, was es einst mit ‚Stare‘ – dessen Vinylausgabe wohl nicht ganz zufällig erst kürzlich neu aufgelegt wurde – anstieß. Im Gegensatz zu dieser enthalte ‚Loon‘ aber mehr perkussive Elemente und orientiere sich auch an Dub-Einflüssen.

‚Als ich jung war, hat mich mein Bruder zu Goa Partys geschmuggelt. Die Musik, die dort Ende der Neunziger gespielt wurde, hatte einen starken Einfluss auf mich‘

, erklärt Nils Frahm seine Assoziationen.

‚Loon‘ ist wie eine verschwommene Erinnerung an diese Zeit. In anderen Worten ist sie so, wie ich mich gerne an den Sound der Musik von damals erinnere. Tatsächlich klang es wahrscheinlich ziemlich mies.

Was sich vom neuen Output des Künstlersgespann wohl kaum behaupten ließe – darauf jedenfalls deutet ‚Four‘, der bereits vorab veröffentlichte Opener der Platte, hin:

Für die neue EP schlossen Nils Frahm und Ólafur Arnalds einen Oberheim 4 Voice und einen Korg PS3100 an das Mischpult an und spielten auf beiden Instrumenten diverse Takes ein. Alle Mixe wurden direkt auf ein 2-Spur ½-Zoll Band aufgenommen, um den Live-Geist zu bewahren. Nach einigen Mixen setzten sie ‚Loon‘ aus den fünf stärksten Aufnahmen ihrer Session zusammen. Die EP wird auf 12″-Vinyl und digital am 02.10.15 über Erased Tapes erscheinen.

Damit aber noch nicht genug, denn zur selben Zeit nimmt auch die jüngste Geheimniskrämerei der Labelbrüder weiter Form an. Auf der Trance Frendz-Website von Arnalds und Frahm (wir berichteten) ist ab sofort ein rund dreiviertelstündiger Film zu sehen, in dem ihr den beiden beim gemeinsamen Improvisieren über die Schulter schauen und sieben neuen Stücken bei ihrer Geburt beiwohnen könnt:

Die Musiker kommentieren:

‚Nachdem wir beschlossen haben unsere Studio-Kollaborationen zu veröffentlichen, planten wir eine Videosession, in der wir ein improvisiertes Duett zu Promozwecken einspielen würden. Am 28. Juli 2015 trafen wir uns also im Durton Studio in Berlin und luden Alexander Schneider und seine Kamera ein, dies zu dokumentieren. Aber statt die Session nach dem ersten Take zu beenden, improvisierten wir die ganze Nacht hindurch und endeten mit mehreren neuen Stücken, die wir innerhalb von acht Stunden schrieben und aufnahmen – ganz ohne Overdubs oder Edits. Wir hatten das Gefühl, dass sich in den Songs etwas Besonderes befand. Sie entstanden so schnell und so unerwartet, und am Ende der Nacht hatten wir all diese Musik, die selbst für uns sehr unvertraut klang. Sie schrie buchstäblich danach, mit in diese Kollektion aufgenommen zu werden, besonders weil unsere Freundschaft und Kollaboration ursprünglich in der Live-Improvisation auf der Bühne entstand.‘

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